Hallo zusammen
Ich bin zwar noch ganz neu hier im Forum, habe aber über 35 Jahre Katzenerfahrung und möchte meinen Senf auch zu diesem Thema abgeben.
Soweit zu den Fakten: Das Kätzchen ist grad mal 12 Wochen alt und eben 1 Woche in der neuen Umgebung.
Als erstes sollte man Bedenken, dass das Kätzchen sicher seine Geschwister, Mutter und die gewohnte Umgebung vermisst. Von 100 auf 0 heruntergebremst zu werden, ist sicher für niemanden einfach. Da kann es schon mal ein bissel Trouble geben.
Zweitens solltest du mehr Geduld haben ... grad mit so jungen Kätzchen. Nach grad einer Woche schon wieder über das Abgeben nachzudenken heißt für mich, dass du selbst eventuell noch nicht sehr viel Katzenerfahrung hast. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass sich junge Katzen durchaus zu Wohnungskatzen erziehen lassen, wenn man sie ausreichend beschäftigt. Die einzige Ausnahme sind halbwilde Bauernhofkatzen. Die gehen seelisch kaputt, wenn man sie einsperrt. Da helfen auch keine Fellkumpel oder noch so viel Beschäftigung. Kennst du die Herkunft oder das Umfeld des Kätzchens, bevor es zu dir kam?
Für Wohnungskatzen ist es in normalerweise besser, wenn sie einen Fellkumpel haben. Junge Katzen können sich so ausreichend austoben und auch ihre sozialen Eigenschaften ausbauen. Das entbindet dich aber trotzdem nicht von der "Spielpflicht".
Ich denke, deinem Kätzchen mangelt es einfach an Beschäftigung. Versuche, es mit einem Spielzeug vom Fenster wegzulocken und widme dich dann so lange dem Spiel, bis es von selbst keine Lust mehr hat. Und ja, grad junge Wohnungskatzen in Alleinhaltung können zeitintensiver sein, als jeder Hund.
Und nun bin ich schon wieder ruhig ... nur eines noch: Besorg eine Fenstersicherung, wenn du das Fenster auf kipp hast!