Naja, es gibt ja diverse Erbkrankheiten...
Einige scheinen auch rassespezifisch zu sein, denn auf die Glykogenspeicherkrankheit (GSD IV) werden meines Wissens nach nur Norweger getestet. Die Nierenerkrankung PKD kommt häufig bei Persern vor, aber auch bei Rassen, wo mal Perser eingekreuzt wurden. Eine Siam würde ich jetzt nicht auf Hüftgelenksdydplasie testen lassen, weil diese nur bei großen schweren Rassen auftritt.
HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie) ist die wohl häufigste Erbkrankheit, einfach deshalb, weil sie bei ALLEN Rassen vorkommt. Laut einer Studie von dem Kardiologen Dr. Kresken (oder Dr. Wess?) kommt HCM am häufigsten bei der gewöhnlichen Hauskatze vor. Da HCM oft mit plötzlichem Herzversagen einhergeht, wird dem bei normalen Hauskatzen in der Regel nicht nachgegangen (weil die meisten Katzenhalter ihre Katze nicht obduzieren lassen). Daher ist es schwierig, genaue Prozentsätze zu nennen. Außerdem gibt es primäre (vererbte) und sekundäre HCM (ausgelöst durch eine andere Erkrankung). Stibt eine Katze mit einem Jahr an plötzlichem Herzversagen, ist es wahrscheinlich, dass sie rimäre HCM hatte. Wenn eine Katze mit 5 oder 6 Jahren daran stirbt, ist das schon schwieriger zu beurteilen. Für Maine Coons gibt es eine amerikanische HCM-Studie, die ich jetzt auf die Schnelle aber nicht wiedergefunden habe.