• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Hinterbeine knicken weg

Diskutiere Hinterbeine knicken weg im Sonstige Erkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo! Ich bin ziemlich verzweifelt. Daher habe ich mich hier angemeldet und vielleicht finde ich ja einen Rat, der mir helfen kann. Es geht um...
  • Hinterbeine knicken weg Beitrag #1
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SteffiG

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Hallo!
Ich bin ziemlich verzweifelt. Daher habe ich mich hier angemeldet und vielleicht finde ich ja einen Rat, der mir helfen kann.
Es geht um meine Katze Murkel, die mittlerweile 13 Jahre ist.
Sie ist seit 2006 eine reine Wohnungskatze. Damals wurde sie angefahren und ihre Hüfte war ausgerenkt. In der Tierklinik wurde sie operiert (mir wurde gesagt, daß ein Einrenken bei Katzen nur per Operation geht). Bei der OP wurde festgestellt, daß die Gelenkpfanne einen Sprung hatte und dieser Teil wurde dann durch ein künstliches Teil ersetzt. Es hat zwar lange gedauert, aber Murkel hat sich davon komplett erholt. Sie lief problemlos und ist auch beim Spielen gesprungen, als ob nie etwas gewesen wäre.
Im Mai diesen Jahres hat sie ihre jährliche Impfung bekommen (Katzenseuche und -schnupfen).
2 Tage nach dieser Impfung lag sie auf dem Sofa und wollte aufstehen, aber ihre Hinterbeine knickten weg. Dann sprang sie vom Sofa und knickte noch 2x weg. Anschliessend war alles wieder ok. Da ein Tierarztbesuch für sie immer furchbaren Streß bedeutet und ich dann trotz genauer Beobachtung nichts ungewöhnliches mehr feststellen konnte, habe ich das nicht weiter untersuchen lassen. Dachte mir, vielleicht hatte der Tierarzt blöd gespritzt oder ihr Kreislauf war nicht auf der Höhe, es war an dem Tag sehr warm.
Die kommende Zeit war alles problemlos und normal.
Vor 2 Wochen kam ich dann sonntags heim und Murkel begrüßte mich wie immer an der Tür.
Mir fiel dann aber sofort auf, daß ihre Hinterbeine wieder wegknickten und diesmal blieb der Zustand.
Ich habe dann sofort die Nummer der Tierklinik (in Bamberg) rausgesucht, angerufen und bin mit ihr hingefahren.
Der Tierarzt dort untersuchte Murkel (er hatte auch ihre Hüfte operiert) und stellte dann nach einer Beruhigungsspritze per Ultraschall einen schweren Herzfehler mit Herzrhythmusstörungen fest. Im Mai hieß es noch, sie hat ein starkes Herz.
Sie bekam dann 2 Spritzen und ich sollte am nächsten Tag wiederkommen, früh wenn sich nichts gebessert hat und nachmittags, wenn es ihr besser ginge.
Ich habe in der Nacht alle 1-2 Stunden nach ihr geschaut. Sie lag immer wach und hatte sehr große Pupillen.
Sie kam diese Nacht nicht ins Bett und das hat sie seit dem plötzliches Tod meines Mannes im März jede Nacht gemacht.
Zum Glück war der Montag dann ein Feiertag, so daß ich gleich vormittags wieder in die Tierklinik fahren konnte.
Dort wurde sie wieder untersucht und bekam nochmal 2 Spritzen.
Der Tierarzt meinte, er schätzt auf neurologische Ursachen. Wäre die Herzerkrankung die Ursache, hätte sie auch mit den Vorderfüssen getorkelt.
Ich sollte dann am Mittwoch zu einer Blutuntersuchung kommen.
Montag Nacht hat sich Murkel mit meiner Hilfe ins Bett gequält.
Dienstag mußte ich dann auf die Arbeit, aber mein Schwiegervater schaute nach ihr.
Und Dienstag Abend ging es ihr wieder besser, sie lief normal, hatte mit Appetit gefressen, war auf dem Katzenklo (war sie vorher auch).
Mittwoch wurde dann Blut abgenommen und da es ihr besser ging, nichts weiter gemacht.
Freitag konnte ich dann die Ergebnisse telefonisch erfragen.
Es war alles unauffällig, Schilddrüse, Leber, Niere, Blut- und Muskelwerte.
Zucker etwas erhöht, aber der Durchschnittswert war gut und daher paßte das auch.
Ich fragte, was wir als nächstes tun sollten.
Der Tierarzt meinte, solange es ihr gut geht, soll ich abwarten.
Als nächstes hätte er ein CT vorgeschlagen, um einen Turmor o.ä. auszuschliessen.
Aber dafür muß sie eine Vollnarkose bekommen und das ist in ihrem Alter und mit dem Herzfehler nicht unbedenklich.
Ich soll jetzt darauf achten, ob sie wieder wegknickt oder angestrengt atmet. In dem Fall sofort zum Tierarzt.
Ich fragte den Tierarzt, ob sie wegen dem Herzfehler Medikamente benötigt. Das hat er erstmal verneint.
Ihr geht es jetzt gut. Die Hitze der letzten Tage hat sie etwas träger gemacht, aber heute ist sie wieder munterer.
Ich habe schon sehr viel im Internet gesucht. Aber es gibt so viele mögliche Ursachen.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch irgendwelche Untersuchungen machen lassen soll.
Allerdings ist ein Tierarzt-Besuch wirklich der blanke Horror für Murkel.
Ich habe Colostrum besorgt und ihr seit 1,5 Wochen mit etwas Milch (die verträgt sie gut) gegeben, um das Immunsystem zu unterstützen.
Allerdings hat sie die letzten 2 Tage gebrochen, aber das kam auch früher immer mal vor. Ansonsten ist alles normal.
Habt Ihr noch irgendwelche Ratschläge, was ich machen kann, worauf ich achten soll?
Soll ich vielleicht auch mal nach einem Tierheilpraktiker suchen? Hat jemand damit Erfahrung?
Ich habe solche Angst, sie jetzt zu verlieren.
Ich weiß, daß sie irgendwann gehen muß. Aber nicht jetzt, so kurz nach meinem Mann.
Sie hilft mir so sehr in dieser schweren Zeit.
Ich möchte nichts unversucht lassen, damit sie noch möglichst lange bei mir bleibt. Sie soll aber auch nicht leiden!

Hoffe, der Beitrag ist nicht zu lang, wollte aber alles genau aufzeigen.
Für Eure Ratschläge schon im Voraus vielen Dank!

Gruß
Steffi
 
  • Hinterbeine knicken weg Beitrag #2
Leber ist die ok? Frisst er?
 
  • Hinterbeine knicken weg Beitrag #3
Ja, Leberwerte waren iO.
Sie frißt auch ganz normal.
 
  • Hinterbeine knicken weg Beitrag #4
Wenn das Wegknicken der Beine derzeit nicht akut auftritt,
würde ich bei einer 13-jährigen Katze mit Herzproblemen
auch nicht unbedingt eine Narkose durchführen lassen.

Aber deine Überlegung, auch einen Tierheilpraktiker
einzubeziehen, halte ich für sinnvoll.

Mein Hund, der schon 14 Jahre alt ist und Herzprobleme hat,
bekommt seit einiger Zeit Globuli für sein Herz. Er wird wegen
einer anderen Erkrankung auch homöopathisch behandelt und
diese Behandlung schlägt gut an. Er hätte sonst auch operiert
werden sollen, was ich in seinem Alter vermeiden wollte.

Der Besuch beim Tierheilpraktiker oder bei einem Tierarzt, der
auch homöopathische Medikamente verordnet, ist einen Versuch wert.
 
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