Da gibt es unterschiedliche Positionen...die einen sagen, naja, so eine Katze kocht sich ja die Mäuse vorm Verzehr auch nicht, was ja durchaus stimmt. Die anderen sagen, dass ja durch das Kochen / dünsten die Verdaulichkeit erhöht wird. Ich wechsel da ab. Vor allem, wenn meine beiden krank sind oder naja, irgendwas im Busch ist, bevorzuge ich für sie Gekochtes.
Prinzipiell ist es möglich, das Katzenfutter auch gekocht anzubieten. Im Grunde funktioniert es so wie normales Barfen, einige Dinge sind jedoch zu beachten. Und es ist doch noch aufwendiger (habe gerade zweieinhalb Tage Küchenschlacht hinter mir....).
Also: Wenn du Kochbarfen willst, musst du genauso supplementieren wie beim normalen Barf. Ausgangspunkt ist das Gewicht des Rohfleisches. Kochen solltest du in möglichst wenig Wasser mit möglichst geringer Hitze - damit gerade die empfindlichen B-Vitamine nicht komplett zerstört werden. Das Kochwasser muss auf jeden Fall wegen der ausgeschwemmten Nährstoffe mitverwendet werden. (Und ich würde die Gabe von B-Vitaminen, Bierhefe also, erhöhen - da geht doch einiges kaputt.) Gekochte Knochen gehören in den Müll, nicht in die Katze, weil sie brüchig und spröde werden - Splitterverletzungsgefahr.
Du solltest vor dem Kochen die Anzahl der Mahlzeiten (Tagesrationen) aus der Menge des Rohfleisches berechnen, die gekochte Nettomasse abwiegen und entsprechend auf die Zahl der Mahlzeiten verteilen.
Und ganz ganz wichtig: Die Supplemente dürfen erst dazugegeben werden, wenn das Gekochte vollständig abgekühlt ist. Nie ins heiße Fleisch geben. Ordentlich verrühren oder durchmanschen und abfüllen.
Also eigentlich recht einfach. So große Unterschiede zum "richtigen" Barfen gibt es eigentlich nicht.
(Irgendwas hab ich noch vergessen, glaub ich...hm, ich schreibs, wenn es mir einfällt. Ach ja, das Fleisch nicht totkochen, sondern nur ganz kurz!)