Hallo ihr Lieben,
ich habe mich eben in dieser Community angemeldet, um mir zunächst ein wenig Kummer von der Seele zu schreiben.
Unsere kleine süße, hochintelligente, einmalige, unvergessliche Cleo, starb diesen Montag bei ihrer Kastration.
Sie war gerade erst 1 Jahr 9 Monate alt. Sie war immer noch zu zart um kastriert zu werden. Also ließen wir ihr und ihrem Körper noch etwas Zeit. Als es dann soweit sein sollte, war die Kleine dann im Januar schon schwanger. Am 01.04.2010 schenkte sie und 5 wunderbare gesunde Babys. Nun, zwei Monate später, waren die Kleinen schon auf richtige Nahrung umgestellt und der Tierarzt gab uns sein okay. Wir wollten die Kleine nicht mehr drinnen gefangen halten und sie endlich wieder rauslassen, sie war schon die ganzen letzten Wochen so sehnsüchtig. Da die Babys nun auch groß genug waren, um mit rauszugehen und notfalls auch einige Stunden allein zurechtkommen konnten, sollte es also so weit sein.
Vor der OP hat der
Tierarzt Cleo gründlich untersucht. Ihre Figur war tiptop, es hatte sich alles von der Schwangerschaft bestens zurückgebildet, der
Tierarzt sagte noch, es seien die besten Voraussetzungen überhaupt gewesen. Er hat sogar noch eine Blutprobe genommen, die auch zu keinen Zweifeln führte. Die OP verlief bestens, es ging alles gut. Doch als er während der Beobachtungsphase nach ihr gesehen hatte, war sie ganz plötzlich tot. Ich gehe davon aus, dass das der übliche Narkosetod war.
Kann es trotzdem sein, dass die fünf Kinder ihren Körper einfach zu sehr belastet hatten? An sich hätte der
Tierarzt das doch feststellen müssen, als er sie doch untersucht hat, oder? Der
Tierarzt meinte, es könnte sein, dass ihre Leber durch die Babys zu sehr beansprucht wurde. Doch diesen Zusammenhang verstehe ich nicht. Ich selbst war nicht bei ihm, er erklärte es meiner Mutter. Aber hätte er Leberprobleme doch bei der Blutanalyse feststellen müssen...
Eigentlich will ich über solche Fragen nicht mehr nachdenken, nur kommt es in einer schlaflosen Nacht wie der jetzigen nur immer wieder auf... Die Fragen nach dem warum usw. Vlt hätten wir sie noch, wenn wir sie einfach eher hätten kastrieren lassen können oder etwas später. Nur wäre sie auch gleich wieder schwanger geworden, da ihre Eierstöcke auch schon wieder empfangsbereit waren.

Ich liebe dieses Tier so sehr... ich kann es einfach nicht verstehen.
Ursprünglich wollten wir drei der Katzenbabys behalten und zwei weggeben. Nun haben wir erstmal die Pläne verworfen und wollen nun den Kleinen all unsere Liebe geben, zumindest für die nächsten Monate noch (später bekommen sie natürlich auch noch Liebe!). Sie helfen uns sicher auch, den Tod zu verkraften. Jedoch besonders meiner 12 jährigen Schwester. Ihr wurde Cleo zum 11. Geburtstag sozusagen "geschenkt" bzw. zur Verstärkung für unseren mittlerweile 16 Jahre alten Kater angeschafft. Unser Haus und Hof sind so groß, da würden alle Platz finden.
Auch für unsere Babys dann die Frage, da wir sie früher oder später auch wieder zum
Tierarzt schaffen müssen um sie kastrieren zu lassen: Ist es wahrscheinlich, dass wenn der Mutter ein solches Leid geschehen ist, den Kleinen bei so einem Eingriff auch einmal was passiert? Kann der
Tierarzt dann irgendwie Sicherheitsmaßnahmen treffen?
Mittlerweile sind die süßen 9 Monate alt. Wie sehr fehlt ihnen ihre Mutter jetzt? Der
Tierarzt sagte, es sei jetzt unproblematisch.
Ich bin diese Woche extra heimgekommen, da tagsüber sonst keiner zuhause ist, der sich um die Kleinen rund um die Uhr kümmern kann. Sie tollen immerzu lustig durch unsere Wohnung, dass ihnen ihre Mama fehlt, fällt mir nicht auf. Es passiert nur das ein oder andere Malheure, dass eines der Kleinen einmal nicht auf die Toilette geht, sondern das Häufchen auf dem Sofa oder woanders landet. Das passiert aber auch nur selten.
Über Nacht sind sie in unserem Badezimmer, da ihnen dort unbeaufsichtigt nichts passieren kann. Ich höre es jetzt ab und an einmal quietschen. Sonst war ihre Mami sofort bei Stelle, wenn das geschehen ist. Ist es schlimm, wenn man sie einfach quieken lässt? Ich glaube, sie machen es, einfach um Aufmerksamkeit zu bekommen? Ich geh jetzt nur nicht hin, da sonst über Nacht ja auch keiner da ist, weil alle schlafen und sie so zurecht kommen müssen. Ist das richtig? Sonst bin ich den ganzen Tag jetzt bei Ihnen gewesen, habe mir nur ab und an eine kleine Pause gegönnt, da die fünf mit der Zeit sehr anstrengend werden können.
Muss ihnen sonst in diesem Alter von uns noch irgendetwas beigebracht werden oder kommt es alles instinktiv?
Wie sollten wir es anstellen, wenn wir sie dann an den Garten gewöhnen möchten? Ursprünglich sollten sie ja nun mit ihrer Mami rausgehen.

Wir dachten daran, dass wir immer, jenachdem wie viele mit in den Garten kommen können, 1 oder 2 Kätzchen mitnehmen und sie entweder allein etwas rumtappeln lassen oder sie zumindest bei der ersten Runde an der Leine laufen lassen? Wir können sie ja nicht sofort unbeaufsichtigt rauslassen, da würde ja sicherlich sonstwas passieren und sie würden vlt auch nicht zurückkommen?
Cleo hat damals ihre ersten Monate auf einem Bauernhof verbracht, darum hatten wir mit ihr bei sowas keine Probleme und auch keine Erfahrungen.
Wenn ihr mir sonst noch Tips für die Kleinen geben könnt, immer her damit. Ich habe nun nur so schreckliche Angst, dass wir noch eine Katze verlieren. In Gedenken an ihre Mami sollen sie bei uns den Himmel auf Erden haben, es wäre zu schrecklich, noch so einen Verlust früher oder später zu haben.
Ich bedanke mich für alle eure Antworten und entschuldige mich für diese Textflut!
Madeleine
Fräulein Cleo,, wir vermissen dich so schrecklich doll! :'(