Hallo liebe Katzenfreunde,
wir haben von klein auf einen Hauskater, der nun 10Jahre alt wird. In unserer vorherigen sehr kleinen Whg war er Einzelkatze und wir hatten eigentlich keine nennenswerten Schwierigkeiten mit ihm und obwohl wir beide berufstätig waren und auf 48qm eine Zweitkatze platzbedingt eine Quählerei gewesen wäre.
Nun sind wir vor 2 Jahren umgezogen, die Whg ist doppelt so groß und es gibt einen grossen Balkon (Netz gesichert). Toll war auch dass die Nachbarn eine Katze hatten und innerhalb eines Jahres war daraus eine Freundschaft entstanden, die ein häufiges Wohnungswechseln beider Katzen mnit entsprechendem Zutun der Dosi's erforderte.
Da wir beruflich nun noch stärker eingespannt sind, sind wir der allgemeinem Empfehlung gefolgt und haben uns eine Zweitkatze zugelegt. Diese ist knapp 3 Jahre (wie die Nachbarskatze) und war anfangs unheimlich schüchtern. Gingen sie sich anfangs nur aus dem Weg, spielen sie inzwischen auch mal gemeinsam, fressen und schlafen nebeneinander - ich nehme an dass sie sich mögen, auch wenn es inzwischen seitens des Katers auch mal ein kurzes "Beissandeuten" gab, wenn die "Kleine" es wieder zu wild trieb - etwa die Schmuseeinheiten unterbrach (dazwischendrängeln) oder mit der Tatze das Leckerli klauen wollte, denke das ist aber sein gutes Recht und eher mahnend denn böse gemeint, oder?
Seit die Kleine nun bei uns ist kommt die Nachbarskatze nicht mehr zu uns, was bedeutet das Teddy nun umso öfter rüber möchte. Und da kommen wir zum eigentlichen Problem, es gibt fast keine Tageszeit an dem unser Grosser nicht laut meckernd und wirklich penetrant fordernd vor der Haustür sitzt, weil er rüber möchte. Er nutzt auch jede Gelegehenheit durch die Beine zu entwischen, um dann vor Nachbars Tür zu sitzen und um Einlass zu betteln. Dies nun aber mit grosser Ausdauer zu unterschiedlichsten Nachtzeiten, also um 23Uhr, um 2, um 3:30...an ein durchschlafen ist überhaupt nicht mehr zu denken.
Nun sollte man annehmen dass er dann drüben seine Kumpeline umgarnt und sie spielen, aber falsch man macht eine prüfende Runde und legt sich dann dort auf den Balkon oder aber Fenstersims und döst, schläft oder frist als würde er dort wohnen. Das geht auchmla stundenlang so und irgendwann wenn er wieder "nach Hause" möchte teilt er dies den Nachbarn mit und sie klingeln und bringen ihn wieder. Diesen Austausch gab es wie anfangs erwähnt immer gegenseitig, bis die "Neue" kam.
Nun sind wir nach fast 2 Monaten unregelmässigem schlafen schon nur noch genervt, Wasserspritze und geworfene Socken reichen lange nicht mehr aus, nächtlichen Fressi und Balkon öffnen haben vermutlich mehr gegenteilige Erfolge erzielt, auch wenn dann anfangs Ruhe war.
Die Wohnung scheint zwar sowiet gut isoliert zu sein, dass sich noch kein Nachbar beschwert hat, aber wir gehen teilweise morgens echt auf dem Zahnfleisch weil die Tiefschlafphasen mehrfach unterbrochen wurden.
Hat jemand einen Rat?
Sollten wir versuchen Nachbarskatze wieder öfter dazu zu animieren hierher zu kommen um sich mit der Neuen irgendwie anfreunden zu können (bisher gab es zweimal einen Hieb an die Neue) oder aber wirklich Ohropax und totales Ignorieren (aber wie dann den Wecker hören) und das unterstützende kratzen vermeiden?
Schlafzimmertür zu geht eigentlich nicht da gäbe es Proteste von beiden und vor allem schlafen sie ja meist erstmal ruhig bevor irgendwann der Kater aufsteht und Radau macht.
Und ich meine wirklich Krach im Sinne von Katergeschrei, nicht meckern oder quatschen und brabbeln.
Alle Beteiligten sind natürlich kastriert und werden regelmässig ärztlich untersucht/geimpft.
Gibt es so eine Art Erziehungsgerät wie bei Hunden damit das nächtliche mauzen "bestraft" werden kann?
Tierpsychologe?
Wir haben unseren Dicken wirklich sehr lieb, weil wir ihn von klein auf haben aber inzwischen liegen die Nerven echt blank und manchmal würden wir ihm im nächtlichen Schlafk(r)ampf "den Hals umdrehen"...
Aber keine Angst, er wird und wurde natürlich nicht geschlagen oder ähnliches...