@ JaKeLiNe - .. OT, sag' mal, gibt es in Waldbröl eine Art Stauwehr/Kleinstwasserfall der Sieg mit Gänsen?
.. dann wäre ich da bereits gewesen ...
weiss ich nicht, da war ich noch nicht. Aber mich hast Du ja auch nicht gefragt ;-)
Meine kleine Langhaarkatze lebte sich wieder ein bei mir und meinem Kater. Bei mir hatten die beiden Tiere kein so großes Bedürfnis die Wohnung zu verlassen. Der Kater sowieso nicht, aber auch die kleine Waldkatze nicht. Bei meiner ersten Katze musste ich sehr gut aufpassen, sie lauerte auf jede Türe, die geöffnet wurde und, sie war sehr schnell. Der kleine Kater, den ich jetzt habe, zeigt das gleiche Verhalten. Meine Langhaarkatze und mein Kater gingen ab und an im Haus spazieren, waren bei allen Nachbarn bekannt und kamen maunzend wieder heim.
Unsere zweite Katze, aus dem Tierheim, hatte Angst im Freien. Wenn wir sie in den Garten setzten, raste sie - fast auf den Boden gedrückt - zurück in die Wohnung. Sie verschwand in der hintersten Ecke der Wohnung und kam erst wieder zum Vorschein, wenn keine Gefahr mehr bestand, dass wir sie raus lassen würden. Sie war schon erwachsen, als ich sie übernahm, sie war ausgesetzt worden, aber sie war auch mißhandelt worden. Sie war sehr sensibel und verlor die Haare an ihren Beinen, wenn sie sich aufregte. Die Beine wurden dann ganz kahl. Sie war nicht der Aggressator unserer beiden Katzentiere, sie hätte nicht angegriffen, aber sie hat sich gewehrt. Meine erste Hauskatze, die mit jedem Tier zurecht kam, ertrug es nicht, dass wir eine zweite Katze ins Haus nahmen. Ich hätte sie ins Tierheim zurückgebracht, es war auch von vorneherein vereinbart, denn ich hatte unsere häusliche Situation dort beschrieben, aber mein Lebenspartner hat sich geweigert, das Tier herzugeben. Er wollte, dass ich meine erste Katze hergeben sollte. Das kam natürlich nicht in Frage. Ich hätte mich nie von meiner ersten Katze getrennt, eher von meinem Lebenspartner...
Meine langhaarige Waldkatze war also wieder zuhause. Sie setzte sich auf Ihr Plätzchen auf der Kommode und beobachtete mich wachsam und interessiert. Sie war sehr schön, ganz langes seidenweiches Haar, grau mit weiß, ein wunderschönes Gesicht, Ohren wie ein kleiner Luchs mit weißen Fädchen, sie hatte 'Wattebäuschchen' zwischen den Zehen, einen sehr langen, sehr behaarten Schwanz. Das Tier war eine zarte, anhängliche, sehr sanfte Hauskatze, die ihre Krallen nicht gebrauchte, nichts kaputt machte, sehr gut springen konnte und lautlos wieder aufkam. Sie war sehr grazil und sehr elegant. Der große Kopf hat sich bei all dem Fell und den langen Haaren im Lauf der Zeit ein bisschen verloren.
Irgendwann wurde meine langhaarige Katze unruhig. Sie begann zu miauen und benahm sich anders, unruhig, unzufrieden, sie zerkratzte meine Tapeten, warf ihr Futter um sich, verteilte das Katzenstreu in der Wohnung. Ich dachte, dass sie nun endlich rollig wäre. Ich konnte nicht zum Tierarzt, da ich kaum noch Geld zum leben hatte. Ich hab die beiden Katzentiere dann in den Vorraum gesetzt, denn der Kater benahm sich auch nicht viel besser. Damals war ich sehr depressiv und habe mich kaum noch um meine Katzentiere gekümmert. Der Freund kam zu Besuch, sah 'seinen' Kater im Vorraum und nahm ihn mit: "was Du mit Deiner Katze machst, musst Du selbst verantworten, mit meinem Kater gehst du so nicht um!" Er hat auch Katzen und wohnt ebenerdig in einer anderen Stadt, der Kater lebt seitdem bei ihm. Nun war ich mit meiner Katze allein, holte sie wieder ins Wohnzimmer und erlaubte ihr ratlos, meine Einrichtung zu zerstören. Sie zeigte ein, für sie, sehr seltsames Verhalten. Sie wollte auch unbedingt raus. Sie war kratzbürstig, unfreundlich, unnahbar, irgendwie war sie schlechter Laune. Sie maunzte sehr viel und, sie wurde immer dicker....
Als ich meine kratzbürstige Langhaarkatze mal wieder auf den Schoß nahm und ihren Bauch abtastete, wusste ich dann Bescheid: Nachwuchs. Ich stellte meine Tochter telefonisch zur Rede, sie hat mir dann von dem Nachbarskater erzählt, der bei ihnen ums Haus schlich und immer mal wieder auf dem Fensterbrett saß. Der Nachbarskater hatte anscheinend auch Flöhe gehabt, denn ich hatte - außer meiner Katze - noch eine Vielzahl weiterer Mitbewohner, mit einer gewissen Ähnlichkeit mit Blutsaugern: Flöhe. Es war nicht ganz einfach, sie wieder weg zu kriegen. Ich hab das leider auch nicht frühzeitig genug bemerkt. Ich hab meine Katze oft gekämmt, aber Flöhe sah ich nicht. Ich bemerkte sie erst, als sie mich bissen.
Und dann ... dann kam die Entbindung unter dem Schaukelstuhl. Ein Kind wurde tot geboren. Vier Fellhaarknäulchen lebten. Meine Katze leckte sie sauber, legte sich hin und ließ sie trinken. Ich hab sie und ihre Kinder dann in ein Kinderbett gesetzt, wo die Kleinen sicher aufgehoben waren. Meine Katze hat sich rührend um ihre Kinder gekümmert. Sie wuchsen heran, gediehen gut und wurden kleine pummelig-runde Langhaarschönheiten. Wir haben mit ihnen gespielt, meine Katze und ich. Ich durfte ihre Kinder streicheln, in die Hand nehmen. Sie hatte völliges Vertrauen zu mir. Nach ca 4 Wochen hat sie aufgehört zu stillen. Ich hab mich beraten lassen, holte mir Katzenmilch und hab die Katzenkinder mit Löffeln und Fläschchen gefüttert. Es ging eine ganze Weile hut, die Katzenkinder waren ca 8 Wochen alt, als das größte der kleinen Katzenbabies tot auf seinem Kissen lag. Ich weiss nicht, woran es gestorben ist, es war tot. Die anderen tollten herum. Dann, ein paar Tage später, starb das zarteste der Jungtiere, ein kleines Mädchen.
Die beiden grauen Kater blieben am leben. Sie sind beide noch in der Familie, einer lebt bei meinem Sohn, der andere bei meiner Tochter. Beide Kater waren ca. 6 Monate alt, als ich sie (kastriert) hergab. Wir hatten, kurz nachdem meine Katze abgestillt hatte, Besuch der Leute vom Tierheim. Sie wollten nicht in die Wohnung, sie wollten meine Katze sehen. Ich hab sie ihnen zitternd gezeigt. Sie war völlig sauber und ihre Zitzen hatten keine Milch mehr, man sah ihr die Schwangerschaft nicht an. Sie gingen wieder und haben sich nochmals das Versprechen von mir geben lassen, meine Katze nun endlich kastrieren zu lassen. Meine Katze wurde zusammen mit ihren Söhnen kastriert. Ich hatte wieder eine Arbeit gefunden, es ging wieder ein bißchen besser mit uns. Ihre Söhne sind heute genauso schön, wie sie es damals war.
Die Geschichte ist noch nicht zu ende...