Ich melde mich auch aus der Welt der Angstkatzen. Meine Mädels waren extrem ängstlich und verstört, hatten offensichtlich schon Einiges mitgemacht. Es hat von Mitte Januar bis Sommer gedauert, bis sie sich unter Leckerchenbestechung anfassen ließen. Seit einigen Wochen schläft die gesamte Maubande bei mir im Bett. Die Kleinen holen sich da ihren Ankuschelbedarf und es geht immer in kleinen Schrittchen vorwärts. Man braucht ne Engelsgeduld, aber die lohnt sich sowas von!
Einfangen zum Tierarztbesuch: Da müsst Ihr Beide durch. Punktum. Macht es zu Zweit. Seht zu, ob Ihr sie in einen Raum bekommt, wo es keine Versteckmöglichkeiten gibt, bzw. Ihr gut an sie rankommt. Der Fänger zieht sich Lederhandschuhe an, wenn Angst vor Kratzern. Der andere hält die Transportbox offen bereit. Ein Handtuch kann auch hilfreich sein, daß man über die Miez werfen und sie kurz drin einpacken kann, bis sie in der Box ist. Macht Euch im Vorfeld locker, beginnt rechtzeitig, damit Ihr durch Zeitdruck nicht zusätzlich Streß habt. Zur Not mal herzhaft zupacken und Kratzer eben in Kauf nehmen.
Stell die Box schonmal in den Raum, in dem sich die Miez aufhält, damit sie ihn untersuchen kann. Vielleicht kannst Du auch mit Leckerchen tricksen. Mal welche reinlegen, oder den Futternapf reinstellen, so zum Kennenlernen.
Wir mussten auch einen Termin platzen lassen, bzw. verschieben, weil wir die Kleinen einfach nicht eingefangen bekommen haben. Ich war so frustriert, weil ich Angst hatte, ich hätte das bis dato mühsam aufgebaute Vertrauen zerstört. Ist eben so. Und die Miezen haben es NICHT übelgenommen. Im Gegenteil: Hinterher sind sie um uns rumgesteppt, als wollten sie sich für ihr Verhalten entschuldigen.
Ich kann nur wiederholen: Hab´ Geduld! Warum muß eine Miez den unbedingt und sofort zum Schmusemonster werden? Würdest Du ja auch nicht mit jedem machen, den Du noch gar nicht kennst. Das wird alles schon. Locker bleiben, Liebes!