Wie die meisten vermutlich wissen, lebe ich hier recht ländlich. Und dabei bleibt das "Bauernhofproblem" natürlich nicht ganz aus. Wobei es hier eine Form hat, die ich ansich gerade eben so noch tolerieren kann. Die meisten Katzen haben Namen, dürfen ins Haus wenn sie wollen, die Würfe werden liebevoll betreut (so man sie denn findet) und es wird auch irgendwie gefüttert.
Trotzdem "ersticke" ich hier bald in Fremdkatzen, wenn ich nicht sehr aufpasse!
Moritz, der Kater der anderen Nachbarin (kastriert, geimpft, wird regelmäßig gefüttert) betrachtet meine Wohnung ohnehin als sein zu Hause. Was abgesehen von den Futterbergen die er verschlingt nicht soo schlimm wäre. Aber erstens streßt mich sein Futtergebettel (ich habe genug zu tun, dass meine drei alle was kriegen) und vor allem markiert er, dass es ohne Worte ist (mehrmals am Tag!). Außerdem hasst Sinah ihn.
Dann gibt es noch einen erwachsenen wilden Kater (vermutlich der Vater von meinen), der sich mit meinen zum Glück soweit versteht. Der wiederum prügelt Moritz, dass ich immer wieder nachts raus muss um zu "schlichten" und Moritz trotzdem oft Verletzungen davonträgt. Den habe ich (ob sinnvoll sei dahingestellt) vor ca. zwei Wochen angefangen anzufüttern weil ich irgendwie hoffe ihn irgendwann einfangen und kastrieren lassen zu können. Seitdem hat die Prügelei fast aufgehört (Zufall?).
Dadurch, dass ich ihn draußen füttere "ziehe" ich mir aber gerade den Rest der Nachbarschaft auch noch an. Und die haben alle einen Monsterhunger!
Und wer könnte diesem Gesichtchen widerstehen!? Ist ein recht scheues Herbstkätzchen.
Was ich definitiv nicht will und auch nicht werde ist hier irgendeine große Tierschutz-Geschichte in Gang setzen!! Denn a) ich lebe hier und das soll auch so bleiben! Und b) ich persönlich finde es eben gerade so noch akzeptabel. Die Katzen machen alle einen gepflegten und gesunden Eindruck. Mehr kann man auf einem Bauerhof vermutlich nicht erwarten!
Was ich ganz dringend will und muss ist meine Wohnung frei von Fremdkatzen zu bekommen. Eine Chipklappe hätte ich theoretisch. Praktisch kapieren die zwei Kleinen aber nicht, wie es geht (leider sehr schwergängig das Teil).
Dazu kommt, dass ich mich einfach nicht "beherrschen" kann. Bei mir steht einfach immer die Eingangstür offen. Kriegt man die bezahlbar Katzensicher (Fliegenschutztür oder sowas) ohne dass Moritz mit seinen Riesenpranken es zerfetzt?
Und vor allem: was soll ich machen? Macht es Sinn, Nachbarkatzen mit durchzufüttern (mit allen Folgeproblemen die dranhängen wie weitere trächtige Katzen in meiner Nähe etc.) oder soll ich einfach Augen und Ohren zumachen und nur noch füttern, was auch mir gehört!? (was eben eine verschlossene Tür und Klappe voraussetzen würde, denn der Wilde kommt schon lange rein wenn er kann).