ich wollte mal fagen ob jemand erfahrung mit Dr. Forterre hat, oder ob einer von euch seine miezi dort schon operieren lies??
Hallo Nicole,
> ja sehr Gute. Dr. Forterre ist ein Spezialist auf dem Gebiet und meines Wissens immer noch der Einzige, der sich an diese OP's herantraut und zu einem guten erfolgreichen Ende führen kann.
> Ich bin mit meinem 13 jährigen Kater sogar von Hamburg nach Bern geflogen, weil es die einzige Hoffnung war meinen kleinen Kater zu retten. Dabei war der Gehirntumor (Meningeom) schon so groß, das es das Kleinhirn nach hinten aus der Gehirnschale rausgedrückt hatte.
Es ist natürlich ein großer Eingriff, doch Katzen erholen sich (im Gegensatz zu uns Menschen) sehr schnell und gut davon (wir haben schon nach nur 2 Tage nach OP die Klinik verlassen).
Auch die gesammte Betreuung war in der Berner Uniklinik hervorragend und sehr freundlich. Der Weg hat sich mehr als gelohnt und jeder Tag mit Arthur ist eine wahre Freude, ein Geschenk! Heute frage ich mich, warum ich so lange gezögert habe. Arthur war viele Monate völlig neben sich, orientierungslos, Kopf wippend und im Kreis laufend, abgemagert weil er weder Futter noch Klo fand ... schrecklich.
Wir haben über Monate (nach vielen Untersuchungen und verzweifelten Arztbesuchen) versucht, ihn mit Cortison zu stabilisieren. Doch das kann und sollte man nicht zu lange machen, der Tumor wächst ja weiter. Man erhöht die täglichen Dosen, irgendwann auf alle 8 Stunden ... bis es nicht mehr wirkt. Und dann ist es häufig auch zu spät für die OP.
Solange haben wir nicht gewartet, ich wollte ihn nicht unnötig lange leiden lassen, habe selbst jeden Tag mit ihm gelitten und händeringend nach einer Rettung neben der "endgültigen Erlösung" gesucht. Doch die Unkenrufe von Familie und Freunde, die mich allesamt für bekloppt erklärten, weil ich meinen Kater in der Schweiz (!) operieren lassen wollte, waren enorm. Laß Dich nicht davon beeindrucken, denn es ist Quatsch! Es gibt immer Lösungen! Einschläfern ist die Letzte und Passivste.
> Die OP meines Arthurs ist jetzt ein gutes halbes Jahr her. Arthur hat keine Schäden von der OP zurück behalten und ist weit fitter als je war. Er hat sogar endlich auch zugenommen, mit wachem Wesen und einem wunderbar glänzenden Fell, verschmußt und verspielt wie ein junger Tiger.
ob der tumor gut oder bösartig ist??
> Es ist nicht so entscheidend, ob gut- oder bösartig. Tumore wachsen, manchmal über Jahre. Doch sie führen dazu, das wichtige, überlebensnotwendige Funktionen ausfallen! Meningeome kommen bei Katern ab einem Alter von 9-10 Jahren häufig vor, vorallem bei rotehaarigen (wie man mir in Bern sagte).
Der Tierarzt wo das CT durch geführt hat sagte mir man könne diesen tumor nicht operieren!
> Das sagen leider viele Tierarzt, die keine Ahnung haben und die Idee, das man auch Tiere durch Operationen retten kann, hat sich leider oft noch nicht rumgesprochen. Doch selbst Tierarzt aus Hamburg haben sich schon von Dr. Forterre fortbilden lassen ...
Ich hoffe, meine Antwort konnte Dir und Deinem Kater weiterhelfen. Viel Glück und Grüße aus dem Norden
insil
P.S.
Ich war übrigens nach der OP noch eine Woche in München, damit sich mein Kater vor der langen Rückreise noch etwas erholen kann. Die Fäden habe ich in der Ismanniger Tierklinik ziehen lassen. Dort arbeiten Tierarzt, die bei Dr. Forterre gelernt haben bzw. mit ihm zusammen gearbeitet haben ... eine junge Tierarzt sagte sogar, das sie vorallem deswegen Tierarzt geworden ist, weil es so tolle Menschen wie Herrn Dr. Forterre gibt. Ich kann das nur bestätigen.
Und auch in Ismaningen hätte man, nach Sichtung der Befunde, den sehr großen Tumor nicht mehr operiert. Aber sicherlich können die Dich dort gut beraten.