• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Die traurige Geschichte von Fynn

Diskutiere Die traurige Geschichte von Fynn im Besuch beim Tierarzt Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo an alle. Vielleicht weiß hier jemand einen Rat. Es geht um einen Tierarzt, der meiner Meinung nach eigentlich nicht mehr praktizieren...
  • Die traurige Geschichte von Fynn Beitrag #1
Jodas Tante

Jodas Tante

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Hallo an alle.

Vielleicht weiß hier jemand einen Rat. Es geht um einen Tierarzt, der meiner Meinung nach eigentlich nicht mehr praktizieren sollte. Wegen dem möglichen Verleumdungsgedöns lasse ich besser den Namen weg.

Unsere Geschichte war folgende:
Fynn war unser Hund, gerade 12 Jahre alt, also nicht mehr der jüngste. Irgendwann fingen die Probleme mit dem Kot-Absetzen an. Wir suchten gerade einen neuen Tierarzt, unser alter war in Rente gegangen.

Bei ihm wurde - nach Blutbild usw. dann ein Rückenleiden festgestellt und recht teuer behandelt. Dennoch wurde es nicht besser. Wir wurden beruhigt: Die Behandlung dauere, bis sie wirke. Der Hund jedoch baute immer weiter ab, bekam zunehmend Schmerzen, konnte nicht mehr richtig absetzen, krampfte und fraß auch nichts mehr. Dann sind wir zu einem anderen Tierarzt gegangen, der relativ schnell feststellte, dass etwas mit der Prostata nicht stimmte, was von "unserem" Tierarzt bereits ausgeschlossen wurde. Das Ergebnis des Bluttests war katastrophal - die Werte hatten sich innerhalb von zweieinhalb Wochen drastisch verschlechtert, wenn man das Blutbild des ersten Tierarzt (die Auswertung wurde durch ihn selbst vorgenommen) mit dem neuen verglich. Inzwischen war unser Liebling aber bereits so geschwächt, dass eine Operation nicht mehr in Frage kam. Am 04.02.2010 ging er über den Regenbogen.
Wir teilten dem Tierarzt dies mit. Seine Reaktion war, dass man den Hund zu früh hat einschläfern lassen, er wurde beinahe böse, weil wir die Behandlung bei ihm nicht fortgesetzt hatten.

Diagnosefehler mit tödlichem Ausgang - das passiert, ja. Prinzipiell kann man einem Tierarzt, der alles untersuchte, dies nicht zum Vorwurf machen. Jedoch irritierte uns damals bereits, mit welchen Methoden untersucht und diagnostiziert wurde und auch die Reaktionen, die auf Nachfragen kamen.
Wir erzählten unsere Geschichte verschiedenen Bekannten. Interessanterweise hatten diese von einer Reihe weiterer Tiere zu berichten, die die Behandlung dieses Arztes nicht oder beinahe nicht überlebt hatten.
Ein Kaninchen war fiebrig und fraß wenig - es wurde auf Zahnstein behandelt, hatte aber Würmer und krepierte elend.
Eine Katze wollte nicht mehr fressen - sie wurde auf Magengeschwür behandelt, sollte sogar operiert werden. Die Katze hatte aber einen vereiterten Zahn, sobald der entfernt war (durch einen anderen Tierarzt), konnte sie wieder fressen. Sie war so runtergehungert, dass sie beinahe nicht überlebt hätte.
Bei zwei Schäferhunden kostete die Behandlung knapp 10.000 Euro - beide sind tot.
Diese Liste läßt sich noch fortsetzen. Es liegen bereits mehrere Meldungen beim Ordnungsamt vor. Dies ist auch wohl seine dritte Praxis im dritten Ort. Die anderen wurden jeweils aufgegeben. Auch aus den verlassenen Ortschaften hört man solche Geschichten.

Ich mag keine schnellen Verdächtigungen. Aber gerade dieses Verhalten des betreffenden Tierarzt, auf Nachfragen und bei Verschlechterungen nicht andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, von seiner "schicken" und meist kostspieligen Behandlung nicht abzurücken, läßt doch die Frage aufkommen, ob dieser Tierarzt nicht entweder schrecklich inkompetent ist oder aber die Tiere systematisch falsch behandelt, um aus der Dauerbehandlung (da ja die Beschwerden und Symptome sich nicht bessern) seinen Profit zu schlagen.
Auf jeden Fall leiden diese Tiere oftmals weiterhin, wenn der Besitzer sie in die Behandlung dieses Tierarzt gibt.

Daher würden wir gerne etwas dagegen unternehmen. Eine Möglichkeit bestände, die tierärztliche Vereinigung zu informieren, was jedoch aufgrund von Einzelfällen relativ geringe Auswirkungen (keine) haben würde. Daher müsste schon eine Sammelklage eingereicht werden. Nur: Wie kommt man an die "Opfer", ohne eine Anzeige mit seinem Namen zu schalten? Oder gibt es andere Möglichkeiten?
Ich möchte keineswegs aus Rache oder so die Existenz dieses Mannes vernichten, ich möchte nur, dass keine anderen Tiere unnötig leiden und sterben. Habt ihr da Ideen?
 
  • Die traurige Geschichte von Fynn Beitrag #2
Hallo!

Du fragst wie man an die "Opfer" kommt, weiter oben hast du geschrieben, dass ihr das alles über Bekannte erfahren habt.
Ich denke, um hier vorwärts zu kommen, müsstet ihr über eure Bekannten die Tierbesitzer ausfindig machen und kontaktieren, die jeweils auch negative und folgenschwere Erfahrungen mit dem Tierarzt gemacht haben.
Wenn diese dann bereit sind, gemeinsam mit euch an einem Strang zu ziehen, kann man sich rechtlich von einem Anwalt beraten lassen und ggf. weitere Schritte einleiten.

Eine andere Option, wie Anzeigen schalten etc. halte ich für schwierig, weil ja der Betreff mit angegeben werden müsste und der Tierarzt es wohl auch mitbekommen und reagieren könnte.

Ich weiß nicht, inwiefern man evtl. bei der Tierärztekammer nachfragen kann, ob es schon Beschwerden/Probleme mit dem betreffenden Tierarzt gab. Vielleicht wäre da noch eine Möglichkeit, etwas in Erfahrung zu bringen.

Liebe Grüße

Andrea
 
  • Die traurige Geschichte von Fynn Beitrag #3
Ja, einige haben wir ja schon, die bereit wären, bei einer Sammelbeschwerde bei der Tiervet.-Kammer mitzumachen, jedoch nur ca. 6 oder 7 (einige wollen halt auch nicht). Da aber - wie gesagt - anscheinend weit mehr betroffen sind, wäre es wohl sinnvoll, hier im Kollektiv vorzugehen. Gegen den Tierarzt wurde bereits eine Klage geführt - eine Entschädigungszahlung kam dabei raus. Dennoch darf er weiterhin praktizieren.
 
  • Die traurige Geschichte von Fynn Beitrag #4
Hmmm....ich weiß ja nicht wie ihr wohnt, aber wenn es nicht gleich eine Großstadt ist, dann kennt doch Person A Person B und die wiederum Person C, grad unter Tierliebhabern (bei den Hunden Gassigehen!!) kennt man sich, kann so vielleicht ins Gespräch kommen?

Gerade die Hundehalter unter diesen 6-7 könnten dabei andere Hundehalter vorsichtig (!) ansprechen.

Wobei 6-7 ja schon eine ordentliche Anzahl ist.

Ich weiß leider nicht, inwiefern man erreicht, dass er nicht mehr praktizieren darf, ob dabei die Anzahl der Kläger entscheidend ist, wage ich zu bezweifeln, ich denke eher, dass die Fehler klar belegt werden müssen. Habt ihr denn von den jeweiligen nachbehandelnden Tierärzten schon Atteste eingeholt? Das wäre wohl wichtig.

Naja, und eben erstmal gesammelt zum Rechtsanwalt und erkundigen wie die Rechtslage ist.

Ganz schön schwierig so ein Thema...
 
  • Die traurige Geschichte von Fynn Beitrag #5
Ja, das Problem ist ja, dass es über fünf Jahre geht. Nur teilweise wurden die Tiere nachher durch einen anderen Tierarzt behandelt, von dem man die Akte bekommen kann. Nun sind Diagnose-Fehler ja auch nicht an sich strafbar (was genau das mit der Klage war, konnte ich bislang nicht in Erfahrung bringen) - habe ich mit meinem Anwalt bereits besprochen. Deswegen denke ich ja auch, dass hinsichtlich des Problems eine breitere Beschwerde bei der Ärztekammer eher zum Erfolg (oder überhaupt zur Untersuchung) führen würde, und deshalb: Je mehr, desto besser. Ich glaube nicht (und mein Anwalt auch nicht), dass sechs Beschwerden reichen würden, das kann ja auch die normale Ausfallquote sein...

Wichtig wäre es halt auch, Leute aus den anderen Ortschaften zu kontaktieren. Zweimal die Praxis komplett gewechselt in 10 bis 15 Jahren (im Umkreis von 30 km)? Finde ich schon irritierend, denn so schnell baut man ja auch keine Stammkundschaft auf. So ein Wechsel beinhaltet ja auch immer finanzielle Risiken. Wie gesagt, ich habe diesbezüglich Gerüchte gehört, konnte die bislang jedoch nicht verifizieren.
 
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