Hallo zusammen,
Bei unser Kater Max ist letztes Jahr in Oktober auch Fibrosarkom festgestellt worden. Max ist für mich ein ganz besonderer Kater. Ich habe ihn vor 9 Jahre auf Kreta vor dem Tod gerettet. Er war da nur ein paar Wochen alt. Seit dem hängt er sehr an mich und mein Mann. Er schläft immer neben mein Kopf, wenn es kalt unter der Daunendecke, und ist sehr verschmust. Ich habe noch ein anderen Kater, aber so ein verschmuster Kater wie Max habe ich noch nie getroffen. Er ist dann in Oktober operiert worden, und da wir eine sehr gute Krankenversicherung haben, haben wir in Anschluss direkt eine Bestrahlungstherapie angefangen. Er hat die OP sehr gut überstanden, und die Bestrahlung auch. Er war im Bramsche für die Bestrahlung, und da es für uns zu weit war, haben wir Max während der Woche da gelassen und für das WE angeholt. Er hat sogar mit der Tierkrankenschwester geschmust! Eigentlich sollte nach der Bestrahlung direkt mit der Chemo angefangen werden, aber während der Bestrahlung ist die OP Naht zwischen den Schulterblättern aufgegangen. Die Chirurgin hat da wo der Tumor saß sehr viel Gewebe entnommen und es hat sich eine Wundhöhle gebildet. Und irgendwo musste dann das ganze Wundwasser abfließen, also durch die OP Naht, und da wo am meinten Spannung herrschte. Nach der Bestrahlung wurde dieses Loch fast wie eine 1 Euro Münze groß, aber es hat Max nichts ausgemacht, dass wir jeden zweiten Tag den Verband wechseln mussten und jeden Tag in der offenen Wunde Creme reintun sollten. Er hat ab und zu mal dabei geschnurrt und konnte trotz des Verbands alles machen. Er mochte nur den Body über den Verband nicht so, weil er immer dran ging. Mein Tierarzt sagte er sei sehr tapfer und konnte es kaum glauben dass er alles so hingenommen hat. Immer wenn besonders ich dabei war ließ er alles mit sich machen. Einmal musste meine Schwiegermutter mit ihn zum Tierarzt weil ich auf einer Dienstreise war, und da ist er total ausgetickt und die Wände hochgelaufen. Seitdem bin ich immer dabei. Da die Wunde nach mehreren Wochen nicht mehr zuging, wurde 2 Tage vor Weihnachten eine plastische Chirurgie bei ihn durchgeführt, dass das Loch zugemacht hat. Nach der 2 OP ist die Naht leicht wegen des immer noch vorhandenen Wundwassers aufgegangen, aber inzwischen ist es fast ausgeheilt. Wie waren schon frohes Mutes und wollten die Chemo demnächst anfangen, nur dabei haben wir vor 2 Wochen einen Knubbel an sein rechtes Ohr entdeckt. Ich hatte schon Angst dass es wieder der Tumor ist, aber der Tierarzt sagte es sei viel zu weit weg von dem ersten Tumor( fast 10 cm). Normalerweise tauchen die Rezidive an der gleichen Stelle auf. Der Tierarzt hat den kleinen Knubbel weggemacht und seit letzter Woche Freitag wissen wir dass es wieder Fibrosarkom ist. Wir wollten da am Ohr keine Radikal OP machen, da dann der halbe Kopf der Katze dran glauben würde. Vor 3 Tage habe ich beim genauen betasten des Katers noch 2 weitere Stellen mit Knubbeln entdeckt. Eins an der re Schulter, aber außerhalb der Bestrahlungsfeldes und eins an der linken Bauchseite auch außerhalb der Bestrahlungsfeldes. Seit dem bin nur noch am heulen. Mir ist schon bewusst dass mein besonderer Kater daran sterben wird, und jedes Mal wenn er neben meinem Kopf liegt kommen mir die Tränen hoch. Dabei ist er ja noch da, und isst normal, spielt und schmust ganz viel. Wir haben übermorgen einen Termin in der Tierklinik Hofheim, bei Dr Kessler. Er soll ja der Onkologe Papst für Kleintiere schlechthin sein. Vielleicht hat er dann noch eine Idee was man da noch machen kann. Ich frage mich nur noch wie lange es noch dauern wird, bis der Zeitpunkt zum endgültigen Verabschieden kommt. Es ist ja jetzt schon so schwer für mich, nur wenn ich daran denke kommen mir die Tränen. Ich finde es krass dass nach genau 4 Monate trotz der Bestrahlung mit 60 Gy die Knubbeln auftauchten. Und das fast zeitgleich und dann auch noch so über den ganzen Körper verteilt. Seit der ersten OP geben wir Max auch dieses Präparat Activeed, aber es scheint ja nicht geholfen zu haben. Ich würde alles versuchen, egal was es kostet, um meinen kleinen zu helfen. Wir lassen jetzt auch noch ein CT oder MRT machen, damit man sehen kann ob noch weitere Knoten zu finden sind. Ich hoffe so sehr dass alles wieder gut wird. Ich selber habe vor 20 Jahren erfolgreich den Krebs bekämpft und hoffe dass mein kleiner das auch schafft! Er ist ja noch jung. Hat jemand schon Erfahrung mit der Tierklinik Hofheim? Ich bin nicht da erst nicht hingegangen weil die ein Co-60 Bestrahlungsgerät haben, was nicht so geeignet für die Oberflächenbestrahlung ist. Ein Linearbeschleuniger mit Elektronen Bestrahlung ist schonender für den Bauchraum, da Elektronen eine sehr geringe Eindringtiefe haben. Und Fibrosarkom ist ja ein Hauttumor, also warum soll ich den Bauchraum mitbetrahlen wenn es sich vermeinden lässt! Hat schon jemand da Chemo gemacht und mit welchen Mittel? Prof. Hirschberger von LMU München hat mir Doxorubicin empfohlen. Er hat ganz viele Studien mit feline Fiborsarkome druchgeführt. Ich würde mich freuen zu hören was eure Erfahrungen sind!
Alles Gute für eure Katzen!