Hallo erst einmal. Bin nun schon seit einiger Zeit in verschiedenen Foren unterwegs und lese über Katzenvergesellschaftungen...
allerdings ist der Neuzugang schon da... Ozzy, geschätzte 5 Monate, kastriert.
Aber von vorne:
Meine Katze Lilly, mittlerweile 6 Jahre, Hauskatze, Alleinherrscherin, sehr sehr scheu... Hab sie mit 6 Monaten aus nem Haushalt mit Hunden "gerettet", sie hat nur hinterm Küchenschrank gelebt und kam zum Fressen raus. Bei Menschen, die sie mag bzw. länger kennt (hab mit ihr in mehreren WGs gelebt), legt sie die Scheu ab. Eigentlich wird sie dann sogar relativ penetrant und möchte Aufmerksamkeit. Trotzdem, sobald die Klingel der Wohnungstür ertönt, ist sie weg und kommt auch erst wieder raus, wenn der Besuch weg ist.
Soweit so gut, warum jetzt also überhaupt ein Spielkamerad bzw. warum jetzt erst? Ich gebe zu, ich hab mir damals nicht viel Gedanken darüber gemacht bzw. wollte ich meinen Mitbewohnern nicht noch ne Katze zumuten. Irgendwie dachte ich, meine Gesellschaft bzw. die meiner Mitbewohner reicht ihr. Sie war auch immer viel bei meinen Mitbewohnern bzw. an deren Haustieren (Ratten, Kaninchen) interessiert, wobei sie auch vor denen Angst hatte!!!

echt wahr...
Vor eineinhalb Jahren bin ich dann mit meinem Freund zusammen gezogen. Den liebt sie abgöttisch...
und dann fing es an. Irgendwie hatte ich das Gefühl sie dreht ab... ständig hat sie uns spielerisch angefallen, Tapeten zerkratzt, Möbel angekratzt, Zeitungen und sonstige Unterlagen, die rumliegen angenagt und zerrissen... und sie saß ständig direkt vor meinem Freund am PC und hat seine Aufmerksamkeit gewollt und dann in seine Hand gebissen (nicht richtig fest) oder in seinem Gesicht rumgetatzelt... und das ständig!!!
Gut, wir sind auch beide berufstätig und somit war sie auch längere Zeit alleine zu Hause, was sie vorher so nicht kannte, weil in den WGs eigentlich immer jemand da war.
Ok, also dachten wir uns, es wird Zeit für einen fellnasigen Zeitgenossen... und gingen ins Tierheim... dort riet man uns zu einem jungen, noch nicht ausgewachsenen Kater, dem sie zeigen können sollte, wer hier das Sagen hat... so ungefähr wurde uns das gesagt..
Erst mal gab es aber kein passendes Pendant...
Dann waren wir Anfang August noch mal im Tierheim und wurden sogar "fündig", obwohl es erst wieder so aussah, als wenn das nix wird. Alle Hauskatzen waren entweder zu dominant oder unverträglich.
Bis auf ... ja bis auf den Neuzugang, der aber noch zwei Wochen im
Tierheim bleiben musste. Das war Ozzy... und nun wohnt er schon 4 Wochen bei uns...
Haben ihn erstmal seperat gehalten. Die Lilly durfte manchmal in sein Zimmer, aber dann musste ich ihn immer festhalten, weil er sonst auf sie zugerannt wäre und sie eh nur ganz vorsichtig auf ihn zu ist.
Nun ja, dann hat sie ihn angefaucht. Auch durch die Tür hindurch, wenn sie ihn gehört hat.
Erstes Zusammentreffen war dann auch mit unglaublichem Gebrumme und Gefauche ihrerseits...
hätte ich ja bei meiner Angstkatze nicht gedacht, dass sie solche Töne von sich geben kann.
Nun ja, also alles in allem läuft es ganz gut, der Kleine ist halt sehr verspielt und furchtbar interessiert an ihr... er faucht sie auch nie an...
mittlerweile jagen sie sich durch die Wohnung, immer hin und her. Also sie ihn, dann er sie usw.
Sie können sogar aus einem Napf fressen, obwohl sie das nicht müssen und benutzten beide alle Klos...
Nur wenn es ihr zu bunt wird, faucht und knurrt sie ihn kurz an und er hört dann auch gleich auf.
Aber noch ist er ja auch klein... und was ich so gelesen hab, gibt es ja auch noch diese Rüpel-Phase und er wird ja auch größer... und da mach ich mir doch Sorgen, ob das dann alles noch gut geht...
und charakterlich ist er halt ganz anders: zutraulich und total verschmust.
ok, jetzt hab ich nen halben Roman geschrieben...
würd mich aber trotzdem über ein paar Rückmeldungen freuen.
lg, Lillykatze