Ich glaube, dass es viel einfach wäre, wenn du die Leute direkt ansprichst, was für Katzen/Kater denn kastriert werden können.
Es ist tatsächlich so, dass es Sachbeschädigung ist, wenn man eine fremde Katze einfängt und kastrieren lässt.
Weißt, du hast abends deinen Flyerentwurf eingestellt und ihn am nächsten Tag verteilt. Ich fand ihn nicht gut, aber da war es ja schon geschehen. Leider kann ich 1. nicht alle Beiträge hier lesen und 2. bin ich auch nicht täglich hier.
Ich mache es grundsätzlich so, dass ich erst die Flyeraktion starte und dann aktiv werde. Aktiv in dem Sinn, dass ich mit den "Verursachern" des Elends erst einmal rede, Hilfe anbiete. Mir natürlich auch Mitstreiter suche, die die Aktion unterstützen. Das ist übrigens der schwierigste Teil der Übung.
Dann werden die Katzen, da meist sehr menschenscheu, erst einmal 2-4 Wochen angefüttert. Dadurch bekommen wir einen Überblick, um wie viele Katzen es sich handeln wird. Und die Katzen gewöhnen sich daran, dass es zu einer bestimmten Zeit Futter für sie gibt. Das erleichtert das Einfangen ungemein.
Mit einer Falle kommt man nicht weit. Das ist ja eine Neverending Story. Ok, wenn es nur um bis zu 5 oder 6 Katzen geht, komme ich auch mit einer Falle klar, aber ich habe einige passende Umsetzkörbe.
Wenn du in einem Dorf mit 90 Menschen lebst, sollte doch die Möglichkeit bestehen, dass du die dazu gehörigen Katzen auch kennst. Wir haben 360 Bewohner und ich kenne von allen die Katzen. Und ich weiß auch, von welchem Hof welcher Streuner kommt. Deshalb erkenne ich auch sofort, wenn eine Katze an unseren Futterstellen nicht aus unserem Ort ist. Das sind entweder Katzen/Kater aus den umliegenden Ortschaften oder ausgesetzte Tiere. Das ist dann aber schon Teil 2 solcher Aktionen. Überwachung des Bestandes und sofortiges Eingreifen (Kastration) bei zugewanderten Katzen.
Und es ist wirklich nicht einfach festzustellen, was eine Streunerkatze ist. Meine Katzen sind im Sommer auch alle sehr schlank und ich habe auch einige, die tränende Augen haben. Das ist chronisch und wird behandelt, aber die Augen tränen halt trotzdem. Bei meinem Flori z.B. würdest du sofort versuchen, ihm mindestens 1 kg drauf zu füttern. Wird dir aber genauso wenig gelingen wie mir. Und seine tränenden Augen rühren aus der schlimmen Krankheit seiner Babyzeit. Da würde ich dir aber ordentlich auf die Finger klopfen, wenn du ihn als Streuner bezeichnen würdest. Oder meine Maja, die wegen ihrer Nierenprobleme Phasen hat, wo sie nicht nur zaundürr ist, sondern ihr Fell auch "ungepflegt" aussieht. Zusätzlich hat sie chronischen Schnupfen. Das ist aber auch keine Streunerin, nur eine ehemalige.
Ok, davon ab sind meine auch alle (bis auf einen) tätowiert. Und ich werde meinen 11jährigen Senior nicht extra wegen einem Tatoo in Narkose legen lassen.
Du bist auf einem guten Weg, mußt aber noch viel lernen, was alles zu beachten ist.
Für heute ist es erst einmal genug. Wenn du magst, kannst mir per PN deine Telefonnummer schicken, aber bitte FN, da habe ich ne Flat. Am Telefon lassen sich viele Dinge leichter bereden als schriftlich. Beim Lesen kommt vielleicht einiges anders rüber, als es eigentlich gemeint ist.