Hallo zusammen.
Verzeihung, dass mein erster Post hier gleich eine Anfrage ist, aber wir sind schon halb verzweifelt wegen unserer Katze.
Vorweg: ich habe sie bei meinem Umzug aus Russland mitgenommen, sie ist eine halblanghaar (vermtl sibirische Waldkatze Mischling) und gerade erst zwei Jahre alt geworden. Ich hatte bislang mit meinen Katzen nur Pech, da sie allesamt von unseren Nachbarn in Russland vergiftet, erschlagen usw. wurde, wenn sie das 3. Lebensjahr erreicht haben; deswegen habe ich jetzt auch große Angst um meine Puli.
Sie ist eine reine Wohnungskatze und wird gemeinsam mit unserem 1 1/2 Jahre alten EKH-Kater Gismo gehalten. Alle Impfungen wurden Anfang November aufgefrischt.
Am 31.12.2010 begann sie vormittags zu erbrechen, ich dachte mir da noch nicht viel dabei, weil sie schon öfter ihre Haare heraufwürgte. Gegen Abend wurde es dann schlimmer und sie verweigerte dann auch das Futter. Am 1. und 2. Jänner war es das Gleiche. Sie ging auch nicht mehr aufs Kistchen Häufchenmachen.
Am 3.1. fuhren wir dann gleich zum Tierarzt, der ihr eine Infusion und einige Aufbauspritzen gab, was aber nicht geholfen hat. Er machte auch ein Röntgen den Bauches, worauf er aber nichts fand, außer, dass im Dickdarm Kot war. Am Abend wurde es wieder schlechter und sie erbrach wieder häufig.
Der Tierarzt gab ihr am 4.1. wieder eine Infusion und Spritzenkur. Das Spiel zog sich so bis 6.1., da erhielt sie auch einen Einlauf, weil sie immer noch keinen Kot absetzte. Zuhause erbach sie dann wieder, wobei im Erbochenen einiges an Blut war. Durch den Einlauf setzte sie zwar Kot ab, aber auch der war dann durchfallartig, schleimig und sehr blutig.
Am 7.1. brachten wir sie wieder zum Tierarzt, der sie gastroskopierte (ohne Befund) und mittels Kontrastflüssigkeit Röntgenaufnahmen vom Verdauungstrakt machte. Dabei fand er heraus, dass sich der Dickdarm gedreht hatte und praktisch kein Kot mehr durch konnte.
Puli wurde operiert und die Verdrehung gelöst.
Wir haben sie seit 9.1. wieder bei uns zu Hause. Sie erbricht aber immer noch und hustete zwischenzeitlich sehr stark. Bei den Nachbehandlungsterminen erhielt sie jeweils Infusionen und Aufbaupräparate sowie Antibiotika.
Ihre Temperatur ist normal, die Schleimhäute sind rosig, der Bauch weich. Das Blutbild war ok, nur der Lymphozytenwert war zu hoch (38,7 statt 15-30), Mono zu gering (0,1 statt 0,3-0,8) und RDW sowie Gra% geringfügig erniedrigt.
Wenn ihr der Tierarzt die Spritzen verabreichte, hatte sie sogar Appetit. Mittlerweile verweigert sie aber wieder jegliches Futter und setzt auch keinen Kot ab. Besonders viel trinkt sie auch nicht, setzt aber immerhin regelmäßig ein wenig Urin ab. Wenigstens ist seit der OP kein Blut mehr im Erbrochenen.
Seit 31.12.2010 bis gestern hat sie fast ein halbes Kilo abgenommen und wiegt nur noch 3,30kg.
Wir wissen nicht mehr weiter. Hatte jemand mal ein ähnliches Problem mit seiner Katze oder weis, was das sein kann?
Bitte helft uns, wir verzweifeln schon
LG,
Natalia