Erfahrungen mit Tierheimkatzen!

Diskutiere Erfahrungen mit Tierheimkatzen! im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Habe meine beiden auch aus dem Tierheim. Da ich meinem Freund schon jahrelang vorher die Ohren immer vollgeheult habe, dass ich unbedingt wieder...
  • Erfahrungen mit Tierheimkatzen! Beitrag #21
Habe meine beiden auch aus dem Tierheim. Da ich meinem Freund schon jahrelang vorher die Ohren immer vollgeheult habe, dass ich unbedingt wieder Katzen haben möchte, ist er mit mir an meinem Geburtstag (ja, soll man nicht machen, bei Kindern würd ichs auch nicht machen) zum Tierheim gefahren. Vorher rief er noch einen Kumpel an, der nicht wusste, was er mir schenken soll, dass er bitte einen kleinen und günstigen Kratzbaum besorgen soll.


Angekommen am Tierheim wollten wir eigentlich eine 11-jährige Katze mit CNI mitnehmen, die Mitarbeiterin hat uns aber ein ca. 6 Monate altes Jungtier vorgestellt und uns auch zu dem Kleinen geraten. Er ist auch erst an meinem Geb. dort im Tierheim angekommen, untersucht und uns dann direkt vermittelt worden. Lt. Aussage der Mitarbeiterin ist er so vor dem Tierheim gefunden worden.


Wir sind dann direkt mit ihm zu uns nach hause gefahren, während der Fahrt überlegten wir uns auch schon seinen Namen. Im Tierheim hat er den Namen "Filou" bekommen, der gefiel uns jedoch beide nicht (obwohl er ihm Im Endeffekt sogar ganz gut gestanden hätte :) der kleine Frechdachs!). Während alle Katzen, die im Tierheim abgeholt worden sind, nur fauchten und miauten in ihren Transportkörben, hat "Filou" die ganze Zeit nur geschnurrt - aus Neugier, Angst, aber trotzdem Freude? Das Schnurren war auch im Auto so laut, dass er den Motor des Twingos übertönte - wir fanden es so schön und "schnuffig", dass wir ihn fortan Schnuffi nannten. :)

Zuhause angekommen, fiel uns auch ziemlich schnell auf, dass er sich ziemlich seltsam für eine Katze hielt - mehr wie ein Hund. Er knurrte, "bellte", jagte seinen Schwanz, etc....
Nach 1-2 Wochen merkten wir, dass er einen Katzenkumpel trotz allem braucht. Er fing an, mit uns "rumtollen" zu wollen, versuchte aber auch seine Grenzen auszutesten. Katzenkind eben.

Am 31. Dezember 2008 und nach lautem Jammern meinerseits, dass wir doch einen Katzenkumpel brauchen, zudem blank liegenden Nerven durch mein Jammern meines Freundes :) waren wir erneut im Tierheim. Wir schilderten die Situation der Tierheimmitarbeiterin und sie empfahl uns zwei Katzen - ein Jungkitten; welches wirklich enorm viel Energie und Spieltrieb hatte; aber definitiv noch zu wild für uns war - und einen ca. 1 1/2 Jahre alten Kater namens "Leon".
Die Tierheimmitarbeiterin hob ihn aus seinem "Glaskäfig" hoch und wir sollten gucken, wie er auf uns reagiert. Meinen Freund hat er "neutral" betrachtet, aber bei mir fing er an zu kuscheln, zu schnurren, freute sich wie sonst was :). Lt. Aussage der Mitarbeiterin ist er vermutlich abgegeben worden, weil er 1x zuhause unrein war, im Tierheim war er aber Stubenrein.

Jedoch haben wir da dann erfahren, dass er noch "reserviert" ist. Wenn die Familie sich allerdings nicht bis 12 Uhr - wie vereinbart - meldet, würden wir den Kater bekommen.

Es war 12:30, die Familie reagierte nicht auf Rückrufe, meldete sich nicht, also hat die Tierheimmitarbeitern alles fertig gemacht, dass wir den Kleinen mitnehmen können.

Wir gingen also zur Kasse, dort war an dem Tag jedoch relativ vie los. Also dauerte es, bis wir bezahlen konnten. Um ca. 14:30 waren wir dann zurück im Katzenhaus, dort erzählten uns andere Tierhalter und auch die Mitarbeiterin, dass vor einer halben Stunde etwa die Familie dort war und einen riesen Aufstand gemacht hat, sie stünden im Stau und konnten sich nun nicht melden. Lt. Erzählungen hat die Tierheimmitarbeiterin aber der Familie klipp und klar gemacht, dass sie aber die Chance genommen haben und uns nun "Leon" vermittelt haben, bevor niemand kommt. Es gab wohl viel Geschrei und Trara, alle Anwesenden fanden es gut das wir Leon bekommen haben und nicht die andere Familie.

Also, Leon eingepackt und ab nach Hause :) Erstmal Schnuffi ausserhalb der Toilette gelassen, Leon dort für ca. 2 Stunden "untergebracht", dass er weiß wo die Toilette ist. Er interessierte sich jedoch gar nicht für die Toilette, sondern schnurrte und kuschelte sich richtig an uns, er wusste gar nicht zu welchem seiner "Menschen" er zuerst gehen sollte :).

Wir überlegten uns dann einen neuen Namen für Leon, weil mein Freund den Namen nicht so schön fand. Er wollte ihn gerne Nero nennen, da sein Lieblingshund/Rottweiler von seinem Onkel so hieß (mein Freund mag Hunde ansich lieber, da er aber eine wirklich schlimme Hundehaarallergie hat, kam dies nicht in Frage). Fortan wurde Leon also Nero getauft :).

Die Zusammenführung verlief dann jedoch nicht ganz so glücklich. Es gab viel gefauche und auch viel Stress, aber nach ca. einem Jahr akzeptierten sie sich und kuscheln auch, zwar sehr selten, aber mal miteinander.
Nero war auch leider nicht Stubenrein, wie vom Tierheim erzählt, ich vermute auch das er weitaus älter ist, wir wissen zumindest von Bluttests, dass er Asthma, einen Eisenmangel und eine beginnende CNI hat (deswegen auch die GsD geklappte Umstellung jetzt auf Nassfutter).
Manchmal pullert er noch in die Dusche - über das Abflussloch -, anfangs hatten wir noch einen weichen "Teppich" vor die Dusche gelegt, den mochte er auch bepieseln - also den Teppich entfernt - aber er geht jetzt zu 95% auf das Katzenklo.

Es gab vor ungefähr 3 Jahren mal eine Nachkontrolle.

Ansonsten haben sich beide sehr gut eingelebt, Schnuffi ist inzwischen auch ruhiger geworden (Kastration/Alter) und Nero hat halt hin und wieder seine Macken, wo ich auch vermute, dass er älter und das es eine beginnende Demenz ist. Mal schauen.

Was ich vom Tierheim definitiv nicht in Ordnung fand, eigentlich sollte dort die Kastration von Schnuffi statt finden, der Termin war auch gesetzt. Leider fing er sehr schnell mit Markieren an (gott sei dank war er - sorry -so doof, und hat im Katzenklo markiert), ungefähr 2 Monate vor seinem Kastrationstermin. Das Tierheim wollte aber nicht den Termin vorverlegen, so dass ich den Tierarzt bei mir in der Nähe noch konsultieren musste, dass die Kastration innerhalb von 2 Tage dann auch gemacht wurde.
Ich weiß, dass das Tierheim in Berlin viel zu tun hat, bin auch gewiss kein Mensch der sonst groß rum muckt, aber das fand ich definitiv nicht in Ordnung.

- mal mein Erfahrungsbericht - :) sehe gerade, etwas lang geworden...
 
  • Erfahrungen mit Tierheimkatzen! Beitrag #22
Wir haben unseren Charlie auch aus dem Tierheim geholt.
Er war gerade mal 8 Wochen alt und saß ganz alleine in einem Raum.
Man riet mir lange von ihm ab.
Aber wir 2 haben uns auf den ersten Blick ineinander verliebt.
Auf meine Frage hin warum er alleine sei sagt man mir er sei zu anderen Katzen zu aggressiv. Mit 8 Wochen wohlbemerkt.
1 Woche später hatte Charlie Katzenschnupfen.
Mein TÄ meinte ich solle auf jeden fall im Tierheim bescheid sagen.
Man fratzte mich nur an was sie das angehe .
Naja!!!
Nach einem sanften Hinweis hier aus dem Forum das er einen Kumpel braucht haben wir auch 2 mal vergeblich versucht ihn an einen Kumpel zu gewöhnen was für den Kumpel jedes mal mit schweren Verletzungen abging.
Da wurden wir aber von einem anderen Tierheim hier in der Nähe beraten im Zusammenhang mit unserer TÄ.
Wir haben also Positive sowie Negative erfahrungen mit unseren Tierheim in der Nähe gemacht.
Unseren Charlie Lieben wir aber alle abgöttisch und geben ihn auch nicht wieder her.
 
  • Erfahrungen mit Tierheimkatzen! Beitrag #23
Ja, unser Siegfried kam auch aus dem Tierheim. Ich wollte Futterspenden abgeben, und er saß in Einzelhaft, er schaute mich so traurig an, dass ich nicht ohne ihn gehen konnte. Er war total verhungert, geschoren, nicht grad eine Schönheit. Mein Mann und ich hatten eigentlich entschieden keine Tiere mehr zu haben, nun kam ich nach dieser fürchterlichen Autofahrt nach Hause, und musste meinem Mann erklären, dass dieses kleine häufchen Elend zu uns gehört. Dass Erste was mein Männe sagte hat dass Tierheim noch auf? Natürlich nicht, und dann habe ich Tschüß gesagt, ich muss jetzt weg. Ich musste noch zum Freßnapf für meinen Süßen. Als ich wieder kam lagen die Beiden schmusend und schlafend auf dem Sofa. Also ein paar kleine Macken hat er wohl, er mag keine Besucher, und keine anderen Katzen, und so ein richtiger Schmuser ist er nicht geworden, nur wenn er Hunger hat. Aber mein Mann und ich lieben ihn über alles.
 
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  • Erfahrungen mit Tierheimkatzen! Beitrag #24
Hallo, Ihr Lieben!

Auf der Suche nach Erfahrungsberichten über Stubentiger aus dem Tierheim stieß ich auf diese Seite und schlug unmittelbar in diesem Thread auf. Welch Glück, denn so fühle ich mich nicht mehr ganz so allein - nicht, dass ich Angst hätte ... Aber ungewohnt ist es doch, eine 12jährige Mietz im Winzversteck neben der Heizung zu wissen. Sie lässt sich zwar streicheln, aber kommt eigentlich nur des Nachts hervor. Dann hör ich sie durch die Wohnung trappeln. :mrgreen: Wie ich dieses Geräusch liebe!

Nein, was mich wirklich etwas belastet, ist das Nichtwissen um ihre Vergangenheit - wie es ja bei fast allen Tierheimbewohnern der Fall ist. Schlecht behandelt, gequält, ausgesetzt etc. Meine kam durch das Vetmed-Amt ins Tierheim. Und dadurch ist sie mir natürlich noch fremd. Wer ist sie? Wen habe ich mir da in die Wohnung geholt? Nun sitzt sie da im Versteck an der Heizung, lässt sich streicheln, gibt Köpfchen, schnurrt, aber ich habe noch nicht das Gefühl, dass sie richtig angekommen ist, gleichwohl sie alle ihr angebotenen Plätze (Futter, Wasser, Klo) angenommen hat. Puh!!! Heißt das, dass sie hier bleiben will?

... Just in dem Moment, da ich dies schreibe, WAAAAAAAHHHH, ist sie wie ein kleiner schwarzer Schatten an mir vorbei gehuscht, ab, hinaus in die Küche, denn da wartet Butterfisch auf sie. :lol:

Keine zwei Minuten später ist sie wieder da, - ein Blick zur Tür und ihr schwarzer Kopf ist wieder verschwunden, nur um sogleich wieder aufzutauchen. Husch, durch die Tür hindurch und ab aufs Klavier, balanciert sie nun übers Bücherregal - hin zum alten Schrank in der Ecke. Auf dem steht ihr neues Kuschelhaus ... Die Neugier siegt ... - siegte wenigstens für einen Augenblick, denn nun ist sie wieder verschwunden. Wohin? Na, in ihrer Ecke neben der Heizung.

Boah, aber das war eben eine Überraschung!!! Gut, dass ich mit Tippen beschäftigt war, sonst hätte ich sie zu sehr beachtet und womöglich verschreckt.

Sie kam letzten Sonntag mit mir mit und mir ist klar, dass ich Geduld haben muss. Ich werde sie zu nichts drängen. Ich freue mich aber schon auf den Tag, da sie ihre Angst abgelegt und zu mir auf die Couch kommt. Bis dahin huscht hier eben immer ein kleiner schwarzer Schatten an mir vorbei, den ich mit Fisch locken kann ... :razz::p ... und zur Abwechslung lese ich ihm vor - E.T. - der Außerirdische. Passt so schön.

So, das waren in aller Kürze meine ersten Erfahrungen mit meiner kleinen Maus - hups, mit meinem Schwärzchen.

lg,

Arik
 
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