Hallihallo,
unser 16-jähriger schwarzer und ansonsten kerngesunder Kater Cassius hat sich vor ca. drei oder vier Wochen einen bitterbösen Kampf mit einem (im Vergleich zu ihm) jungen Kater geliefert, der auch noch doppelt so groß ist wie er. Dabei hat er sich eine schlimme Krallenwunde am linken Vorderlauf (nahe des Gelenkes und der Brust) zugezogen. Schien zuerst (war mitten in der Nacht) nicht besonders schlimm zu sein, aber am nächsten Tag hat er so erbärmlich gehinkt, dass ich gleich mit ihm zum nächsten Tierarzt gefahren bin. Dort hat man ihm eine Antibiotikaspritze gegeben da eine Entzündung befürchtet wurde. Ich musste ihm die nächsten paar Tage weiter Antibiotika-Tabletten geben - was das für ein Akt sein kann, weiss wohl fast jeder Katzenbesitzer. Mit unter das Futter schmuggeln war nicht, er ist (unsere Schuld) sehr krüsch und hat sich einfach nur verächtlich abgewendet. Letztendlich musste ich die Tabletten mit etwas Wasser zu einem Brei verarbeiten, den ich ihm dann eintrichtern musste. Sein Hinken wurde schnell besser (da war eine Entzündung im Anmarsch) und wir waren natürlich heilfroh. Kaum war er den ersten Tag wieder draußen kam er am Abend wieder hinkend rein. Kampfspuren und Verletzungen gab's aber nicht. Also sind wir noch einmal zum Doc, der hat festgestellt dass sich die Wunde zu schnell geschlossen hat und wohl noch Bakterien drin sind. So gab's dann noch einmal ein paar Tage lang Antibiotika. Da Cassius einen sehr starken Drang nach Draußen hat konnten wir ihn nicht lange in der Wohnung "festhalten". Jetzt ist es leider so dass er, wann immer er von draussen wieder reinkommt (meistens liegt er faul im Gebüsch neben der Haustür - es ist ziemlich warm hier im Moment), für kurze Zeit stark hinkt. Da ich mir in der Zwischenzeit dann auch intelligenterweise den Knöchel gebrochen habe ist ein Nachbar netterweise dann ein drittes Mal mit ihm zum Tierarzt. Diesmal ein anderer Doc, weil unserer Urlaub hat. Dieser konnte nichts Definitives feststellen, tippt entweder auf Entzündungsreste oder Verletzungen an der Knochenhaut - was Beides von selbst weggehen soll - oder Arthrose. Das mit der Arthrose halte ich trotz Cassius Seniorenalter (16 Katzenjahre = 80 Menschenjahre) für ziemlich ausgeschlossen, da das Hinken erst nach dem Kampf aufgetreten ist und es ansonsten wirklich keinen gesünderen Mausekater gibt als ihn.
Hat hier jemand schon Erfahrungen gesammelt und kann mir helfen? Ich möchte den Ärmsten nicht schon wieder zum Tierarzt schleppen, er hasst das wie die Pest.
Herzlichen Dank im voraus!