Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel...

Diskutiere Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo an alle! Ich bin neu hier und bräuchte mal euren Rat. Ich habe zwei Kater fast zwei Jahre alt, die von Anfang an zusammen waren. Beide sind...
  • Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... Beitrag #1
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Dini1981

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Hallo an alle!
Ich bin neu hier und bräuchte mal euren Rat.
Ich habe zwei Kater fast zwei Jahre alt, die von Anfang an zusammen waren. Beide sind kastriert und anfangs auch sehr harmonisch miteinander umgegangen. Nandi, der helle Kater ist vom Charakter her eher dominant braucht viel Aufmerksamkeit und Liebe. Seit ein paar Monaten habe ich bemerkt, dass er zusehends meinen kleinen Diego unergräbt, gerade beim Spielen oder Streicheln. Das ist jetzt soweit, dass Diego gestresst ist und dauernd danach schaut, was Nandi gerade macht, ob er schon wieder angerauscht kommt und ihm sozusagen, das Spielzeug aus den Fingern reißt oder seinen Schlafplatz streitig macht. Ich versuche da ein wenig dagegen zu halten und mich etwas mehr mit Diego zu beschäftigen, aber irgendwie hilft das nicht so wirklich. Mir tut das halt sehr leid für meinen kleinen Wuschel, da er sichtlich unentspannt geworden ist.
Wie kann das sein, dass sich das nach zwei Jahren zusammen so entwickelt und was kann ich tun, damit sich Situation wieder ein wenig entspannt???
Danke an alle im Vorraus
Nadine
 
  • Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... Beitrag #2
Hallo,
ich denke, das ist völlig normal. Katzen machen ja auch untereinander eine Rangordnung aus, egal ob sie sich kennen oder nicht. Ich habe auch 2 Kater in dem Alter, da läuft es genauso. Tom ist "Herr" im Haus und Eddie eben nicht. Das heisst aber nicht, dass sich sich ständig hauen. Und wenn sie kämpfen, dann sieht es eher nach "Showkampf" aus, verletzten tun sie sich nicht. Wenn es zu schlimm wird, dann trenne ich die beiden schon mal und jeder muss in seine "Ecke". Beim Spielen ist es ähnlich - dem komme ich zuvor, indem ich beide mit unterschiedlichen Sachen beschäftige. Klappt auch gut, da sie sowie verschiedene Vorlieben haben. Also, ich denke, es besteht bei deinen beiden kein Grund zur Sorge.
Lg
Inge
 
  • Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... Beitrag #3
Grüß dich,

also wenn (wie bei fast allen Tieren) eine feste Rangordnung bereits besteht, dann solltest du dich auch daran halten. Das heißt, du stehst oben und unter dir Nandi und dann Diego. Ich denke, es ist nicht richtig, dich dann mehr um Diego zu kümmern, da Nandi nunmal der Ranghöhere ist.

Bei unseren Hunden hat sich das dann sehr stark bemerkbar gemacht, dass wenn man den Rangniederen streichelt sofort der Ranghöhere ankommt und eine besondere Aufmerksamkeit verlangt.
Ich bin mir nicht ganz sicher, kann mir aber gut vorstellen, dass es bei Katzen genau so ist.

Die Rangordnung ändern kannst du nur unter bestimmten Umständen und davon würde ich dir abraten, wenn Diego nicht so den "Führungscharakter" hat ;-) Also eher schüchtern ist zB
 
  • Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... Beitrag #4
Also auf Grund jahrelanger Beobachtungen bei Salem und Floyd würde ich sagen, daß es bei Kater gar nicht so einfach ist, herauszufinden, ob und wann es sich bei scheinbaren Streitigkeiten oder gar Raufereien wirklich um eine ernste Auseinandersetzung handelt, oder einfach nur um ganz normales Herumtollen.
 
  • Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... Beitrag #5
Hallo zusammen,
danke schonmal für die Antworten. Ja, dass es eine gewisse Rangordnung gibt, das war mir schon klar, aber mir macht halt Sorgen, dass der "Kleine" so dermaßen gestresst ist mittlerweile... Habe das Gefühl er kann manchmal nicht zur Ruhe kommen. Die Raufereien sind noch im Normalbereich würde ich sagen.
Viele Grüße
 
  • Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... Beitrag #6
Nun ja, auch wenn es einigen Leuten hier nicht gefällt, aber so einfach wie es sehr oft mit der Vergesellschaftung von Katzen dargestellt wird, ist es meines Erachtens leider nicht.

Im Allgemeinen ist das Leben von Freigänger-Katzen eher durch Einzelgängertum gekennzeichnet. Freigänger gehen sehr oft allein auf Jagd und sie Putzen und Schlafen auch allein. Ein generelles Rudelverhalten ist Katzen an und für sich vollkommen fremd. Aber selbstverständlich müssen sich auch Katzen unter den jeweils gegebenen Bedingungen in ihrer Umwelt einordnen. Und da können sich natürlich soziale Beziehungen vielfältiger Art zwischen Katzen untereinander wie auch zu anderen Tieren oder Menschen herausbilden.

Bei der reinen Wohnungshaltung sind jedoch die naturgegebenen Lebensbedingungen weitgehend entzogen. Viele eher instinktmäßig ablaufende Handlungen haben in der Wohnung ihren Sinn verloren, manche verkümmern und andere geraten in Widerspruch zu den Regeln, die für das Zusammenleben für uns Menschen gelten. Nach dem was ich gelesen und gehört habe, sind hauptsächlich gemeinsam aufwachsende Katzen eines Wurfes, so aufeinander eingestimmt, daß sie sich sozusagen stets freundlich dulden wenn nicht sogar mögen. Bei vielen anderen ist es eher ein Zusammenraufen im wahrsten Sinne des Wortes. Zwar gibt es bei Katzen keine starre, allzeit gültige Rangordnung, aber es kommt schon oft vor, daß einzelne Katzen gewisse Rechte für sich gegenüber allen anderen Katzen in Anspruch nehmen und diese auch durchsetzen.
 
  • Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... Beitrag #7
Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Ja das klingt natürlich einleuchtend ich hoffte das pure Dulden zu vermeiden indem ich beide Katzen gleich zusammen holte als Babys beide haben den gleichen Geburtstag und waren nur 9 Wochen ohne einander! Naja das Verhalten von Katzen ist manchmal wenig ergründlich :)
 
  • Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... Beitrag #8
Das Zusammenleben in Gruppen ist keine basisdemokratische Veranstaltung. Auch bei uns Menschen nicht. Nicht nur Katzen raufen eine Rangordnung aus. Es gehört zum "normalen" Katzenverhalten, dass das rangniedrigere Tier sich die Gunst des ranghöheren verdienen muss. Wir sollten da nicht eingreifen. Dein rangniederer Kater muss dir auch nicht leid tun. Die beiden werden einen Weg finden, miteinander klar zu kommen.

Im übrigen ist es auch für Freigängerkatzen kein Zuckerschlecken, mit den anderen Tieren auszukommen. Für mich ist das klarste Indiz dafür, dass bisher alle kranken Katzen keinen Drang nach draußen hatten, wenn sie krank bzw. verletzt waren. Wenn dann das Quengeln losging, dass sie nach draußen wollten, war das ein sicheres Indiz dafür, dass sie wieder fit sind.
 
  • Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... Beitrag #9
Hallo Frank,
ich hätte es nicht besser ausdrücken können, bravo !

Die Probleme der Vergesellschaftung werden hier im Forum meiner Meinung nach nur allzugerne übersehen.
Ich besitze ebenfalls 2 Kater und ich beobachte ihr Verhalten sehr genau, da ich auf diesem Gebiet in der Vergangenheit schon einige Erfahrung sammeln musste.
Bei meinen Beiden ist es so, das erstaunlicherweise der kleinere Maine-Coon die Oberhand gewonnen hat. Er ist schneller und auch weniger zurückhaltend wenn es um Futter oder Spielsachen geht. Er nimmt auch bereitwillig Besitz von mir und dies macht dem Anderen dann zu schaffen.
Ich versuche dann gezielt auf den " Dicken " einzugehen, damit er sich nicht vernachlässigt fühlt. Seitdem ist es sehr viel besser geworden. So haben Beide ihr eigenes " Spiel " welches sie lieben. Während der Eine ausharrt, vergnügt sich der Andere. Anschließend kommt der Rollentausch. Mein Verhältnis zu Cameo ist nun bedeutend besser geworden, anfangs hat er mir doch ziemlich leid getan und ich wusste zunächst auch nicht, was ich falsch gemacht habe.
Mich erstaunt das Ganze, denn ich habe mir eigentlich immer Sorgen um den schlankeren Kleinen gemacht.

Hoffentlich geht das auch in Zukunft gut !

Gruss Frank

Hallo Rosmarin,
Deine Meinung kann ich leider nicht teilen. Die Herstellung dieser " Rangordnung " führte in meinem Fall zunächst dazu, dass die Katzentoilette nicht mehr zu ihrer Bestimmung verwendet wurde. Als Ersatz diente plötzlich Bett und Teppichboden.
Das ist dann auch nicht mehr ganz so lustig .

Gruss Frank
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... Beitrag #10
Meine beiden Kater machen das auch. Fast jeden Morgen wird die Rangordnung (Tageschef) geklärt. Mit fauchen, zischen, schreien und umhergallopiere. Das kann richtig laut werden.
Auch wird der etwas Jüngere vom etwas Älteren (Beide sind bzw werden 2 Jahre alt) manchmal "bestiegen".
Manchmal lässt der Jüngere ihn gewähren, oftmals bekommt er aber Backpfeifen.
Ich lass die einfach machen. Jungs halt!!

Aber ... bei mir wurde nie in die Ecken, Bett, Sofa etc. gemacht.
Wenn der Jüngere nicht mehr mag, haut er einfach ab in die Küche und klettert auf Kühlschrank oder Hängeboden. Sein Revier!! Da geht der andere Kater nicht hin. Der klettert nämlich nicht gerne.
 
  • Mein Kater dominiert seinen Katerkumpel... Beitrag #11
Das Zusammenleben in Gruppen ist keine basisdemokratische Veranstaltung. Auch bei uns Menschen nicht. Nicht nur Katzen raufen eine Rangordnung aus. Es gehört zum "normalen" Katzenverhalten, dass das rangniedrigere Tier sich die Gunst des ranghöheren verdienen muss. Wir sollten da nicht eingreifen. Dein rangniederer Kater muss dir auch nicht leid tun. Die beiden werden einen Weg finden, miteinander klar zu kommen.
Sicher werden sie das, da hast Du vollkommen Recht. Allerdings ist das mit dem Zusammenraufen meines Erachtens nicht ganz so einfach. Die Probleme ergeben sich aus der Tatsache, daß Katzen eben keine Rudeltiere sind. Bsw. bei Löwen- oder auch Wolfsrudel wird einmal im Jahr die Rangordnung geklärt. Das ist einmal richtig Streß für die Tiere aber dafür hat man auch das gesamte restliche Jahr Ruhe und weiß als Rudelmitglied zumindest wo man steht. Rangniedere Tiere müssen nicht ständig mit Angriffen rechnen und Ranghöhere müssen sich auch nicht permanent behaupten. Bei Hauskatzen gibt es aber keine feste Rangordnung über einen längeren Zeitraum. Es gibt zwar dominantere wie auch unterlegene Katzen. Aber dies wird immer wieder aufs Neue, sehr oft sogar jeden Tag ausgefochten. Und genau da liegt auch das Problem, da diese ständigen Rangstreitigkeiten und Revierkämpfe für die Tiere natürlich einen enormen Dauerstreß bedeuten.
Wie bereits gesagt, daß wird in fast allen Foren leider allzuoft übersehen.

Im übrigen ist es auch für Freigängerkatzen kein Zuckerschlecken, mit den anderen Tieren auszukommen.
Das stimmt absolut. Wie oft gibt es den Fall das die Dosis umziehen und sich wer weiß wie freuen, daß ihre Mieze endlich Freigang hat. Wie es der Kleinen draußen ergeht, plötzlich in ein völlig fremdes Katzenrevier verpflanzt zu werden, inmitten vieler anderer Katzen die das höchstwahrscheinlich überhaupt nicht toll finden werden, wenn sie plötzlich ihr Revier freiwillig teilen sollen, darüber denken die Wenigsten nach.

Als vor etwa einen Jahr neue Nachbarn mit zwei Katzen hierher zogen, waren Salem und Floyd monatelang im Dauersstreß. Und das wo die beiden ihr gesichertes Territorium, sprich den Katzengarten haben. Irgendwann hat es dann Salem geschafft auszubüxen und hat eine Katze derart verdroschen, daß man das Geschrei noch zig Häuser weiter gehört hat. Ich will deshalb mal so ausdrücken, je näher Katzen an der ursprünglichen Lebensweise ihrer wilden Vorfahren sind, desto weniger werden sie sich mit anderen Katzen anfreunden, je weiter sie von dieser Lebensweise entfernen, bsw. durch die Wohnungshaltung, desto eher ist eine Gemeinschaftshaltung möglich, wenn auch nicht generell.

Meine beiden Kater machen das auch. Fast jeden Morgen wird die Rangordnung (Tageschef) geklärt. Mit fauchen, zischen, schreien und umhergallopiere. Das kann richtig laut werden.
Auch wird der etwas Jüngere vom etwas Älteren (Beide sind bzw werden 2 Jahre alt) manchmal "bestiegen".
Manchmal lässt der Jüngere ihn gewähren, oftmals bekommt er aber Backpfeifen.
Ich lass die einfach machen. Jungs halt!!
Jepp ... so in der Art läuft es hier auch ab. Wobei ich denke, so lange sie sich ein oder zwei mal am Tag gegenseitig über ihr Köpfchen lecken, ist noch alles in Ordnung. Außerdem sorgt die Rauferei ja immerhin auch dafür keine Langeweile aufkommen zu lassen. Somit hat zumindest in unseren Fall die Gemeinschaftshaltung ihr Ziel erreicht.
 
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