Meine Panikkatze

Diskutiere Meine Panikkatze im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Meine Kleine ist ja das, was ich schlichtweg nur noch als "Panikkatze" bezeichnen würde. Nachdem ich lange gehofft habe, das "verwächst" sich, es...
  • Meine Panikkatze Beitrag #1
Patentante

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Meine Kleine ist ja das, was ich schlichtweg nur noch als "Panikkatze" bezeichnen würde. Nachdem ich lange gehofft habe, das "verwächst" sich, es aber eher immer schlimmer wird, weiß ich langsam nicht mehr weiter.

Gründe für ihr "so sein" fallen mir viele ein, aber davon kann ich fast nichts rückgängig machen (zu viele Tierarzt-Besuche, super nervöse Mama und Dosi in den ersten Wochen etc.).

Ich fang mal von vorne an: es waren ja drei Kitten. Anfangs habe ich mich leider viel zu wenig mit ihnen beschäftigt, weil mir gesagt wurde dass man Kitten nur mit desinfizierten Händen anfassen darf. Doof, aber nicht mehr zu ändern. Als sie drei bis vier Wochen alt waren habe ich mich oft zu ihnen auf die Erde gesetzt. Mikey hat mich sofort begeistert als Kletterbaum betrachtet und gekräht sobald er mich sah. Oskar hat zögerlicher mitgemacht, weils der Bruder gemacht hat. Zoe kam manchmal nach mehreren Minuten auch mal kurz, aber wohl war ihr dabei nicht.
Bis sie 5 Monate alt war hat sie sich so gut wie gar nicht anfassen lassen. Oskar zwar auch nicht. Aber der Unterschied war unverkennbar: Oskar hat den Sinn nicht gesehen, sie hatte schlichtweg Angst. Sie ist oft so sinnlos panisch durch die Wohnung gerast dass ich sie ständig getreten habe (was einfach nicht zu verhindern war, es aber nicht gerade besser gemacht hat).
Mit fünf Monaten wurden sie alle drei kastriert. Die folgenden zwei Tage ist sie mir urplötzlich nicht mehr von den Fersen gewichen, wollte gestreichelt werden!? Das hat sich zwar nach zwei Tagen wieder gelegt, war aber doch so etwas wie ein "Durchbruch".
Eine Zeitlang wurde es dann kontinuierlich besser. In den vergangenen Wochen war der Stand ungefähr so, dass sie sich unter der Woche überhaupt nicht anfassen ließ (in der wenigen Zeit, die mir abends bleibt muss ich halt auch mal was im Haushalt machen. Und sobald ich mich vor den TV lege betrachten mich die Katzen als "nicht mehr vorhanden". Nur Mikey hatte verstanden, dass ein liegender Mensch ein toller Kuschelpartner ist). Sobald ich zum Wochenende nach Hause kam (wechselnde Wochentage!) kam sie zum schmusen. Teilweise rollt sie sich dann vor mir auf die Erde, läßt sich den Bauch kraulen, schnurrt wie ein Kraftwerk. Selbst damit hätte ich zur Not noch leben können.
Aber seit vor 2 oder 3 Wochen die letzten Interessenten hier waren (wo sie vor Angst an die Scheibe gesprungen ist) geht irgendwie gar nix mehr. Außerdem entfallen die ganzen Streicheleinheiten wenn die Katzen ruhen (das ging irgendwie fast immer, wenn ICH zu ihr hin bin) weil sie fast nur noch draußen sind.
Was mich daran so fertig macht, ist zum Einen dass diese Katze einfach so gut wie nie einen entspannten Eindruck macht. Körperhaltung und Mimik signalisieren fast immer mindestens angespannte Wachsamkeit.
Zum anderen habe ich das Gefühl, ICH muss auf sie zugehen. Normalerweise kenne ich es eher so: wenn die Katze nicht will lässt man sie gehen. Bei Zoe ist das irgendwie anders. Ein Beispiel: sie liegt auf der Terrasse. Ich gehe vorsichtig auf sie zu, sie springt auf und flüchtet. Wenn ich das akzeptiere kriege ich sie tagelang nicht mehr zu fassen. Versuche ich es aber - wenn Zeit und Gelegenheit dazu da sind - im Lauf des Abends immer wieder bleibt sie irgendwann liegen und schnurrt wie eine Große.
Was mich auch verunsichert ist das Gefühl, dass sie immer weiter "zurückgeht" je mehr Raum Oskar fordert. Und das tut er zur Zeit beliebig viel. Er ist ein regelrechtes "Kuschelmonster" geworden. Aber wie sollte ich das ändern (falls an meiner Theorie überhaupt was dran wäre). Die einzige Katze, die was von mir will auch noch ignorieren? Wär ja auch doof.
Dazu kommt, dass sie mir in den letzten Wochen total abgenommen hat. Wenn ich mal hoffe, dass sie nicht krank ist und das Frühjahr nicht dazu führen dürfte, dass sie SO abbaut nehme ich an, dass es der Stress ist der ihr so zusetzt.

Wobei es mir nichtmal gelingt, ihr einen eigenen Futterplatz einzurichten. In der Theorie ist mir klar, dass das vermutlich gut wäre. Praktisch weiß ich nicht, wie ich das den dreien "beibringen" sollte? Die Große ist ja leider auch so ein "Psycherl" (das gerade endlich anfängt wieder etwas Vertrauen aufzubauen), die mag ich nicht unbedingt vom Futter verscheuchen, wenn sie "am falschen Platz" wäre.

Wenn irgendjemand eine Idee hat, was ich tun kann um dieser Katze ein klein wenig Vertrauen in sich und ihre Umgebung zu geben wäre ich echt dankbar!
Bachblüten hatten wir mal zwei Wochen ausprobiert. Dann hab ich aufgehört, weil wieder ein AB dazwischenkam und ohnehin kein Erfolg zu sehen war.
Im Prinzip mag es sein, dass diese Katze einen sehr ruhigen Einzelplatz mit extrem nervenstarken Dosis bräuchte (obwohl sie sich mit Oskar inzwischen ganz gut versteht), aber den kann ich ihr leider weder bieten noch finden.
Gestern hatten wir eine einzige kurze "Kuscheleinheit" im Garten, heute bisher nicht mal das! :-(
 
  • Meine Panikkatze Beitrag #2
Ach menno, das ist genau das Verhalten, das mich an Katzen ganz besonders anzieht :oops: - so Angst-Panik-Katzen.
Leider kann ich im Moment nicht, aber wenn ich ein Plätzchen frei habe, könntest sie doch ne Weile bei mir in Pflege geben :wink: Keine Angst, ich würde sie nicht behalten wollen.
 
  • Meine Panikkatze Beitrag #3
Aber doch nicht etwa mit anderen Katzen zusammen :shock:
Eigentlich faszinieren mich solche Tierchen ja auch. Meine erste hatte Grund völlig durch den Wind zu sein. Die hatte ich innerhalb "weniger Monate" so weit nicht mehr zu kratzen. Und irgendwann hatten wir eine unglaublich tiefe, schöne, wenn auch etwas "schräge" Beziehung (auf den Arm nehmen oder sowas war gar nicht). Aber Zoe? Da bin ich echt mit meinem Latein am Ende :-(

Ich bin mir nicht sicher, in wieweit Dein Angebot ernst gemeint ist. Was würdest du anders machen?

Mir ist gerade etwas aufgefallen. In den letzten 3 oder 4 Wochen gab es unzählige Veränderungen hier:
ich habe endlich auf Chipklappe umgestellt
die Interessenten waren da
ich bin innerlich ruhiger geworden
in der Wohnung obendrüber ist ein Besuchskater eingezogen, der ständig Zoff hat
ich habe eine Nacht im Wald verbracht mit meiner Baumkatze (was Zoe VÖLLIG aus dem Konzept gebracht hat).
ich habe neue Möbel
Das ändert am Grundproblem nicht das Mindeste. Aber es geht mir gerade besser, weil mir klarer wird warum es scheinbar so viel schlimmer geworden ist!
 
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  • Meine Panikkatze Beitrag #4
hallo,

wie waers mit Clickertraining? Ich versuche das auch grad mit Shina...

LG,

Eve
 
  • Meine Panikkatze Beitrag #5
Bei solchen Katzen ist viel viel Geduld gefragt. Meine Schwester hat auch so einen Kater. Sie lebt allein mit 2 Katzen. Der zweite Kater ist auch so einer, der sich nicht anfassen lassen mag. Jetzt nach 3 Jahren Geduld, kommt er zum kuscheln und bleibt entspannt.
Vielleicht braucht deine Kleine auch einfach eine ruhige Bezugsperson, die diese Zeit und Kraft und vor allem Ruhe rüberbringt.
Wenn ich die beiden von meiner Schwester sitten muss, mache ich alles besonders ruhig ....rede non stop mit ruhiger Stimme und es hilft....er streicht um meine Beine, nur anfassen darf ich nicht ;)

Bei solchen Katzen ist wohl sehr sehr viel Ruhe gefragt.
 
  • Meine Panikkatze Beitrag #6
Ohje das tut mir leid,drück dir die Daumen.

Gaaaaaaaaaaannnnnnnnnnnnnz viel Geduld hilft da nur
 
  • Meine Panikkatze Beitrag #7
Von Clickern habe ich keine Ahnung. Müsste ich mich mal einlesen.

Was mich so irritiert ist halt, dass sie ja vom ersten Tag an in meiner Obhut war. Ich also nicht weiß, ob oder inwieweit da Geduld noch zum Erfolg führt.
Heute kommt ihr das schlechte Wetter einerseits zu gute. Denn wenn sie drin liegt kann ich sie eigentlich immer anfassen und sie findet es toll.
Leider leidet Oskar unter erheblicher Langeweile (und evtl. Schmerzen/Unwohlsein) und hat sie schon zweimal "aus dem Schlaf gebissen" :-?

Ich habe keine Ahnung, ob das wirklich Sinn macht. Aber ich versuche vermehrt sie einfach zu ignorieren. Vor allem dann wenn sie z.B. wie eine Geisteskranke panisch durch die Wohnung rast ohne dass ich ne Ahnung habe warum.
 
  • Meine Panikkatze Beitrag #8
Aus gegebenem Anlass kram ich mal den alten Beitrag wieder raus.

Vieles hat sich gelegt. Zoe ist mir gegenüber total verschmust. Vorausgesetzt, dass nichts und niemand in der Nähe ist. Die totalen Panikanfälle haben sich gelegt. Geblieben ist eine Katze, die niemals zur Ruhe kommt und viel zu dünn ist.

Nachdem ich seit letzten Mai ca. 4 mal bei unterschiedlichen TÄ (Gemeinschaftspraxis etc.) war, mir Hysterie habe unterstellen lassen, die Katze immer wieder für "pumperlgesund" befunden wurde hat sich jetzt eine Schilddrüsenüberfunktion herausgestellt! :shock:

Und ich bin sehr gespannt, wie sie sich verändern wird (oder auch nicht) mit den Tabletten.

Ich bin traurig und verwirrt. Aber auch erleichtert, dass ich nicht locker gelassen habe und endlich die Ursache bekannt ist.
 
  • Meine Panikkatze Beitrag #9
Gut, dass du drangeblieben bist. Irgendwie denke ich manchmal auch, dass die mich beim Tierarzt für überängstlich halten. Aber wenn man seine Tiere halt kennt, merkt man schon, dass was nicht stimmt. Noch alles Gute, ach ja und wir hatten schon lange keine Fotos mehr, oder täusche ich mich da?
 
  • Meine Panikkatze Beitrag #10
Eigentlich sollte meine TÄ langsam wissen, dass mein Gefühl mich (leider!) eigentlich nie täuscht. Aber ne SDÜ bei einer zweijährigen wollte sie halt trotzdem nicht wahr haben.

Stimmt irgendwie mit den Fotos. Aber irgendwie sind sie grad nicht so fotogen ;-)
 
  • Meine Panikkatze Beitrag #11
Mein Tierarzt verdreht auch immer die Augen wenn ich sage, der ist krank und er fragt Wieso? Na der ist anders....
Wenn die Überfunktion nicht zu hoch ist, kannst Du es hiermit versuchen: dann auf Schilddrüse/Katze
Mein Kater ist damit bestens eingestellt.
 
  • Meine Panikkatze Beitrag #12
Danke für den Link. Auch wenn der Wert mit 3.05 wohl noch niedrig ist werd ich erstmal der TÄ vertrauen und die Tabletten geben müssen. Nachdem sie seit einem Jahr schon so beinander ist möcht ich da keinerlei Risiko mehr eingehen (auch wenn ich ne sch...angst vor den Nebenwirkungen der Medis hab).
Aber Ende des Monats haben wir ohnehin einen Termin bei der Heilpraktikerin. Ich hoffe, dass sie da auf jeden Fall unterstützend was machen kann.
Irgendwie blick ich die Seite überhaupt nicht. Wo ist denn da die Inhaltsangabe der Tabletten und der Name?
 
  • Meine Panikkatze Beitrag #13
Heißen Schilddrüsentabkletten für Katzen. Ne Inhaltsangabe gibt es nicht. Bei 3,05 würde ich keine Schulmedikamente geben. Die Nebenwirkungen wären mir zu hoch, was man da alles liest. Ganz ehrlich, jetzt hat sei es schon so lange, jetzt kann man es die 4 Wochen auch noch ausprobieren. Die Werte müssen eh nach 4 Wochen nachgetestet werden.
Paule hatte 3,2 und war nach 4 Wochen im grünen Bereich mit 2,1. Er hatte immer noch ein Problem mit der Gewichtszunahme trotz der normale Werte und ich habe Frau Smiesing dann noch mal angeschrieben und wir sind auf 1,5 Tabletten morgens und abend hoch gegangen. Jetzt haben wir uns bei 1,25 eigependelt und alles ist gut. Keine Nebenwirkungen zu verzeichnen.
Ich bin allerdings auch von den anderen Produkten überzeugt, auch wenn meine Katze die chinesische Kräutermischung gegen Schmerzen absolut bäh findet. Wenn sie sie mal genommen hat mit Futter läuft sie deutlich besser. An der Regemäßigkeit arbeiten wir noch, das passende Futter wo sie es nicht merkt habe ich noch nicht gefunden.
Hier liegen habe ich auch die Pipetten gegen Flöhe, im Einsatz waren sie allerdings noch nicht.
 
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  • Meine Panikkatze Beitrag #14
Ich hatte ein längeres Gespräch mit meiner TÄ, die sich offensichtlich sehr regelmäßig auf dem neuesten Stand hält.
Und nach diesem gilt 3 leider nicht mehr als "nicht so schlimm", sondern sofort behandlungsbedürftig bevor weitere Schäden entstehen. Berücksichtigen muss man dabei halt vor allem, dass wir keine "normale" Alters-SDÜ haben sondern den fünfer im Lotto :-?.
Sie hat mir leider keinerlei Hoffnung gemacht, dass das "heilbar" ist.
Wobei sie meinte, dass man es theoretisch auch erstmal mit Diät versuchen könnte. Was aber praktisch bei einer Freigängerin keinen Sinn machen würde (da sie in der Zeit überhaupt keinen Kontakt zu Jod haben dürfte).

Ende des Monats haben wir ohnehin einen Termin bei der Heilpraktikerin. Da nehm ich sie auf jeden Fall mit, vielleicht fällt der ja was ein.

Kennst du diese "Liquid-Sticks" (am günstigsten beim DM zu erwerben). Müll in halbflüssiger Form. Damit krieg ich fast alles in meine Katzen rein, was man unauffällig reinrühren kann.
 
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  • Meine Panikkatze Beitrag #15
Nur mal für alle, die mit ihren scheuen, schreckhaften Katzen verzweifeln.

Nein, die Schilddrüse war es GsD nicht.
Aber sie hat sich inzwischen zu einer etwas scheuen, extrem "eigenen" (was sie nicht will, will sie nicht ;-)) Katze entwickelt.
Die gerade mit lediglich leicht skeptisch angelegten Ohren in der Küche unterm Stuhl saß während ich im Wohnzimmer mit dem neuen und wirklich häßlich lauten Staubsauger gefuhrwerkt habe. Bin grad echt stolz auf und glücklich über diese tapfere kleine Katze :p
Die von einer "faß mich nicht an" Katze im Lauf der Zeit zu einem Kuschelmonster mutiert ist (so es der Dame eben gerade genehm ist).
 
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