Ich bin neu hier und habe eure Schicksalsschläge gelesen und war sehr betroffen. Zudem habe ich das Gefühl das ich hier auch posten sollte mit meiner Geschichte 2010:
Kasimir (grau-getiegert, Wildkater) habe ich 1998 gefunden draussen (Eltern waren Wildkatzen/Euop. Kurzhaar) mit Katzenschnupfen, halb tot und mit der Flasche habe ich ihn aufgezogen. Aus Geldmangel und durch viele Sorgen bei mir konnte ich mich nie so optimal um ihn kümmern wie es vielleicht gut gewesen wäre. Abgeben ging auch für mich nicht. Er wurde trotzdem ziemlich fit und lebte dann etliche Jahren sorgenfrei bis er zu viel zugenommen hat. Er bekam vom Tierarzt eine Trockenfutterdiät. danach fing es an mit Verstopfungen und anderen Sorgen. Immer wieder war was. Später dann harte Häufchen in der Wohnung verteilt, gekotzt... Diagnose Nieren. Im Nachhinein erst hab ich rausgefunden das beim Blutbild Fehler gemacht wurden. Soviel zum medizinischen. Er ging an der leine mit spazieren, konnte klasse mit im Auto fahren, auch lange Strecken. War sehr verständnisvoll und auch liebebedürftig. Sobald ein Man im Haus war hatte ich Pech und durfte nur füttern. Wir haben immer wieder Urlaubskatzen aufgenommen (durfte von Vermeiter nie eine zweite). Also immer Abwechslung. Es war toll mit ihm. Mit den Jahren wurden die Wohnungen größer und er hatte genug Kratzbäumen, durfte sein Futter aussuchen und sagte klar was er will ohne betteln und ohne verhätscheln. Das erste Halbjahr 2010 war dann der Horror, ich habe immer gefühlt das es bald mit ihm zu Ende geht. Tiierärztliche Fehldiagnosen, Versprechungen (=Versprecher?) und so weiter halfen mir nicht weiter, verunsicherten mich nur. Dann sprach ich zu ihm das er wenn er gehen möchte bitte einen hilfebedürftigen Nachfolger senden möge. Jahresmitte war es dann so weit, kurz nach meinem Geburtstag musste ich ihn erlösen lassen. Ich schaute wenige Tage später ins netz, wollte mich informieren ob überhaupt Tiere angeboten werden. Und innerhalb wenier Minuten sprangen mir zwei ins Auge. Ich habe den einen besucht und seinen Bruder genommen (Jimmy, der eigentliche war zu schwach vom Gefühl her, 10 Wochen alt) und der zweite (Blacky, 16, zuletzt schlecht gepflegt) folgte kurz danach. Blacky war pechschwarz und der größte Kater den ich bisher je sah. Am Anfang hatte ich Angst vor ihm, er war auch gewalttätig. Das legte sich jedoch schnell. Nachher schmuste er viel, auch wenn die besitzerin (hatte ihn 16 Jahre) meinte er wäre kein Schmuser. Nach einem persönlichen Unglücksfall baute Blacky stark ab. Bei seiner Erlösung dann die Diagnose: Milztumor! Jimmy (grau-getiegert, weiße Pfoten, norweg.Waldkatze zu 50%, Rest erser-Mix wird vermutet) ist nun 8 Monate alt und hat einen Herzfehler und einen ganz speziellen Charakter. Er ist recht klein, quierlig und er hat sehr viel von Kasimir. kasimir lebte bei Jimmys Geburt noch, anscheinend hat das Schicksal beschlossen das ich einen Kater bekommen soll der ähnliche Eigenschaften hat wie Kasimir und doch ganz anders ist. Auch Jimmy geht an der Leine, fährt mt Auto, hört gut (ausser bei Topfpflanzen und frech sein darf man in dem Alter auch), hat auch irre viel Interesse an Technik und Wasser,... Ich habe nun den Spitznamen Katzenflüsterin bekommen da ich alle Tiere ruhig aufgenommen habe und ihnen Freiraum gebe / mit ihnen vieles möglich ist was sonst nicht möglich wäre.
Warum ich alles schrieb? Ich sehe dies als Nachruf an die beiden Herren, vor allem an Kasimir (Kasi). Und Kasi: Danke das du mir Jimmy geschickt hast!!! In den Tagen des Todes war ich sehr verzweifelt. Doch Du gabst mir Mut!