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Knut mit schwerer CNI im Endstadium?

Diskutiere Knut mit schwerer CNI im Endstadium? im Erkrankungen von Nieren und Harnwegen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo ihr Lieben, ich bin gerade völlig verzweifelt und die Tränen laufen nur so. Am Montag war ich mit meinen Lieblingen Knut und Feli beim Doc...
  • Knut mit schwerer CNI im Endstadium? Beitrag #1
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Ginger30

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Hallo ihr Lieben,

ich bin gerade völlig verzweifelt und die Tränen laufen nur so.
Am Montag war ich mit meinen Lieblingen Knut und Feli beim Doc, weil ihnen Zahnstein entfernt werden sollte. Ich füllte dort einen Infowisch aus, in der auch von der Möglichkeit einer Blutuntersuchung geschrieben war. Ich fragte die Tierarzt-Helferin, ob das zu empfehlen sei und sie meinte, so lange sie unauffällig sind und noch so jung (8 1/2) wäre das nicht so notwendig. (Das bereue ich jetzt zutiefst).
Die beiden haben die Zahnsteinentfernung soweit gut überstanden und Knut wurden noch 2 Zähne gezogen.
Als wir zu Haus waren, war auch alles recht normal. Hatte mich abends nur gewundert, dass Knut sich nicht auf meinen Schoß legt, sondern nur neben mich. kann nämlich nicht auf der Couch sitzen ohne dass Knut sich auf mir breit macht.

Am nächsten morgen bekamen die beiden ihr Futter und fraßen auch ganz normal. Danach legte sich Knut auf ein Kissen auf dem Boden, dass er sonst nur selten anrührt, da er lieber auf der Couch oder nem Stuhl liegt.

Als ich abends nach Haus kam war das Futter erbrochen und einige Kötzelchenflecken waren um das Kissen, auf das Knut wieder lag. Normalerweise begrüsst er mich mit seiner Schwester im Flur, diesmal war sie aber allein da. Ich stellte den beiden frisches Futter hin, doch Knut rührte sich nicht. Normalerweise rast er immer wie ein irrer in die Küche wenn er nur seinen Napf hört.
Ich stellte sein Futter vor ihn hin. Er schnupperte nur kurz dran, blieb aber in seiner Kauerstellung. Ich stellte ihm auch sein Wasser hin, von dem er ein paar Schlücke nahm.
Später rief noch der Tierarzt an und fragte, ob die beiden alles gut überstanden haben. Ich erzählte ihm von Knut und er sagte, ich solle am Mittwoch vorbei kommen, wenn es nicht besser sei. Ich hatte immer noch die Hoffnung, dass es einfach noch von der Narkose am Montag sei.

Mittwoch morgen waren nur weitere Kotzflecken zu sehen und keine Besserung bei Knut. Ich machte auf der Arbeit eher Feierabend und düste mit Knut zum Doc. Dort wurde er dann von eine TÄ behandelt und sie diagnostizierte, dass er wohl nur Verdaungsprobleme habe und ganz viel Luft im Bauch, wie man auch fühlen konnte. Er bekam drei Spritzen und für mich ein Mittel gegen die Gase, dass ich ihm in den Mund führen sollte. Sie sagte, es müsse am nächten Tag beser sein, sonst soll ich wieder kommen.
Zu Hause legte Knut sich ersrmal ganz entspannt auf den Boden, so dass ich erstmal aufatmete. Er ging auch endlich wieder aufs Klo und blieb da eine ganze Weile. ich dachte, er müse jetzt erstmal alles aus dem Darm lassen, was da nicht hingehörte, aber er lag da nur drin. Fand ich komisch, hatte mir aber immer noch nix dabei gedacht. Im Laufe des Abends gings ihm wieder schlechter und er lag wieder nur apathisch in Kauerstellung. Er würgte dauern und auch das Medi lies sich kaum in ihn hinein bekommen. ich versuchte alles um ihn zum essen und trinken zu animieren, aber nix tat sich.

Am Donnerstag wurde es noch chlimmer. Knut leckte sich die Lippen, hing mit dem Kopf über den Trinknapf, aber tat nix. Wenn er sich übergab kam nur Schaum. Ich düste wieder mit ihm zum Tierarzt und diesmal wurde eine Blutuntersuchung durchgeführt. Mit einem schlimmen Ergebnis:

Kreatinin 18,7 Normal: 0.3-2.1
Phosphat >20 Normal: 3,4- 8,5
Alanin 253 Normal: 20- 100
BUN >180 Normal: 10- 30
Amylase 1412 Normal: 300- 1100

um nur mal die ganz krassen Werte zu nennen. Es gibt anscheinend verschiedene Richtwerte. ich glaub amerikanische und Europäische oder so, ich blick da leider noch nicht ganz durch, aber dass sie nicht normal sind, sieht man ja.
Der TÄ meinte, dass e ein Wunder sei, dass er überhaupt noch lebt und dass es nicht viel Hoffnung gibt. Er muss das wohl schon sehr lang haben, denn diese hohen Werte könnten nicht allein durch die Narkose entstanden sein. Er war zu dem Zeitpunkt längst am Tropf angeschlossen. Der Tierarzt empfahl mir ihn erstmal über Nacht dort zu lassen, wo er weiter versorgt würde. Ich solle Freitagabend wieder kommen, da würde man nochmal Blut nehmen. Was für horrorartige 24 Stunden ich hatte, könnt ihr euch sicher denken. Auch Feli vermisst ihren Bruder. Sie hat bis Donnerstag Abend auch kaum gefressen, weshalb ich sie lieber auch noch mal untersuchen ließ. Zum Glück ist alles im grünen Bereich und sie frisst auch wieder normal.

Freitag rannte ich dann rum wie der Tod auf latschen und rief in meiner Pause beim Tierarzt an um mich nach Knut zu erkunden. Die Helferin sagte, er hätte heut schon munter in seinem Krankenbett gesessen und sich schmusen lassen. Das beruhigte mich wenigstens ein bisschen.
Nachmittags bin ich dann mit meiner Mutter hingefahren. Knut lag gemütlich in seinem "Bett" und ließ sich von der Wärmelampe anstrahlen, denn untertemperiert war er auch noch. Nachdem der Tierarzt das Gitter öffnete und ich Knutdie Hand hinhielt, sprang er sofort auf und ließ sich von mir asugiebeig kraulen und war so drauf wie immer. Der Tierarzt meinte, er sei noch nicht übern Berg, aber man solle die Therapie fortsetzen. Er solle übers WE dort bleiben und Montag würde dann der Bluttest folgen. Er hatte sogar schön brav das Nierenfutter gefressen.

samstag hab ich ihn nochmal besucht und gaaaanz lange mit ihm geschmust. Die Wärmelampe braucht er zur Zeit nicht mehr. Konnte mich getern kaum von ihm trennen. Der Tierarzt meinte, ihm sei Freitag abend wohl nochmal schlecht gewesen, aber er habe ein Mijttel dagegen bekommen.
Jetzt heißt es weiter zittern bis morgen. Es passt mir gar nicht, dass ich heut nicht zu ihm kann, aber ich hab ja keine Wahl.

Ich mach mir grad allerdings riesige Vorwürfe, dass ich die Blutuntersuchung vor der Narkose nicht gemacht hab. Außerdem hab ich den beiden vermehrt Trockenfutter gegeben nachdem ich gehört habe, sie müssten Zahnstein entfernt bekommen. Dachte damit würd ich denen was gutes tun. Aber wie ich jetzt gelesen hab, soll Trockenfutter wie Gift für CNIs sein. Auch mach ich mir Vorwürfe, dass bei Knut erst CNI diagnostiziert wurde, wo es wohl fast zu spät ist. Er hat aber auch nie wirklich was gezeigt. Hat immer normal getrunken und normal Urin abgegeben. Es gab nur ein mal einen Tag in der letzten Zeit, wo das Katzenklo extrem voll war. Da hab ich mir aber nix bei gedacht. Eine Gewichtsabnahme ist mir auch nicht aufgefallen, er ist schon immer ein ordentlicher Kater gewesen. Vielleicht hätte ich besser hinsehen müssen.

Ich hoffe so sehr dass es für Knuti noch eine Chance gibt, er ist noch so jung und ich absolut nicht bereit ihn gehen zu lassen. Natürlich werde ich nicht quälen, wenn es darauf hinausläuft, aber es tut sooo unendlich weh. ich heule jetzt schon mehr, als bei Menschen die ich verloren hab.
Von meinem Knut hab ich bis jetzt immer so viel Liebe bekommen und ihm so viel Liebe zurück gegeben wie ich nur konnte. Es kann doch jetzt bald nicht alles vorbei sein :cry:

Wie lange haben eure Katzen mit so extrem schlechten Werten durchgehalten? Ich weiß, sie könnten morgen etwas besser sein.
 
  • Knut mit schwerer CNI im Endstadium? Beitrag #2
Hallo erstmal, auch wenn der Anlass kein schöner ist. :sad:

Bei uns ist es so ähnlich gelaufen, wie bei deinem Knut. Auch mein Sultan (damals ca. 7 Jahre alt) musste wegen einer Zahnsanierung in Narkose. Allerdings macht mein Tierarzt grundsätzlich einen Vorab-Check incl. Blutbild mit Organwerten, damit er weiß, woran er bei der Narkose ist. Bei Sultan wurde dabei CNI im Anfangsstadium festgestellt.

Es ist schonmal gut, dass dein Knut die Nierendiät annimmt. Zusätzlich sollte die restliche Nierenfunktion noch mit homöopatischen Mitteln angeregt werden. Bei den hohen Phosphatwerten würde ich mit dem Tierarzt auch über einen Phosphatbinder zusätzlich sprechen.

Links dazu findest Du in meinem Beitrag zu einem ähnlichen Thema in diesem Thread:



Sorry, aber auf deine Frage bezüglich des Durchhaltens bei solchen Werten kann ich nichts sagen. Bei uns halten sie sich seit knapp zwei Jahren ungefähr gleich gut oder schlecht, je nachdem, wie man es sehen will. Da dein Knut allerdings wieder frisst, denke ich, dass seine Chancen nicht allzu schlecht sind.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr die ganze Sache in den Griff bekommt.
 
  • Knut mit schwerer CNI im Endstadium? Beitrag #3
Vielen Dank schon mal für deine Antwort. Musst du denn deinen Sultan auch Spritzen? Hab mir das mal auf Tanyas Seite angeschaut und ich kann mir kaum vorstellen, dass Knut das freiwillig mitmacht. Bin auch grad vollgestopft mit Infos und weiß schon gar nicht mehr wo mir der Kopf steht. Will ja schließlich das Beste für meinen Schmusekater.
 
  • Knut mit schwerer CNI im Endstadium? Beitrag #4
Nein, spritzen muss ich nicht. Sultan bekommt jeden zweiten Tag eine Ampulle Renes Viscum oral. Ich nehme dazu eine ganz kleine Menge Nassfutter, vermische das mit der Flüssigkeit und gebs ihm. Dann kann ich sicher sein, dass das Medikament in den Kater kommt. Die eigentliche Portion Futter gibt es dann danach.
 
Thema:

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