Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof

Diskutiere Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Ich war sehr geschockt, als eine Freundin mir gestern erzählte, daß es auf dem elterlichen Bauernhof noch üblich sei, überzählige Katzenbabys zu...
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #1
Fritz the cat

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Ich war sehr geschockt, als eine Freundin mir gestern erzählte, daß es auf dem elterlichen Bauernhof noch üblich sei, überzählige Katzenbabys zu töten.

Zwar stehen die Eltern auf dicke Autos, aber für die Kastration ihrer Katzen wollen diese Bauerntölpel (die natürlich, wie es sich für Katholiken gehört, jeden Sonntag in die Kirche rennen), keine Kohle locker machen.

Leider kenne ich die Familie nicht und das ganze spielt sich weit entfernt im Emsland ab, so daß ich da
persönlich leider wenig machen kann (sonst würde ich denen aber gehörig die Meinung sagen und hätte
keine Skrupel, die sofort anzuzeigen (selbst wenn es meine eigenen Eltern wären)).

Hat jemand ein paar brauchbare Ratschläge, wie man ungewollte Katzenbabys humaner loswerden kann
(speziell im Emsland) und wie man die Kosten für eine Kastration minimieren kann, so daß es evtl. leichter fällt, diese bescheuerten Deppen halbwegs zur Vernunft zu bringen?

Als erste Maßnahme habe ich gerade mal dem Pfarrer in der Gemeinde eine SMS geschickt (fand ich am unaufdringlichsten), und ihn gebeten, das Thema mal in einer seiner Predigten aufzugreifen, da
das ja nicht nur nach weltlichen Gesetzen ein Verbrechen ist, Tiere so zu behandeln!
Sowas kann er, wenn er sich halbwegs ernsthaft als Christ versteht, doch nicht dulden, oder?
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #2
Hallo!
Ja ich weiß das ist furchtbar aber leider auch bei uns so "üblich". Katzen werden auf vielen Bauernhöfen als Mäusefänger gehalten. Die Bauern wollen kein Geld für Kastration ausgeben und so "entledigen" sie sich der überschüssigen Katzen :evil::evil:
Ich bin genau wie du schockiert über diese Grausamkeit, aber man kann da auch schwer etwas unternehmen, denn auch wenn man die Katzen abholt und in ein Tierheim bring oder einige vermittelt löst man nicht das Grundproblem.
Also vielleicht kannst du ja einen Tierarzt für dich gewinnen der die Tiere für lau oder ganz günstig kastrieren würde ... aber das kannst du natürlich auch nicht bei allen Bauernhöfen machen .............
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #3
Das ist das Problem! Ich bin ja auch weit weg vom Geschehen, obwohl das vermutlich auf den Bauernhöfen in meiner Umgebung ebenso geschieht.

Schlimm finde ich es auch, daß ja offenbar die Tierärzte da ebenso
tatenlos zusehen. Die haben ja eh regelmäßig auf den Bauernhöfen
zu tun. Könnten die da nicht als Dreingabe die Kastration der Katzen kostenlos vornehmen? Wenn sie dafür ihre übrigen Honorare
leicht erhöhen, kämen sie sicher auch gut über die Runden...!

Habe eben mit einem Tierschutzverein im Emsland telefoniert und die Antwort hatte ich schon
erwartet: Das Tierheim quillt über vor Katzen und man kann leider nichts machen, es fehlt das
Geld.

Der HP des Deutschen Tierschutzbundes habe ich entnommen, daß die eine Kastrationspflicht
für Katzen fordern, aber die Politik hat ja leider anderes vor.
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #4
Frag doch mal bei Aktion Kitty an, ob die im Emsland tätig sind. Dann braucht man nur noch ein paar freiwillige Helfer, die die Katzen einfangen, zum Tierarzt bringen und dort wieder abholen.

Das Töten von Katzenbabys ist aber hier im katholischen Bayern auch an der Tagesordnung. Und es brennt an allen Ecken. Ich kann nicht so viele Katzen einfangen und kastrieren lassen, wie wieder nachkommen. Es ist der berühmte Kampf gegen Windmühlen, aber ich gebe nicht auf. Also wenn es meine Eltern wären, denen würde ich was erzählen. Aber ich habe von meinen Eltern gelernt, dass man die Tiere genau so achtet wie den Menschen.
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #5
Aber ich habe von meinen Eltern gelernt, dass man die Tiere genau so achtet wie den Menschen.

... ja das ist schön und genau dass das ich auch von meinen Eltern gelernt habe!
Mein Großvater hat sogar immer gesagt: "Zuerst den Kindern und den Tieren und dann erst den Erwachsenen!"
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #6
Das ist alles voll schlimm, bin der selben Meinung wie ihr. Bei uns in Niedersachsen ist das auch so, das überflüssige Kitten umgebracht werden wenn sie blind sind und der Bauer sie entdeckt. Aber ich kenn auch ein anderes Beispiel. Also wenn der Bauer die Kitten endeckt sorgt er dafür das die Kitten neue Besitzer finden, damit er die nicht umbringen muss und seine neuen Katzen lässter kastriern, bis auf eine damit sie auch neue Hofkatzen haebn wenn die alte stirbt. Kenn den Bauern leider nicht, weiß nur von einer Freundin davon, die Idee find ich gar noicht schlechht sollte man vlt auf Predig/ Heiligen Messe an sagen.
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #7
Ich finde das auch furchtbar. Ich liebe katzen, und würde den Babys natürlich gerne helfen. Wenn man eine "ungewollte Katzenbabystation" aufmachen würde, glaubt ihr die Bauern würden ihre Katzen dort hinbringen? Man könnte ja auch ein Telefon einrichten wo die Bauern anrufen können wenn sie Katzenbabys haben, die sie loswerden wollen. Würden die das tun? Wären dann zu viele Katzen in der Station? Also natürlich würde man die dann weiter vermitteln. Denkt ihr sowas würde funktionieren? Evtl mit Hilfe vom Tierschutzverein?
LG
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #8
Das is leider nich nur bei den Bauern so üblich. Ich kenne leider auch Fälle, wo Kitten einfacher kurzerhand ersäuft werden. Ich habe als Kind im Bach beim spielen leider auch mal zwei dieser kleinen Opfer gefunden.
Die Leute haben dann den dicken Bmw vor der Haustür und nen Riesenflatscreen im Wohnzimmer, aber für die Kastra is kein Geld da bzw kann man sich das ja auch sparen.
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #9
Ich habe schon 2x Katzenbabies vom Bauernhof vor dem sicheren Tod gerettet.
Freunde und Bekannte haben 4 Katzen genommen.
Die anderen 3 Katzen habe ich über meinen Tierarzt vermittelt.
Samira und Tom habe ich auch aus solch einem Wurf.

Ändern kannst du die Leute nicht. Das ist leider zwecklos.
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #10
Ich finde das auch furchtbar. Ich liebe katzen, und würde den Babys natürlich gerne helfen. Wenn man eine "ungewollte Katzenbabystation" aufmachen würde, glaubt ihr die Bauern würden ihre Katzen dort hinbringen? Man könnte ja auch ein Telefon einrichten wo die Bauern anrufen können wenn sie Katzenbabys haben, die sie loswerden wollen. Würden die das tun? Wären dann zu viele Katzen in der Station? Also natürlich würde man die dann weiter vermitteln. Denkt ihr sowas würde funktionieren? Evtl mit Hilfe vom Tierschutzverein?
LG

An sowas habe ich auch schonmal gedacht,aber ich weiß nicht ob die Bauern die Tiere dann auch da hinbringen würden.

Es ist leider auch in unserer Umgebung üblich, dass unerwünschter Katzennachwuchs einfach "beseitigt" wird.
Bei unseren Nachbarn habe ich mir den Mund fusselig geredet, noch weigern sie sich die Katzen zu kastrieren, doch wir sind zu einer vorübergehenden Lösung gekommen. Die Kätzchen bleiben am Leben, ich komme für Tierarzt und die Hälfte des Futters auf und statte ihnen täglich einen Besuch ab um nach den Müttern und Kitten zu schauen. Außerdem übernehme ich die Vermittlung.
Das ist sehr natürlich alles ziemlich geld- und arbeitsaufwendig für mich, doch das ist es mir wert.
Aber ich gebe nicht auf und arbeite immer noch daran, dass die beiden Katzen endlich kastriert werden.

Es ist ratsam, in solchen Situationen eher die jungen Leute anzusprechen. Bei den alten, eingefleischten Bauern hat man fast keine Chance.
Immer mehr Tierheime kastrieren Bauernkatzen für wenig Geld, doch leider wird dieses Angebot immer noch zu wenig genutzt.

Bei uns in Österreich sind Bauernkatzen vom Kastrationsgesetz ausgenommen, was ich nicht verstehen kann, vor allem dort liegt doch das Problem!

Doch es gibt auch genug Bauern, die einfach unter Geldnot leiden und da natürlich das spärlich vorhandene Geld nicht ausgerechnet für die Katzen verwenden.

Doch man darf natürlich nicht alle Bauern in einen Topf werfen, es gibt auch welche die ihre Katzen wirklich mit Liebe und Respekt behandeln und auch bereit sind, für Tierarzt- und Kastrakosten aufzukommen. Sie sind sehr, sehr dünn gesäät, aber die gibt es.

Eine Freundin von mir hat auch einen Bauernhof, auf dem die Katzen nicht nur der Mäuse wegen sondern vor allem aus Liebhaberei gehalten werden. Vor einiger Zeit konnte ich sie überzeugen sämtliche Katzen auf dem Hof zu kastrieren. Solche Erfolge machen mich glücklich und spornen mich an, weiter zu machen.

LG
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #11
Kurz und knapp: Die Zeit ist längst überfällig für eine bundesweite Kastrations-, Chip- und Impfpflicht, bei deren Verstoß empfindliche Strafen nicht nur anzudrohen sondern vor allem anzuwenden sind.
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #12
Ganz meine Meinung! :!:
 
  • Tötung von Katzenbabys auf dem Bauernhof Beitrag #13
Übrigens gehören sich da auch Tierschutzorganisationen bestraft. Hab hier ein Tierheim, das Katzen vermittelt, ohne sie zu chippen oder zu kastrieren. Im Vorstand sitzen mehrere Tierärzte. Aber erfreulicherweise darf sich jeder den Titel 'Tierschützer' selbst geben. So, wie RTL jeden einen Experten nennt, der seine persönliche Meinung ins Mikrofon posaunt.
 
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