hilfe, alles ist schief gelaufen bei der kastration meines katers!
ihr erinnert euch vielleicht an den thread mit dem uringestank weiter unten... am dienstag ist er ja kastriert worden. ich fand es schon etwas seltsam, dass es ihm 12 stunden später immer noch so schlecht ging, aber naja, ich war vorgewarnt, vonwegen narkose, und so.
am mittwoch durfte er endlich wieder etwas fressen - er wollte aber nicht. statt dessen lief er immer noch gleich wackelig durch den gang, ein augenlid hing runter. 2 stunden später fing er an, zu kotzen, wasser und schaum. die TÄ meinte, ich solle mal noch abwarten, vielleicht sei er "empfindlich". nochmal 2 stunden später konnte er kaum mehr aufstehen, ich sah mir seine hodensäcke an, der schaft war riesig und geschwollen. er trank und ass nichts mehr.
gottseidank vertraute ich der ärtin nicht mehr und brachte meinen kleinen sofort in die tierklinik. dort stellten sie fest, dass er 39,8grad fieber hatte, kurz vor einem kreislaufkollaps war und völlig dehydriert war. er hat inner halb dieser 36stunden über 1kg gewicht verloren.
in der klinik wurde er gleich mit starken schmerzmitteln versorgt, denn er muss wahnsinnige schmerzen gehabt haben. er bekam auch gleich spinnengift zur psychoentspannung und valium zum einschlafen, antibiotika und eine infusion um den wasserverlust und den nährstoffmangel auszugleichen.
ich bin total fertig und mache mir riesen vorwürfe. vor lauter angst, an einen schlechten
Tierarzt zu kommen, hab ich mich in meinem bekanntenkreis durchgefragt, extra die mir empfohlene ärztin genommen. und jetzt sowas. sie hat lauter fehler gemacht.
1. laut klinik hat sie wahrscheinlich unsteril gearbeitet.
2. man hat uns nicht gesagt, dass wir am vortag hätten den genitalbereich meines katers waschen sollen.
3. es wurde um die wunde herum nicht rasiert.
4. sie hat ihm keine schmerzmittel gegeben.
5. die narkose war übertrieben hoch.
6. das schlimmste: sie hätte SOFORT alarm schlagen müssen, als ich bei ihr anrief.
7. sie hat ihn am gleichen tag komplett geimpft, obwohl das impfen den körper sehr stark belastet und nicht gleichzeitig mit einer op gemacht werden soll.
8. man hat uns nicht gesagt, dass wir die katzenstreu aus dem klo entfernen sollen.
meine nerven sind völlig am ende. jetzt hab ich auch noch erfahren, dass eine andere katze, am tag davor von ihr operiert, eine schlachter-wunde von der kastration hat und ebenfalls in der klinik liegt. ich hoffe, dass er durchkommt. ich will nicht, dass er stirbt, nur weil ich ihn hab kastrieren lassen! ich mache mir solche vorwürfe, man darf sich einfach niemals auf die aussagen von TÄ verlassen, ich schäme mich, dass ich mich nicht vorher irgendwo besser informiert habe.
der tierschutzbund rät mir übrigens zu einer einklagung der klinikkosten. was meint ihr? im moment interessiert mich das (noch) wenig, aber der klinikarzt muss im fall aller fälle wissen, ob er eine obduktion anordnen soll.
grüsse, jelia
