Hallo liebe Katzenfreunde!
Ich wende mich an euch, da wir inzwischen keine Ideen mehr haben, wie wir unseren Kater davon überzeugen können, dass er bei uns nicht den Hungertod stirbt.
Folgende Konstellation und Situation ist unsere: Wir haben zwei Wohnungskatzen (Falls Fragen kommen: Freigang ist aus diversen Gründen bei beiden nicht möglich): 1. Timmi, 1 1/2 Jahre alt, weiblich, kleine Trollkatze (Norwegerin). Sie lebt seit etwas über einem Jahr mit uns sehr harmonisch zusammen. 2. Vor zwei Monaten haben wir einen nun 7 Monate alten Siamesen zu uns aufgenommen, nämlich Knut. Knut kommt ursprünglich aus Spanien, wo er laut Aussage der Auffangstation im Mülleimer entsorgt und dann als Flaschenkind hochgepäppelt wurde. Danach kam er in die besagte Auffangstation in eine Sippe mit etwa 15 weiteren Katzen. Gefüttert wurde wohl mehr oder weniger regelmäßig in großen Näpfen. Frei nach dem Motto: wer zuerst kommt mahlt zuerst.
Die beiden Miezen verstehen sich auch - Gott sei dank - sehr gut und auch mit uns läuft es soweit recht gut. Nun aber zu dem eigentlichen Problem: Knut findet beim Fressen kein Ende. Beide Katzen bekomme drei mal am Tag ihr (hochwertiges) Fressen in absolut ausreichender Menge. Morgens und abends Nassfutter und mittags noch etwas Trockenfutter. Jede Katze an ihrer eigenen Futterstelle.
Sobald aber Knut in Überlichtgeschwindigkeit seinen Napf gelehrt hat, vertreibt er Timmi und frisst bei ihr weiter. Alles Schreien, Klatschen, Wasser spritzen hält ihn maximal für 5 Minuten davon ab. Er klaut auch vom Tisch, bettelt ohne Unterlass und durchwühlt den Mülleimer auf der Suche nach Fressbarem. Wenn man sich dem Kühlschrank nähert wird er völlig hysterisch und schreit, als ob er verhungern müsse. Er bekommt von uns aber weder am Tisch noch am Kühlschrank Leckerlis oder etwas von unserem Essen. Leider bringt Ignorieren auch gar nichts.
Wir hatten in einem anderen Katzenforum den Tipp gelesen, man solle solchen Katzen über mehrere Wochen dauerhaft über den Tag Futter anbieten, damit sie die Angst verlieren zu verhungern. Das hatten wir eine Zeit lang mit Trockenfutter probiert. Leider hat er das in diesen unglaublichen Mengen, die er vertilgt hat, nicht vertragen (Durchfall). Aber er war in dieser Zeit tatsächlich lockerer und entspannter und hat fast nicht mehr geklaut. Daraufhin haben wir eine Weile wieder "normal" gefüttert und stellen jetzt ganz aktuell Nassfutter immerzu zur Verfügung. Inzwischen ist er aber schon ganzschön dick geworden. Es fällt schwer bei diesen Fressorgien zuzusehen und wir fragen uns ob er es denn wirklich je versteht.
Habt Ihr eine gute Idee, wie man diesem kleinen Vielfraß klar machen kann, dass er nicht ums Überleben kämpfen muss? (Wir waren im Übrigen auch beim Tierarzt: körperlich ist er völlig gesund, geimpft, entwurmt etc. pp.)
Vielen lieben Dank für Eure Antworten
Bianca