Tierschutz kennt keine Grenzen!

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  • Tierschutz kennt keine Grenzen! Beitrag #1
streunerhof

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Es gibt wohl kaum einen Spruch, der mehr strapaziert ist. Und wenn ich ihn höre oder lese lächel ich entweder bitter oder mir kommen vor Wut die Tränen.

Warum?

Tierschutz kennt sehr wohl Grenzen. Ich spreche nicht von internationalen sondern von nationalen Grenzen.

Jeder, der nahe einer Landkreisgrenze wohnt, wird es schon erlebt haben, wenn er einem Tier helfen wollte. Da ist TSV A nicht zuständig, weil eigentlich TSV B zuständig ist. TSV B sagt, ne, in der Ecke sind wir nicht aktiv, versuchen Sie es mal bei TSV C. TSV C liegt im Nachbarlandkreis und sagt, TSV B ist zuständig. Wenn es um Spenden geht, dann sind alle TSVs da und halten die Hand auf, aber wenn sie helfen sollen, sind alle nicht zuständig.

Manchmal könnte ich echt ko....
Wenn es in der Gegend niemanden gibt, der sich dem Tierchen dann annimmt, dann wird ihm garnicht geholfen.

Ich weiß, dass es nicht nur mir so geht, habe auch zu anderen Regionen Deutschlands gute Beziehungen.

Solange es die Grenzen innerhalb unseres eigenen Landes gibt und viele Menschen, die helfen wollen, so vor den Kopf gestoßen werden, wie soll da internationaler Tierschutz funktionieren?

Bitte beachten: es geht um Tierschutz, nicht um Vermittlungen. Und zwar genau um die inländischen Zustände!
 
  • Tierschutz kennt keine Grenzen! Beitrag #2
tja...wir wohnen auch in so einem "Bermudadreieck"


grade erst..ein "Streuner" durchgefüttert und gehätschelt von der Nachbarschaft ist wohl (vermutlich) den Huskys von gegenüber zu nahe gekommen..er hat es überlebt..mit riesen Wunde am Hals/Eiter/Maden blabla..

schon alleine das Ausleihen einer Katzenfalle war ein Kapietel für sich...

lange rede kurzer Sinn...wir ( also ich) haben ihn gefangen, auf Gemeinschaftskosten der Nachbarschaft Tierarzt-versorgt und kastriert und geimpft...da der "Toto" so ist, wie er ist, lebt er weiter in unserere Straße als "Herrenloser"...nur hat er mittlerweile ein Sparschwein...( und wird regelmäßig Tierarzt-versorgt...ich habe das clickern mit ihm eingefangen, um das Handling zu vereinfachen...)
 
  • Tierschutz kennt keine Grenzen! Beitrag #3
achja.. davon kann ich auch ein lied singen...
hab sogar einen ganz aktuellen fall.. seit ein paar wochen/monaten geister ne hübsche schwarze dame bei meiner oma rum (die wohnt genau gegenüber von mir) die ne ziemlich zertrümmerte hüfte hat und das eine hinterbeim fast waagrecht vom körper wegsteht.
sie ruft in ansbach beim Tierheim heim und schildert die situation, die sagen ihr gunzenhausen is dafür zuständig (obwohl wir landkreis ansbach sind). so, oma ruft im Tierheim in gunzenhausen an und die sind richtig unverschämt zu ihr gewesen. meinten wenn sie die katze aufnehmen, dann muss meine oma die vollen kosten/verantwortung für die katze übernehmen und sie muss sich drum kümmern, dass sie vermittelt wird.
ok, oma stinksauer und nimmt sich der katze mehr oder weniger an..
katze sehr scheu, lässt sich nicht anfassen oder geh in die nähe des menschen.. oma stellt ihr halt regelmäßig was zum essen raus..
so.. jetzt is die katze trächtig geworden.. ich hab natürlich richtig panik bekommen wegen der kaputten hüfte, ob die die geburt übersteht.. hab mir überlegt sie einzufangen und mich um sie zu kümmern oder zumindest zum Tierarzt zu bringen.. aber keine chance.. die madam is viel zu scheu..

naja, ich mit lauter verzweiflung und angst ins ansbacher Tierarzt (wo ich zum glück ehrenamtlich arbeite) hab ihnen die situation erklärt und komischerweise hats funktioniert..
meinten so zu mir: ich kann mir gerne ne katzenfalle ausleihen und versuchen die katze zu fangen und wenn ich sie hab, kann ich sie gerne her bringen..
ok, alles schön und gut.. jetzt hat die katzen-dame vor ca. 3 tagen ihre babys bekommen (is zum glück alles gut gegangen.. mama gehts prächtig) aber wir wissen nicht wo.
mama kommt auch nur noch einmal am tag zu meiner oma um was zu fressen.. oma is seitdem nur noch am suchen im ganzen dorf wo sie die babys hat, aber kein schimmer.. noch nix gefunden..
d.h. solange wir die babys nicht finden können bzw. bis sie alt genug sind, können wir die alt net einfangen und wegbringen..

aber ich schweife ab..

um auf den punkt zu kommen.. man muss glaub ich fast beziehungen haben, damit man ernst genommen wird..

meine oma kennt keiner und sie wurde von einem zum anderen "geschoben" während ich nur einen mucks gemacht habe und alle voll meiner meinung waren, weil sie mich halt kennen..
finde ich schon traurig..
 
  • Tierschutz kennt keine Grenzen! Beitrag #4
Bitter ist es manchmal mit Fundtieren. Da mußt manchmal aufpassen, auf welcher Strassenseite sich das Tier befand. :shock:
 
  • Tierschutz kennt keine Grenzen! Beitrag #5
tja..die Gemeinden suchen halt den "billigsten" Anbieter zum "verwahren"...bei uns ist es ein Hundeschulunternehmen mit Hunde-und Katzenpension ( )..jaja..sammelt mann einen Hund auf ( mir schon ein paarmal passiert, denn Hunde gesellen sich gerne zu anderen hunden...ist der Tenor: " ja, können sie ihn nicht behalten??" Wenn halter bekannt, dann vielleicht auf nacht dann dorthin bringen..ect... und bewi katzen..."mein, die wird schon irgendwohin gehören...nehmen sie sie soch wieder mit zurück...hier sucht die doch eh keiner...

und wenn mann mal den Amt´s vet braucht....himmelhilf....
 
  • Tierschutz kennt keine Grenzen! Beitrag #6
Bei Katzen heißt es bei uns auch nur: können sie die nicht behalten? Wir sind voll.

Hunde habe ich noch nicht gefunden, es gibt hier bei uns im Dorf eher wenige und da weiß man auch, wo welcher hingehört.
 
  • Tierschutz kennt keine Grenzen! Beitrag #7
Tja...da muß mann ( Kater) es so schlau machen wie mein Rudi...

Als ein total zerbeulter und rumgeschubster Streuner mit Katzenschnupfen hatte er schon alles ausgekundschaftet ( sicher auch, dass meine Katzen im Gehege leben und 3 Dobermänner bei uns laufen) und als ich die Stufen vor dem Haus herunter kam ( in Uniform/mit Einsatztasche und Dobi bei Fuß zur Nachtschicht wollte) hat er sich über die Straße gestürzt, Hund und mich ( in der Reihenfolge!!) begrüßt, meine Schulter geentert und sich dort festgekrallt und geschrieen und gejammert.....naja..fremd war er ( ich kenne alle Katzen/Viecher hier) und so habe ich ihn schnell mit Notkloo/Futter/Kuschelkarton in die leerstehende Freiflugvoliere der Vögel getan und dem Göttergatten einen Zettel hinterlegt..

300,-€ Tierarzt-Kosten weiter...saß er schon lange fest etabliert auf dem Sofa...der hat vom ersten tage an so getan, als ob er hier hereingeboren worden wäre und selbst meine kritische alten Hündin ( die hat einen "Frollein-Rottenmeier-Komplex") können diesem Chameur und Filou nix entgegensetzen....

aber leider ist mein persöhnliches Limit mit 3 Katzen und 3 Hunden voll ausgereitzt..mehr kann ich mir nicht leisten...da fehlt Platz,Zeit und Geld...
 
  • Tierschutz kennt keine Grenzen! Beitrag #8
Ne, bei uns kommt keine mehr ins Wohnzimmer. Also keine zugelaufene. Die kommen, wenn sie denn kastriert und gesund sind ins Katzenzimmer und harren dort dann ihrer neuen Menschen. :wink: Wobei mir das bei mancher sehr extrem weh tut, wenn sie dann ausziehen darf.
 
  • Tierschutz kennt keine Grenzen! Beitrag #9
Wobei mir das bei mancher sehr extrem weh tut, wenn sie dann ausziehen darf.

wenn es dir nicht weh tun würde , wärst du keine katzen-närrin . jeder katzenverückte der eine katze/kätzchen hergeben muss hat herzschmerz. so ist es , so soll es sein und so wird es bleiben .

v.g.

Frank R.
 
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