Meines Erachtens ist die Sache ganz einfach. Bei Floyd ist es nämlich ab und an ganz genauso.
Das Problem liegt genau hier ...
Wenn er ihr leckerschen gibt nimmt sie diese an und ist zufrieden, wenn sie unter der eckbank sitzt und er ihr die Hand hin hält beginnt sie zu fauchen und fährt die Krallen aus :-(
Katzen sind eben nicht alle gleich. Manche Katzen, so wie Salem, kapieren ziemlich schnell, daß sie generell im Umgang mit Menschen völlig andere Maßstäbe ansetzen müssen, als bsw. bei ihren Artgenossen. Andere Katzen dagegen, betrachten Menschen prinzipiell und ausschließlich aus den Bickwinkel einer Katze heraus. Ich könnte mir vorstellen, daß dies etwas mit dem Grad der Domestikation zu tun hat. Letzteres ist bei unseren Floyd der Fall.
Zu Deinen Fall gibt es meiner Meinung nach, prinzipiell zwei Dinge zu beachten. Erstens ist bei Katzen gegenseitiges, tiefes in die Augen schauen, eher ein Anzeichen für Aggression. Ich empfehle, die Katze auf keinen Fall irgendwie anzuschauen. Am Besten man spricht ganz leise und im Flüsterton auf die Katze, schaut dabei aber möglichst in eine völlig andere Richtung. Überhaupt würde ich empfehlen, daß Dein Freund sich eher weniger mit der Katze beschäftigt. Scheinbares Desinteresse gilt in Katzenkreisen eher als höflich und nicht als abweisend. Irgendwand wird sie dann ganz von selbst kommen. Schließlich sind Katzen zwar sehr vorsichtig, aber sie sind auch noch sehr viel mehr neugierig.
Zweitens sollte Dein Freund auf gar keinen Fall der Katze die Hand reichen, auch nicht zum streicheln. Zumindest solange die Katze nicht ganz von selbst zu ihm kommt. Denn wenn Katzen untereinander die Pfote erheben oder in die Richtung eines Artgenossen strecken, dann geschieht das immer aus aggressiven Verhaltens heraus. Floyd duckt sich sehr oft ängstlich weg, weil im die ausgestreckte Hand immer noch nicht ganz geheuer ist. Komme ich aber mit dem Kopf ganz dicht an ihn heran und tu so, als wollte ich sein Köpfchen lecken, fängt er sofort laut an zu schnurren an, weil das eher seinen kätzischen Verhalten entspricht. Und wie gesagt, weniger ist bei Katzen manchmal mehr.