so manch einer hat es schon mitbekommen, dass meine kleine maus diddl schwer krank ist. fast zu spät wurde am 9. mai ein vergrößertes herz festgestellt mit massiven wassereinlagerungen. sauerstoffbox, entwässern, aufbaunahrung, entsprechende medikamente waren die erstmaßnahmen. drei tage später konnte ich sie wieder heim bringen. dann am 25. mai schien beim routindecheck alles in ordnung zu sein. zwei tage später lag sie wieder da. diagnose: erneut massiv wasser eingelagert. wieder punktion, erhöhung der furosemid-dosis.
seither ist sie mopsfidel. spielt, frisst, schnurrt. ok, sie trinkt mehr und geht mehr aufs töpfchen. aber das ist die einzige veränderung.
dennoch zermartere ich mir das hirn, ob ich es richtig oder falsch mache. wenn ich sie hier rumspringen sehe, denke ich: richtig. wenn ich an die worte vom tierdoc denke, der meinte, dass sie immer mal wieder wasser einlagern kann/wird und dann punktiert werden muss: falsch.
diddl ist nicht mein erster tierischer lebensgefährte, bei dem ich vor einer solchen entscheidung stehe. da warten einige im regenbogenland auf mich. bei den anderen war jedoch immer klar, dass ich mit einer behandlung das unvermeidliche nur hinauszögern würde und mein geliebtes tier dabei keinerlei lebensqualität mehr gehabt hätte. somit waren meine entscheidungen immer sonnenklar - ich habe sie schlafen lassen. bei diddl ist es anders.
was also tun? es immer wieder auf eine punktion ankommen lassen oder den schlussstrich ziehen? ich bin so hilf- und ratlos. ich bin mit dieser art krankheit bisher noch nicht konfrontiert worden. bei den anderen waren es die nieren oder tumore.
ich sage mir immer, diddl wird es dir sagen, wenn es genug ist, wenn sie nicht mehr will. ich werde dann nicht zögern, ihren wunsch nach frieden zu erfüllen.
eigentlich traue ich mich fast nicht, meine frage zu stellen. ich wage es dennoch: was würdet ihr an meiner stelle tun?