Is da was drunter?
In Heizperioden trockne ich regelmäßig meine Wäsche auf dem im Wohnzimmer stehenden Gasheizer. Wenn diese dann trocken ist, wird sie zum Auskühlen über die Couchlehne gehangen. Shui hat dann nix besseres zu tun, sein Köpfchen darunter zu stecken und mit dem T-Shirt, Pullover, der Hose, was auch immer zu kämpfen und das Teil runterzuziehen. Er kriecht generell gerne unter Kleidungsstücke, Handtücher oder Bettdecken.
Unarten lernen...
Rudi der Urlaubskater, der zur Urlaubszeit meiner Schwiegereltern (in spe) immer zu uns kommt, versteht sich eigentlich gut mit Shui. Er hat auch Shui beigebracht, wie man Türen öffnet, die nur angelehnt sind. Eines Morgens kam ich runter und sah die Kellertür offen stehen, beide Katzen werkelten im kleinen Keller-Vorratsraum, was natürlich nicht ungefährlich ist, da Dosen oder ähnliches aus den Regalen auf sie fallen könnten, seither schließen wir immer die Tür ab.
Auch dieser Rudi zeigt Shui, was zu schmecken hat und was nicht! Ich kaufte einmal Anti-Hairball-Brocken von Whiskas, die schmeckten Shui supergut. Dann kam Rudi zu Besuch. Ich dachte „mal sehen ob das Rudi auch so gut schmeckt“ und hielt beiden dies vor die Nase.
Unglücklicherweise Rudi zuerst, denn der rümpfte nur die Nase und wand sich ab. Shui sah das und seitdem rührt Shui keines dieser Teile mehr an.
Kleine wilde Sau...
Shui hat wie alle Katzen mal seine 5 Minuten. Dann rast er – wie eigentlich normal in der Situation – wie ein begaster durch die Wohnung. Treppauf und –ab. Kommt dann zu mir ins Wohnzimmer und stellt den Buckel auf, macht nen dicken Schwanz, schaut mich mit Riesen-Augen an und läuft seitlich auf mich zu. Dann ruf ich ihn mit allerliebsten Kosenamen und er kommt an meine Hand geschmust, nur um gleich darauf auf der Stelle einen Hüpfer zu machen und daraufhin erneut wie eine gezündete Rakete abzugehen. Das ganze geht während der 5-Minuten-Phase ein paar mal. Dann geht’s aber erst mal unter die Couch. Soviel schöner Platz um darunter zu toben. Er legt sich dann auf den Rücken und zieht sich der Länge der Couch mit den Krallen an die Unterseite der Couch magnetisiert vom einen Ende der Couch zum Anderen. Das hört sich echt witzig an.
Mein kleiner Held...
Shui fängt unglaublich gern Spinnen und anderes Kleingetier. Was für ein Glück für mich mit meiner Spinnenphobie (bei Spinnen größer als 1 Euro). Wenn ich aufs Klo gehe, läuft er mir eh immer hinterher (folgt mir sowieso auf Schritt und Tritt.). Dort sucht er regelrecht nach Spinnen. Einmal hatte ich in der Küche zu tun. Shui war im Wohnzimmer am Spielen und es war halbdunkel im Wohnzimmer. Ich sah ihn mit irgendwas rumspielen – zuerst vermutete ich eines seiner Mäuschen. Als sich dann sein Kopf irgendetwas verfolgend bewegte, vermutete ich „oh seine Mäuschen laufen doch aber nicht von alleine“. Ich machte Licht im Wohnzimmer an und beobachtete eine dieser riesigen ekelhaften Spinnen (wo die Haare an den Beinen selbst noch Haare haben), wie sie vor Shui zu fliehen versuchte. Ich musste ihn anfeuern mit: „Ui, ein Mäuschen, schau mal ein Mäuschen – na schnell, na schnell!“ Sonst wär sie eventuell noch geflüchtet und mir womöglich eines Tages wieder an der Wand erschienen, wo Shui nicht rankäme. Ich fasse diese Viecher nicht an, mir wird schon schlecht, wenn ich sie nur sitzen sehe, noch schlechter, wenn sie sich bewegen. Fazit: er hat sie noch bekommen und genüsslich gemampft.
Der gehört da nicht rein!
Meine Mutter gab mir bei einem unserer Urlaube im Elternhaus einen „Spiel“-Furby mit – eines von den Viechern, die eigentlich sprechen. Bei diesem hatte meine Mutter sich „bekauft“ – der sprach nicht – tat nichts, hat so eine körnige Füllung, hat ca. die Größe einer größeren Paprika und sie gab ihn mir mit und sagte, vielleicht spielt ja Shui damit. Bingo, er stürzt sich mit Vorliebe drauf und liebt sein kleines Opfer. Wenn ich ihm das Teil in den Kratzbaum in eine seiner Hängematten lege, schmeißt er es mit Vorliebe wieder hinaus. Dieses Spielchen kann man stundenlang treiben.
Wehe wenn ihr wegseid...
Shui begleitet mich nicht nur aufs Klo und in die Küche, sondern auch zum Schlafzimmer, wenn ich/wir schlafen gehe/n. Dann kuschelt er sich aber nicht etwa ein, wie es jede artige Katze tun würde – nein! Er geht stattdessen mit einem Affentempo nach unten ins Wohnzimmer, um dort genüsslich das zu tun, was er sonst nicht darf – den Wohnzimmer-Tisch erkunden. Seitdem ich das weiß, räume ich ihn vorm Schlafengehen von allen kostbaren und gefährlichen Gegenständen frei. Wenn er dort genug inspiziert hat, kommt er auch nach oben und kuschelt sich bei uns ein.
Schrecksekunde am Morgen...
Einmal wachte ich von einem Poltern auf. Ich sah Shui nur unten am Fussende meines Bettes herumstehen. Dann sah ich, dass er sich seltsam bewegte... rückwärts und sich dabei immer an der Schulter leckte. Im Halbdunkel konnte ich nichts erkennen und strich ihm übers Fell. Irgendetwas hing ihm über der Schulter. Ich griff es und hatte Ohropax verbunden durch eine Plastikschnur in der Hand. Diese lag vorher auf dem Sideboard. Keine Ahnung, wie er diese so über die Schulter gehangen hatte.
Ich krieg dich doch!
Die Frühlingszeit und damit auch die Stubenfliegenzeit beginnt gerade (April 2004). Dass er die gerne jagt muss ich wohl nicht erwähnen. Auch gibt es die etwas größeren Brummer. Eben einer dieser großen Brummer wurde von Shui schon eine zeitlang durch die Wohnung verfolgt. Shui konnte ihn bis ans vordere Wohnzimmerfenster drängen. Dort brummselte er nun fröhlich an der Fensterscheibe herum. Shui versuchte mit einigen Versuchen ihn festzuhalten. Erfolgreich mit dem letzten Versuch hielt er nun diesen Brummer fest und wusste nicht genau, wie er ihn auch halten könnte. Er zog seine Pfote mitsamt dem Brummer darunter die gesamte Länge der Fensterscheibe herunter, bis er ihn unten angelangt mit der Schnute unter der Pfote hervorholen konnte. Gleich darauf hüpfte er mit Brummer im Schnäuzchen auf den Teppich um das Tierchen dort genüsslich zu verspeisen.
Irgendwann im März war – wie auch immer – eine Hummel zu uns ins Haus gelangt und versuchte an der Scheibe der Eingangstür ihr Glück, wieder nach draußen zu gelangen.
Shui war am Spielen mit seinen Mäuschen im Flur und ich saß am PC zum Arbeiten.
Dann musste ich kurz ins Bad und kam zurück. Ich sah Shui mit etwas spielen, er verhielt sich aber ziemlich komisch sonst gegenüber und gegenüber seinem Mäuschen. Er roch ewig lange daran und schaute mich immer wieder daraufhin an. Ich sah mir das ganze näher an und entdeckte die Hummel, die vorher an der Tür die Freiheit gesucht hatte. Die ließ ich ihn natürlich nicht fressen.
Rudi ist wieder da
Wieder einmal ist Rudi, der Urlaubskater da – Shui’s allerbester Freund. Beide rennen mir überall hinterher – auch aufs Klo. Als ich wieder einmal auf den Weg dorthin war, kam Rudi mir als erstes hinterher. Ich entdeckte auf dem Badezimmerteppich einen Käfer – welches ich nicht genau identifiziert habe, ein Tritt und er war einmal. Dann erschien Rudi im Badezimmer und ich wollte ihm das Käferchen zeigen.
Er roch daran und es kam eine Reaktion, die ich nie erwartet hatte... Rudi bekam einen Würgereiz... gggggg so was hatte ich bei einer Katze vorher noch nie gesehen und ich hatte schon eine Menge Katzen in meinem Leben um mich.
Die beiden lieben sich über alles! Rudi, eigentlich ein „Draußen-Kater“ machte diesmal (Juni 2004) überhaupt keine Anstalten raus zu wollen. Es ist köstlich, den beiden zuzuschauen. Shui ist ein „Stänkerfritze“, so kann dann auch kein Rudi friedlich dösend auf der Couch sitzen. Shui beginnt damit, Rudi zu putzen und neckisch zu beißen. Schon ist die beste Rangelei im Gange. Der große Kratzbaum, wo locker 3 Kätzchen Platz hätten gehört auch Shui allein. Wird Rudi von Shui darauf einmal entdeckt, wird dies sofort klargestellt. Deswegen haben wir Rudi das Glöckchen-Halsband abgenommen, um somit dem „Großen“ ein wenig Ruhe zu gönnen und ihm etwas Rückzug zu erleichtern. Dann lief Shui immer gurrend durchs Haus und suchte Rudi. Gefunden hat er ihn nicht immer. Hehe...
Es folgt sicher mehr... würde mich auch über Geschichten Eurerseits freuen...
Sabine und Shui