Knoblauch gilt als Heilpflanze – doch Tieren kann die Knolle gefährlich werden. Bereits kleine Mengen, regelmäßig über das Futter eingenommen, können bei Hunden und Katzen zu lebensbedrohlicher Blutarmut führen. Leider bieten Tierfutterindustrie und Handel immer noch zahlreiche Knoblauch-Präparate an.
Knoblauch und Zwiebeln enthalten Schwefelverbindungen, die – anders als beim Menschen – bei Hund und Katze die roten Blutkörperchen zerstören. Durch N-Propyldisulfid bilden sich in ihren roten Blutkörperchen sogenannte Heinz-Körper, die zum Aufplatzen der Blutzellen führen. Im Extremfall kann eine Knoblauchfütterung sogar tödlich sein. Darum: Hände weg von Knoblauch-Präparaten für Heimtiere!
Trotz der Gefahren bietet der Handel weiterhin Produkte wie Knoblauch-Knabbersticks, Knoblauch-Granulat und sogar knoblauchhaltiges Hunde- und Katzenfutter an. Die Hersteller werben sogar häufig mit einer angeblich gesundheitsfördernden Wirkung und einem vermeintlichen Schutz vor Parasiten. Beides ist bisher nicht nachgewiesen.