Ich finde das auch furchtbar. Ich liebe katzen, und würde den Babys natürlich gerne helfen. Wenn man eine "ungewollte Katzenbabystation" aufmachen würde, glaubt ihr die Bauern würden ihre Katzen dort hinbringen? Man könnte ja auch ein Telefon einrichten wo die Bauern anrufen können wenn sie Katzenbabys haben, die sie loswerden wollen. Würden die das tun? Wären dann zu viele Katzen in der Station? Also natürlich würde man die dann weiter vermitteln. Denkt ihr sowas würde funktionieren? Evtl mit Hilfe vom Tierschutzverein?
LG
An sowas habe ich auch schonmal gedacht,aber ich weiß nicht ob die Bauern die Tiere dann auch da hinbringen würden.
Es ist leider auch in unserer Umgebung üblich, dass unerwünschter Katzennachwuchs einfach "beseitigt" wird.
Bei unseren Nachbarn habe ich mir den Mund fusselig geredet, noch weigern sie sich die Katzen zu kastrieren, doch wir sind zu einer vorübergehenden Lösung gekommen. Die Kätzchen bleiben am Leben, ich komme für Tierarzt und die Hälfte des Futters auf und statte ihnen täglich einen Besuch ab um nach den Müttern und Kitten zu schauen. Außerdem übernehme ich die Vermittlung.
Das ist sehr natürlich alles ziemlich geld- und arbeitsaufwendig für mich, doch das ist es mir wert.
Aber ich gebe nicht auf und arbeite immer noch daran, dass die beiden Katzen endlich kastriert werden.
Es ist ratsam, in solchen Situationen eher die jungen Leute anzusprechen. Bei den alten, eingefleischten Bauern hat man fast keine Chance.
Immer mehr Tierheime kastrieren Bauernkatzen für wenig Geld, doch leider wird dieses Angebot immer noch zu wenig genutzt.
Bei uns in Österreich sind Bauernkatzen vom Kastrationsgesetz ausgenommen, was ich nicht verstehen kann, vor allem dort liegt doch das Problem!
Doch es gibt auch genug Bauern, die einfach unter Geldnot leiden und da natürlich das spärlich vorhandene Geld nicht ausgerechnet für die Katzen verwenden.
Doch man darf natürlich nicht alle Bauern in einen Topf werfen, es gibt auch welche die ihre Katzen wirklich mit Liebe und Respekt behandeln und auch bereit sind, für Tierarzt- und Kastrakosten aufzukommen. Sie sind sehr, sehr dünn gesäät, aber die gibt es.
Eine Freundin von mir hat auch einen Bauernhof, auf dem die Katzen nicht nur der Mäuse wegen sondern vor allem aus Liebhaberei gehalten werden. Vor einiger Zeit konnte ich sie überzeugen sämtliche Katzen auf dem Hof zu kastrieren. Solche Erfolge machen mich glücklich und spornen mich an, weiter zu machen.
LG