Mit hochgerecktem, vibrierendem Schwanz spritzen Kater konzentrierten Urin an für sie wichtige Eckpunkte des Reviers: Das ist eine für die mit ihnen im Haus oder in der Wohnung lebenden Menschen unangenehme Angewohnheit, mit der Kater einerseits ihr Revier markieren und ihre Paarungsbereitschaft kundtun.
Auch Kätzinnen können dieses typische Verhalten zeigen. Dazu solltest Du folgendes wissen.
Der Katzenurin enthält Botenstoffe, so genannte Pheromone. Die im Urin enthaltenen Pheromone drücken in erster Linie Stress aus, also zum Beispiel bei Revierstreitigkeiten, aber auch in der Paarungszeit. Stress kann jedoch auch entstehen, wenn sich in der vertrauten Umgebung der Katze etwas ändert. Das können neue Möbel sein, aber auch ein neuer Mitbewohner, ob Mensch oder Katze. Natürlich ist auch ein Umzug ein starker Stressauslöser.
Auch in solchen Situationen kann es dann zum vermehrten Markieren kommen.
Eine mögliche Abhilfe, vor allem gegen das Harnmarkieren, das im Zusammenhang mit dem Sexualverhalten steht, besteht in der Kastration des Katers. Meist hört das Spritzen dann auf oder fängt gar nicht erst an. Eine Garantie ist die Kastration jedoch nicht, denn das Markieren gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoire aller Katzen.
"Positive" Pheromone können helfen
Eine andere Möglichkeit, vor allem bei Stress durch Veränderung, ist das Gegensteuern mit anderen Pheromonen. Natürlicherweise geben Katzen nämlich auch im Gesicht Pheromone ab, die sie beim typischen Köpfchengeben oder beim Reiben des Kopfes an Gegenständen verteilen. Diese Pheromone drücken überwiegend Wohlbefinden aus. Beim Tierarzt kannst Du solche "Pheromone aus der Sprühflasche" bekommen, mit denen Du problematische "Pinkelecken" ansprühen kannst.
Die Katze bekommt von dort dann das Duftsignal, dass alles in Ordnung ist - oft hilft es, und sie fühlt sich nicht weiter zum Markieren angeregt.
(ich danke Thomas T.
www.cats-info.de )