Jazzro hat recht. Das sind nicht die Flegeljahre, sondern er möchte einfach spielen. Das ist kein Hund, es gibt keine "Flegeljahre" in denen die Erziehung schwierig wird, und danach wird er brav und folgsam.
Klar, er ist jetzt in einem Alter, in dem er unter anderem seine Grenzen ausprobiert. Aber er ignoriert die "Bestrafung" nicht, sondern für ihn ist das ganz einfach kein gültiges Konzept.
Er braucht, auch, damit er deine Möbel in Ruhe lässt, eigentlich einen gleichwertigen Partner mit und an dem er ausprobieren kann, wie kräftig man kratzen kann, bis ein aufjaulen kommt, wo man sich am besten im Gegner verbeisst, wenn man sich mal wehren muss und so weiter.
Es liegt in seiner Natur, einfach mal zu sehen, wo und wie er am meisten Reaktion erzielt.
Zudem kann man als Mensch das Tier einfach nicht 24/7 beschäftigen, d.h. wenn ihm langweilig ist, dann kommt er noch eher auf die Idee, was "neues" z.b. das Sofa auszuprobieren.
Wenn er aber z.b. Freigang bekommen kann, dann kann er das auch draussen an Bäumen und Büschen oder anderen Katzen versuchen, auch das kann helfen, dass er zuhause ruhiger ist.
Wenn du mit ihm spielst, ihn also von deiner Hand ablenkst, löst du leider sogar eher das Gegenteil aus: er lernt, dass, wenn er die Hand angreift, immer etwas spannendes passiert, und ihm nicht mehr langweilig ist.