Meine Nerven sind dem Erdboden gleich.
Als ich letzten Freitag meinen Kater abgetastet hatte, aufgrund dessen daß er nur noch unregelmäßig Stuhlgang hatte und etwas ruhiger wurde, hoffte ich darauf daß er nur eine Verstopfung hatte.
Der Tierarztbesuch riss mir den Boden unter den Füßen weg. Es wurde sofort ein Röntgenbild gemacht. Er hat einen riesen Tumor im Bauch und sichtlich vergrößerte Nieren. Der Tierarzt machte mir keine Hoffnung und schickte mich mit ihm in die Tierklinik Potsdam um weitere Untersuchungen vornehmen zu lassen. Dort wurde meinem Düd Blut abgenommen und eine Ultraschalluntersuchung gemacht.
Die Ultraschalluntersuchung war ebenso niederschmetternd. Der Tumor ist so groß daß er kaum gemessen werden konnte, eine Niere sah tumorös verändert aus und die andere Niere war zwar vergrößert, sah aber normal struckturiert aus. Man konnte nicht erkennen aus welchem Organ sich der Tumor gebildet hat... evtl. ein
Lymphom.
Die Blutwerte sind alarmierend...
Harnstoff: 29,1 (Normal: 5,7 - 12,9)
Kreatinin: 523 (Normal: 71 - 212)
Retilulozyten: 2,9 (Normal: 3 - 50)
Lymphozyten: 0,81 (Normal: 0,92 - 6,8 )
Neutrophile: 13,49 (Normal: 1,48 - 10,29)
Leukose: negativ
FIV: negativ
Alles deutet auf ein Nierenversagen hin und wenn ich mich entscheiden wolle, wie es weiter gehen und ob was unternommen werden soll, muss das schnell passieren.
Man könnte den Tumor und die Nieren punktieren um einen evtl. tumorösen Befall der Niere auszuschließen. Wär dies der Fall, hätte er eine chronische Nierenerkrankung.
Wenn die Niere vom Tumor befallen wäre, würde man den Tumor raus opperieren und weiter mit Chemo behandeln. Alle gefragten Ärzte gaben mir keine positive Prognose. Um ehrlich zu sein nur 20% Chance auf Heilung.
Nun, ich konnte beobachten daß es meinem Katerchen auf einmal zunehmend schlechter ging und ich wollte ihm den Stress ersparen und solang wie es geht, ihm seinen Lebensabend verschönern.
Nun das kuriose: Als ich Gestern aus der Schule kam, war er wieder der Alte. Er hat mit Appetit gefressen, natürlich trinkt er viel, geht viel auf toilette und war sogar sehr lebendig. Er will alles andere als sein Schicksal akzeptieren.
Wie kann das sein, bei dieser schlechten Prognose + schlechter Werte?
Ich will mir keine unnötigen Hoffnungen machen daß man es doch versuchen sollte mit ihm zu kämpfen.
Ich brauche allerdings etwas Rat... vielleicht von Erfahrenen oder egal von wem.
Er ist noch so jung...
Danke schonmal.
Grüße