Ich habe letztes Jahr immer am Wochenende ehrenamtlich im
Ansbacher Tierheim gearbeitet. Jetzt gehts aus zeitlichen Gründen nicht mehr.
Es war zum Teil eine wirklich schöne Zeit, weil es für mich wie eine Genugtuung und Befriedigung war. Ich hab innerlich so eine Freude ausgestrahlt, weil ich zumindest den hilflosen, ungeliebten Tierchen dort helfen konnte und ein paar Stunden, ein paar Kätzchen/Hasen das Leben versüßen konnte ;-)
Auf der anderen Seite war es sehr schwer und anstrengen. Es nimmt einen mit zu sehen wieviele Tiere dort sitzen und wieviele schon seit Jahren (!) dort sind. Tiere zu sehen, wo man von ausgehen kann, dass sie niemals ein neues Zuhause bekommen werden :-( Oder man es ihnen ansieht, wie schlecht sie es vorher hatten. Das kranke Tiere einfach abgegeben werden, weil sie den Besitzern zu "lästig" geworden sind.. Sowas ist traurig.
Einmal war ich dort, da hat ein Mann seine Katze abgegeben. Der saß eine Stunde vor dem Käfig, wo seine Katze reingetan wurde und hat geweint. Ganz fürchterlich und laut. Der ist aus dem Tierheim raus mit aufgequollenen Augen und hat wirkich ganz, ganz schrecklich geweint und geschluchzt. Hab sowas vorher noch nie gesehn. Selbst die Katze hat geschrien. Durch dieses Szenario musste ich auch weinen. Warum auch immer ;-) Ich wusste ja nicht einmal warum er seine Katze abgegeben hat? Das hat mich irritiert...
Naja, ich würde trotzdem jedem, dem sowas liegt, empfehlen ehrenamtlich im
Tierheim zu arbeiten. Es sind Erfahrungswerte, unbeschreiblich. Aber man bekommt auch eine andere Sicht auf manche Dinge und erweitert so seinen Horizont ;-)