Das Zusammenleben in Gruppen ist keine basisdemokratische Veranstaltung. Auch bei uns Menschen nicht. Nicht nur Katzen raufen eine Rangordnung aus. Es gehört zum "normalen" Katzenverhalten, dass das rangniedrigere Tier sich die Gunst des ranghöheren verdienen muss. Wir sollten da nicht eingreifen. Dein rangniederer Kater muss dir auch nicht leid tun. Die beiden werden einen Weg finden, miteinander klar zu kommen.
Sicher werden sie das, da hast Du vollkommen Recht. Allerdings ist das mit dem Zusammenraufen meines Erachtens nicht ganz so einfach. Die Probleme ergeben sich aus der Tatsache, daß Katzen eben keine Rudeltiere sind. Bsw. bei Löwen- oder auch Wolfsrudel wird einmal im Jahr die Rangordnung geklärt. Das ist einmal richtig Streß für die Tiere aber dafür hat man auch das gesamte restliche Jahr Ruhe und weiß als Rudelmitglied zumindest wo man steht. Rangniedere Tiere müssen nicht ständig mit Angriffen rechnen und Ranghöhere müssen sich auch nicht permanent behaupten. Bei Hauskatzen gibt es aber keine feste Rangordnung über einen längeren Zeitraum. Es gibt zwar dominantere wie auch unterlegene Katzen. Aber dies wird immer wieder aufs Neue, sehr oft sogar jeden Tag ausgefochten. Und genau da liegt auch das Problem, da diese ständigen Rangstreitigkeiten und Revierkämpfe für die Tiere natürlich einen enormen Dauerstreß bedeuten.
Wie bereits gesagt, daß wird in fast allen Foren leider allzuoft übersehen.
Im übrigen ist es auch für Freigängerkatzen kein Zuckerschlecken, mit den anderen Tieren auszukommen.
Das stimmt absolut. Wie oft gibt es den Fall das die Dosis umziehen und sich wer weiß wie freuen, daß ihre Mieze endlich Freigang hat. Wie es der Kleinen draußen ergeht, plötzlich in ein völlig fremdes Katzenrevier verpflanzt zu werden, inmitten vieler anderer Katzen die das höchstwahrscheinlich überhaupt nicht toll finden werden, wenn sie plötzlich ihr Revier freiwillig teilen sollen, darüber denken die Wenigsten nach.
Als vor etwa einen Jahr neue Nachbarn mit zwei Katzen hierher zogen, waren Salem und Floyd monatelang im Dauersstreß. Und das wo die beiden ihr gesichertes Territorium, sprich den Katzengarten haben. Irgendwann hat es dann Salem geschafft auszubüxen und hat eine Katze derart verdroschen, daß man das Geschrei noch zig Häuser weiter gehört hat. Ich will deshalb mal so ausdrücken, je näher Katzen an der ursprünglichen Lebensweise ihrer wilden Vorfahren sind, desto weniger werden sie sich mit anderen Katzen anfreunden, je weiter sie von dieser Lebensweise entfernen, bsw. durch die Wohnungshaltung, desto eher ist eine Gemeinschaftshaltung möglich, wenn auch nicht generell.
Meine beiden Kater machen das auch. Fast jeden Morgen wird die Rangordnung (Tageschef) geklärt. Mit fauchen, zischen, schreien und umhergallopiere. Das kann richtig laut werden.
Auch wird der etwas Jüngere vom etwas Älteren (Beide sind bzw werden 2 Jahre alt) manchmal "bestiegen".
Manchmal lässt der Jüngere ihn gewähren, oftmals bekommt er aber Backpfeifen.
Ich lass die einfach machen. Jungs halt!!
Jepp ... so in der Art läuft es hier auch ab. Wobei ich denke, so lange sie sich ein oder zwei mal am Tag gegenseitig über ihr Köpfchen lecken, ist noch alles in Ordnung. Außerdem sorgt die Rauferei ja immerhin auch dafür keine Langeweile aufkommen zu lassen. Somit hat zumindest in unseren Fall die Gemeinschaftshaltung ihr Ziel erreicht.