Hallo zusammen,
letzes Jahr haben wir uns entschlossen 2 Kätzchen ein neues Zuhause zu schenken. Eigendlich wollten wir damals nur eine aber als wir erfahren haben dass eine überbeibt (auf die hätte nur die Schaufel vom Bauern oder wer weiß sonst was gewartet) haben wir auch diese spontan bei uns aufgenommen.
Da die restlichen 2 Kätzchen des Wurfes an Bekannte von uns übermittelt wurden blieben alle 4 bei uns übers Wochenende.
Es hat nicht mal einen Tag gedauert da ist eines der Kätzchen verstorben . (
Es sah von Anfang an schon nicht gut aus, sah nichts da verkelbte Augen, und wirkte arpatisch, genau das gegenteil zu den anderen.
Wir waren mit der kleinen gleich am nächsten Tag beim Tierarzt, der meinte aber es sieht nicht gut aus.
Er gab der kleinen alles mögliche und sagte das wir nur hoffen können.
Wieder zuhause legte sie sich schlafen und als ich nach ihr sah (keine halbe Stunde später) war sie bereits tot . ( Sie ging viel zu früh, im Alter von nur ein paar Wochen, über die Regenbogenbrücke . (
Kein guter Start für frische Katzenbesitzer :/
Die anderen 3 erholten sich prima vom Katzenschnupfen und nach ein paar Wochen Augenpflege sahen alle kerngesund aus.
Einer der Racker wurde dann noch von einer Bekannten geholt, Jimmy und Leo blieben bei uns.
Die 2 waren ein Herz und eine Seele und schenkten auch uns sehr viel Liebe.
Ein paar Monate vergingen, alles war bestens, die kleinen wuchsen heran .. spielten, tobten, kuschelten zusammen - kurz gesagt, die schlimme Anfangszeit war vergessen.
Leider bemerkten wir dann im Juni dieses Jahres das etwas mit der kleinen (Leo) nicht stimmte.
Uns fiel auf dass sie ihr Futter, nachdem sie es gefressen hatte, gleich wieder erbrach..
Total schockiert über diese Beobachtung gingen wir sofort zum Tierarzt mit ihr.
Eines kann ich euch versichern, es war die bisher schlimmste Zeit in meinem Leben..
Der erste Tierarzt meinte sie hätte nur eine Gastritis und das lege sich wieder ..
Skeptisch ging ich mit ihr noch zur Tierklinik.
Dort wurde ziemlich rasch mittels Röngten eine Verschattung vor dem Herzen festgestellt. Es wurde eine Biopsie dieser Verschattung gemacht. Leider stellte sich heraus dass Leo ein malignes Lymphom, verursacht durch Leukose, hatte. Der Tumor war bereits größer als ihr kleines Herz und hat die Speiseröhre abgeklemmt, aus diesem Grund erbrach sie immer .(
Sie wurde von Tag zu Tag schwächer, frass nichts mehr und zog sich nur noch zurück - kurz sie wollte nicht mehr : (
Wir haben zwar noch versucht sie Zwangszuernähren, das wollte der kleine Tiger aber nicht .(
Es wurde so schlimm dass sie ihr Fressen gar nicht mehr riechen konnte(da der Tumor höchstwarscheinlich auch schon in die Magengegend gestreut hat)
Wir haben alles versucht, am anfang schien es so, doch es wurde nicht mehr besser , (
Nach 2 Wochen fast täglich Tierarzt hin und her haben wir uns schließlich dazu entschlossen unsere kleine Maus gehen zu lassen um sie von all dem Leid zu erlösen. sie war noch so jung .(
AM gleichen Tag war dann auch noch der Leukosebefund aus dem Labor da. Beide Katzen Leukose positiv..
Sie hatten nie kontakt zu anderen Katzen also müssen sie das wohl von Geburt an haben..
Zurück blieben 2 total verzweifelte Katzenbesitzer und ein Leukosekater Jimmy
Jimmy hatte zu diesem Zeitpunkt wirklich Gastritis (wir dachten uns sterben gleichzeitig beide weg), hat sich aber schnell wieder erholt und wurde zu einem weißen, topfit'en Riesenkater.
Er hat uns sehr über die schlimme Zeit geholfen..
Jetzt, kein halbes Jahr später stehen wir wieder vor einem unüberwindbaren Abgrund.
Seit letzter Woche viel mir auf das Jimmy immer mehr schlief und etwas unruhig atmete.
Am Montag ging ich mit ihm gleich zum Tierarzt und der stellte eine Flüssigkeit im Brustraum fest, soviel dass Jim die nächsten Tage erstickt wäre, da das Wasser seine Lunge abdrückt .(
Ich sag euch was, ich kanns garnich glauben ..
Jimmy wurde gleich Stationär aufgenommen, die rötliche Flüssigkeit wurde ihm auf 2 mal verteilt abgesaugt und zur Analyse ins Labor geschickt.
Am Dienstag waren wir 2 mal bei ihm, er sah nicht gut aus ... Die Narkose hat ihn ganz schön mitgenommen..
Warten war angesagt.
AM gleichen Tag erhielt ich am Abend noch einen Anruf von der TK.
Ein Anruf auserhalb der Öffnungszeiten heisst nie was Gutes !
--> Jimmy sieht gar nicht gut aus, sein Kreislauf bricht zusammen, er kühlt immer mehr ab und es ist fraglich ob er die Nacht überlebt. Wenns noch schlimmer wird melden sie sich nochmal...
Ihr könnt euch vorstellen das ich diese Nacht wohl so schnell nicht vergessen werde..
Keiner konnte mehr schlafen und wir hatten Angst um unsren Tiger..
Als ich dann am nächsten Morgen, 10 Minuten nach Öffnen der TK einen Anruf erhielt rechnete ich mit allem .. Doch, siehe da der kleine (große) ist hart im nehmen und hat die Nacht überlebt.
Ich fuhr natürlich gleich zu ihm und sah dass es ihm echt viel besser ging.. so gut das wir ihn wieder mitnehmen konnten.
Seit dem ist der kleine wieder bei uns und im Moment geht es ihm wieder gut.
Leider ist der Befund der Flüssigkeit sehr sehr negativ.
Der kleine hat Thymusleukose, in der Flüssigkeit wurden bereits Krebszellen gefunden. Wieder ein malignes Lymphom, Lymphdrüsenkrebs .(((
Wenn die Flüssigkeit wieder kommt wird sie ihm wieder von innen die Lunge abdrucken, sodass seine Atmung immer schlechter wird.
Er ist so schrecklich, ich liebe die beiden so sehr und darf jetzt zusehen wie einer nach dem anderen stirbt .(
Ich hab im Moment keine Ahnung was ich machen soll.
Da Jim Leukose und ein malignes Lymphom hat gibt es keine Heilung und ich muss ihn gehen lassen : (
Alle Therapieversuche (CHemo, Bestrahlung, Interferon) würden ihn wohl nur belasten und das unvermeidliche auch nur hinauszögern bzw. auf ein paar Monate verschieben.
Ich denke es ist jetzt schon ein Wunder dass er diese Nacht überlebt hat, es hat den Anschein als weiß er das auch. Alles vertraute und bekannte ist auf einmal wieder voll spannend für ihn, ich glaube er hat jetzt bereits eines seiner 9 Leben verbraucht.
Im Moment erhohlt er sich gut, frisst brav und ist wieder aktiver.
Er bekommt zurzeit nur Cortison, da noch etwas Flüssigkeit in der Brusthöhle ist und der Tierarzt hat Angst das sich das entzündet.
Montag haben wir wieder einen Termin, da wird sich zeigen wieweit die Flüssigkeit nachgelaufen ist.
Das Auspumpen jedenfalls hat ihm so viel Kraft gekostet(und fast sein Leben), ein zweitesmal werde ich ihm das denke ich nicht antun können : (
Es gibt wohl keine Hoffnung mehr, das einzige was ich noch für ihn tun kann ist zu erkennen wann seine Zeit gekommen ist um ihn zu erlösen .(
traurige Grüße
tuner