Katze: Vergiftungen
Allgemeines
Weitere Bezeichnungen: Intoxikation
Vergiftungen bei Katzen treten deutlich seltener auf als bei Hunden, da Katzen nur bei Hunger Nahrung zu sich nehmen – anders als viele Hunde, die auch im gesättigten Zustand, z.B. aus Langeweile, fressen. Zusätzlich besitzen Katzen eine deutliche Nahrungsprägung, d.h. sie fressen eigentlich nur Dinge, die sie in den ersten zwölf Lebenswochen bereits einmal gekostet haben. Außerdem kauen Katzen ihre Nahrung sehr intensiv und schlingen sie nicht wie Hunde hinunter. Wenn etwas bitter ist, wird es dann gar nicht erst geschluckt.
Grundsätzlich ist die Vergiftungsgefahr bei jungen Katzen erhöht, da diese mit ihrem ausgeprägten Spieltrieb beim Toben auch giftige Stoffe schlucken können. Erwachsenen Katzen nehmen Gift häufig über Beutetiere wie Mäuse oder Ratten auf, die vorher Gift gefressen haben und dadurch bereits geschwächt und deshalb leicht zu erlegen sind. Und manchmal wird auch ihr Putztrieb den Katzen zum Verhängnis: Wenn Giftstoffe im Fell kleben, werden diese durch das Lecken aufgenommen. Wenn der Verdacht auf eine Vergiftung vorliegt, sollte man umgehend eine tierärztliche Praxis aufsuchen oder anrufen und möglichst folgende Fragen beantworten können:
- Welches Gift wurde aufgenommen? Bitte Probe, Verpackung, Erbrochenes usw. bereithalten.
- Wie viel Gift wurde aufgenommen?
- Wann genau wurde das Gift aufgenommen?
- Wie wurde das Gift aufgenommen? Durch die Haut, eingeatmet oder gefressen?
- Sind bereits Symptome aufgetreten und wenn ja, welche?