Mutter-Kind-Beziehung

Diskutiere Mutter-Kind-Beziehung im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Es gibt ja diese eine Regel, Kätzchen nicht vor der 12. Lebenswoche von ihrer Mutter zu trennen. Ich frage mich, warum das so ist? Was genau...
  • Mutter-Kind-Beziehung Beitrag #1
Kitty_Cat_91

Kitty_Cat_91

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Es gibt ja diese eine Regel, Kätzchen nicht vor der 12. Lebenswoche von ihrer Mutter zu trennen. Ich frage mich, warum das so ist? Was genau lernen sie von ihrer Mutter, dass es so fatal sein kann, sie schon früher zu trennen? Wie stark ist die Bindung zur Mutter, Geschwistern und vielleicht auch zum Vater?

Da ich mich damals nicht auskannte, habe ich Shila mit 10 Wochen zu mir geholt. Hätte ich gewusst, dass es schlecht für's Kätzchen sein kann, hätte ich noch gewartet. Wobei ich zum Glück keine Defizite bei Shila feststellen kann.

Danke im Voraus für Antworten, diese Frage beschäftigt mich ziemlich oft..
 
  • Mutter-Kind-Beziehung Beitrag #2
Meist werden die Babys erst mit der 8. Wochen langsam von der Mutter entwöhnt (auch wenn einige etwas anderes behaupten) & die Babys brauchen einfach die Nähe und den Kontakt der Mutter für mind. 12 Wochen, um von ihr alles zu lernen, was sie für das Leben stark macht. Physisch als auch psychisch.

Hinzu kommt, daß die 7. -9. Lebenswoche GANZ wichtig für Katzenbabys ist. Das ist die sogenannte "Prägephase", in der sie von der Mutter den Kontakt zu Menschen, das Jagen, die sauberkeit: wie bin ich stubenrein, wie putze ich mich selber, wann und vor allem wie ziehe ich die Krallen ein. Die Regel das an den Dosis nicht hoch geklettert werden darf und viele andere sachen...
Für die Festigung der Erfahrungen sind dann die neuen Besitzer zuständig.

LG

 
  • Mutter-Kind-Beziehung Beitrag #3
Ich zitiere einfach mal - Katzenseele

Das glückliche Kätzchen, das mindestens drei bis vier Monate bei der Mutter und seinen Geschwistern zubringen durfte, hat kaum Erziehung nötig. Mit autoritärer Strenge, einschließlich vieler kräftiger Backpfeifen, hat die Katzenmama ihm alles beigebracht, was es zu einer guten Kinderstube nötig hat.
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Katzen, die lange bei der Mutter bleiben durften, lernen später leichter, sich den Geboten ihres Menschen zu fügen und sind zuverlässiger in deren Einhaltung. Sie haben ja beizeiten erfahren, was Autorität bedeutet! Darüber hinaus sind solche Katzen weniger ängstlich, geschickter im Spiel und psychisch stabiler.
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Leider ist die Meinung nicht auszurotten, dass ein Kätzchen mit sechs Wochen alt genug sei, um von Mutter und Geschwistern weggerissen zu werden. Es sind aber eben immer wieder solche Katzenwaisen, die später zu den absonderlichsten "Wohnungsneurosen" neigen. Das ist nicht weiter erstaunlich, denn selbst der beste Katzenkenner kann nicht die Nestwärme, die mütterliche Liebe und Strenge ersetzen. Noch was sei hier zum Thema "Katzenwaisen" gesagt: Ein Sechswochenkätzchen bleibt zeitlebens anfälliger gegen Infektionskrankheiten, und es stirbt leichter daran. Wer also ernstlich von sich behaupten will, dass er Katzen liebt, sehe davon ab, ein Jungtier zu früh von seiner Familie zu trennen, und sei es noch so "niedlich" und "süß"!
 
  • Mutter-Kind-Beziehung Beitrag #4
Naja, also in mancher Hinsicht ist Shila, die mit 10 Wochen von ihrer Mama auszog, schon anders, als Chico, der bis zu 14 Wochen bei seiner Familie war. Shila ist etwas scheu, anfangs war das noch extremer. Mittlerweile wird sie zum Glück lockerer. Sie brauchte bis zu 'nem halben Jahr, um sich an unseren damaligen Nuezugang Chico zu gewöhnen. Und was ihr des öfteren misslingt, ist das vergraben ihrer Häufchen, die sie ins Kaklo setzt. Sie gräbt & gräbt, aber zur falschen Richtung.

Wird das auch was mit der Mutter zu tun haben?
 
  • Mutter-Kind-Beziehung Beitrag #5
Ich weiß es nicht.

Mein Sternchen Lilly kam mit 8 Wochen zusammen mit ihren Geschwistern, aber ohne Mutter ins Tierheim, mit 11 Wochen dann zu mir. Die hat ihre Geschäfte immer akkurat zugebuddelt, hat eher noch einen Wutanfall bekommen, wenn ich beim Kaklo-Reinigen alles rausgeholt habe :roll:

Wie lange Sultan bzw. Pascha, meine jetzigen Kater, bei der Mutter waren, kann ich nicht sagen. Sie sind erst mit geschätzten 5 Jahren zu mir gekommen. Pascha ist sehr penibel, wenn es ums zu scharren geht. Sultan dagegen setzt sich ins Klo, verrichtet sein Geschäft und geht wieder. Falls er wirklich mal Lust hat und zu scharren will, endet das ergebnislos.
 
  • Mutter-Kind-Beziehung Beitrag #6
@Kitty_Cat_91
ja vermutlich, sowas schauen sich die kleinen von der Mama, den anderen Katzen die in der Fam. leben und von den Geschwistern mit ab.
Auch das Selbstbewusstsein der kleinen entwickelt sich mit Hilfe der Mama und anderen Artgenossen in der Prägephase.
LG
 
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