Hallo Community,
ich wende mich nun an euch um die Problematik rund um meine neue Mitbewohnerin zu schildern.
Meine vorherige Katze wurde 15 Jahre alt und hatte als Freigängerin ein schönes und erfülltes Katzenleben, leider litt sie am Ende ihres Lebens an einer cerebralen Neoplasie, bei diesem Krankheitsbild wurde uns zum sanften einschläfern der Katze geraten... nunja, nach ein paar jahren der "Einsamkeit" dachte ich nun, mir wieder jemanden ins Haus zu holen. Nach ein paar Nachforschungen im Internet stieß ich auf eine Anzeige aus meiner näheren Region. Kurzerhand angerufen und einen Termin vereinbart. Bis jetzt alles super. Die Wohnung wurde im Vorfeld auf einen herzlichen Empfang vorbereitet und die Erinnerungen an den Einzug der vorherigen Dame wieder in hervorgeholt... Vor Ort ein erschreckendes Szenario für mich. Ein 8 Wochen alter Kater und ein ca. 5 Monate altes Kätzchen zusammengepfercht in eine Hundetransportbox mit Gitter vorne dran - ich konnte einen starken Uringeruch bereichts 2 Meter vor dem "Käfig" wahrnehmen... ich war entsetzt und über solch eine Situation in keinster Weise mental vorbereitet. Das Katerchen wurde dann von einer Dame abgeholt, welche zeitgleich mit mir eintraf... sie zeigte keine Reaktion auf die Haltung der Tiere und nahm es mit ohne jeglichen Kommentar. Ich wollte ja eigentlich eine junges Kätzchen aber das Bild, bei einem Blick in die Box, war so herzerweichend dass ich keine Sekunde zweifelte. Nur mal angemerkt 20€ war dieses LEBEN wert... tz tz tz für mich unschätzbar!
Während der Fahrt wurde in die Transportbox gestuhlt und das ganze mit imaginären Streu verscharrt... die Sauerei kann man sich so nicht vorstellen...
Zuhause angekommen saß das verschmutzte und total verängstigte Kätzchen zusammengekauert in seinen eigenen Fäkalien... nunja, ich kann es schlecht rausziehen und unter die Brause halten...
Ich legte mich ins Bad und wartete einige Zeit unter ständigem gut zu reden... ich bewegte ab und an meine Finger am Boden vor der Katze, erst zeigte sich angst doch dann wurde das Bewegen erwiedert und das Kätzchen tastete auch meine Finger ganz sanft und behutsam an. Mein Gedanke in diesem Moment "Das Eis war gebrochen". Nach einer Woche Hausarrest kann ich nun sagen das "Kitty" sich gut macht und von mir konsequent aufgepeppelt wurde. Ihr Tagesrythmus ist zwar etwas fragwürdig, da sie mitten in der Nacht spielt und tagsüber schläft... nunja sie hat ihren Rückzugsort und in manchen Situationen reagiert sie ängstlich. Kitty kann man eigentlich mit einem Bauerhofwurf vergleichen, d.h. dem Menschen gegenüber sehr scheu... Es bessert sich Tag für Tag. Schon der Stuhlgang in der Transportbox zeigte sich nicht gerade fest und ich musste die darauf folgenden Tage die totale diarrhoe verzeichnen. Ich dachte es wird schon akut lebensbedrohlich, da Kitty sehr abgemagert aussah, doch es regulierte sich ab dem 5. Tag. Eine Vorstellung beim Tierarzt würde ich nach der 2. Woche wagen, da ich ihr nicht schon wieder diesen Stress zumuten möchte. Das Kätzchen ist nicht sterilisiert, d.h. ich weiß nicht ob das Mädel nicht trächtig ist. Zu meiner Vermutung kommt hinzu das die Zitzen sehr gut tastbar sind und stehen, jedoch (noch) nicht geschwollen. Die Katze reagiert auf abtasten des distal gelegenen Bauches etwas sensibel, was meine Vermutung etwas erhärtet... Kitty frisst sehr gut, am liebsten mehrmals täglich Nassfutter und ein wenig Trockenfutter steht auch noch zur Verfügung. Was haltet ihr davon, schwanger oder nicht?
Ich würde sagen Kitty hat nun ein besseres, angenehmeres Zuhause, was sie auch dankend annimmt und mir positiv signalisiert.