Hier wurde doch gesagt, das durchaus auch ein Anfänger eine "schwierigere" Rasse wählen kann, solange er sich gründlich vorher(!) informiert um dem Tier das zu bieten was es braucht...
Wenn wir davon ausgehen hat ein Orientale sowieso nichts ALLEINE bei wem auch immer zu suchen, sind äußerst Soziale Tiere - das sieht man z.B. sehr gut an Heike's Fotos.
Dann gibts auch keine Langeweile und in diesem Sinne wäre der Opa eh schon durchgefallen.... überhaupt sollte meiner Meinung nach keine Katze alleine gehalten werden, ob bei Kind, Mutter oder Opa - ob in Großfamilie oder Singlehaushalt... kenne keinen Katzenbesitzer der bereit wäre, seiner Katze das Fell sauberzulecken *schmunzel*
Das Problem ist das viel zuviele Menschen einfach nur nach Optik und der "Liebe auf den ersten Blick" gehen, "Die ist schön, die will ich haben!" - das ist dann der Grund für die folgende Ernüchterung "Ops, meine Katze macht alles kaputt, pisst überall hin.... HILFE, ist sie krank?"
Natürlich kann man auch eine Katzenrasse wählen (und sollte sogar) die einem Optisch zusagt, aber der man eben auch das geben kann, was ihr Charakter und Ihre Eigenarten verlangen und brauchen.
Gruß Susanne
Hier kann man hinter JEDES Wort eine Ausrufezeichen machen! Ganz genauso ist es! Natürlich sollte ich mir als gehbehinderter Mensch kein Tier anschaffen, dessen Bewegungsdrang ich (zusätzlich in falscher Einzelhaltung) nicht nachkommen kann, aber das gilt auch für andere Tiere. Aber wir sprachen hier von 'älteren Menschen', nicht von gehbehinderten bzw. eingeschränkten Menschen (die ja noch nicht einmal zwingend alt sein müssen).
Und um mal auf ein Beispiel aus einer anderen Tierart zu kommen: Wenn ich immer sehe, dass in vielen (Kinder- wie Senioren-)Zimmern winzig kleine Käfige mit
einem Wellensittich (wohlmöglich noch mit einem Plastikvogel und einem Spiegel ["Damit er nicht so einsam ist." welch' Widerspruch in sich :roll:]) sitzt oder ich mitbekomme, dass die Tiere (ein Schwarmvogel!!!) im Handel noch immer in Einzelhaft verkauft werden, könnte ich losheulen. Und das sind sicher eigentlich keine Tiere, die besonders 'schwierig' zu halten sind - man müsste sich halt einfach mal ein bisschen vorher schlau machen...
Grundsätzlich gilt nun mal: Wenn ich die Verantwortung für ein Lebewesen übernehme, dann habe ich mich (sorry, bei so etwas muss ich mitunter fluchen)
verdammt noch mal auch vorher zumindest bezüglich der Grundlagen und für alles, was ich über das Normale hinaus mache, im Speziellen zu informiern!!!
Ich sollte zumindest über das soziale Verhalten des Tieres, das ich mir anschaffen will, Bescheid wissen, sollte mich grob mit der Ernährung auseinandergestezt haben (vor allem, was sie nicht zu sich nehmen sollten) und mir sollte klar sein, dass man Kitten nicht zu jung von der Mutter trennt. Wenn ich mich für eine Rasse interessiere, muss ich mich darüberhinausgehend ein bisschen mit selbiger und seriöser Zucht beschäftigen.
Leider scheint das in unserer heutigen 'Ich-kann-mir-alles-sofort-leisten-zur-Not-eben-auf-Pump'-Gesellschaft einfach nicht mehr 'in' zu sein... Wenn man früher als Kind etwas wollte, musste man dafür sparen, sich diesbezüglich informieren und ging erst dann zu seinen Eltern, um schon zu zeigen, dass das Interesse wirklich da war. Heute habe ich oft das Gefühl, dass den Kindern entweder alles Mögliche gekauft wird, weil man's kann oder - wenn man's eigentlich nicht kann - weil man ein schlechtes Gewissen hat. Und so kommt es, dass so etwas wie "auf etwas warten" leider vielen Kinder (und damit zukünftigen Erwachsenen) nicht mehr beigebracht wird. Die wollen immer alles gleich sofort haben, die Fähigkeiten, Wartezeit auch einmal auszuhalten und vielleicht sogar sinnvoll zum Informieren zu nutzen, sind 'out'.
Um den Bogen mal zurück zu schlagen: Natürlich gibt es Tiere, die nicht in die Hand blutiger (unerfahrener und nur grob informierter) Anfäger gehören, es gibt aber genauso die anderen 'Anfänger', sie sich - vielleicht sogar jahrelang - auf den Einzug kätzischer Mitgebwohner vorbereitet haben. Sicher ist deren Wissen sehr theoretisch, da angelesen, denen fehlt es oft an praktischer Erfahrung. Aber wenn man sich wirklich intensiv damit auseinandergesetzt hat, gibt es in meinen Augen keinen Grund, sich nicht auch eine hier als schwierig genannten Rassen anzuschaffen, die ich z.B. gar nicht schwierig finde :wink:.