Also ich habe hier zwei lebende Beweise, was passieren kann (nicht muss!), wenn man Katzen vor oder nach der Rolligkeit kastriert.
Unsere Lucille habe ich mit ca 7 Monaten vor der ersten Rolligkeit kastrieren lassen. Resultat: ein nerviges Kleinkind, dass ständig Aufmerksamkeit möchte und den ganzen Tag rumquäkt (aber ich liebe sie trotzdem abgöttisch XD). Außerdem hat meine Kollegin bei der Kastration geflucht wie sonst was, weil "innen" alles noch so "frisch" und noch nicht "ausgeleiert" war (weil ja noch nicht rollig gewesen).
Gemacht habe ich das, weil ich nicht wollte, dass sie durch die erste Rolligkeit durch muss und ich auch nur Gutes von Kastrationen vor der Rolligkeit gehört habe (Minimierung des Tumorrisikos, besser für Psyche, etc.)
Maggie wollte ich vor der ersten Rolligkeit kastrieren, weil sie durch ihre Behinderung sowieso schon immer ein wenig "langsam" war und ich wollte dem entgegen wirken, in dem ich das ausnutze, dass Katzen vor der Rolligkeit kastriert, verspielter bleiben...
Also mit 6 Monaten unter's Messer. Meine Kollegin schmunzelte nur und meinte, dass sie schon mind. einmal rollig war, und sogar schon wieder was angebildet war... :???: Tja, hat sie meinem Plan wohl einen Strich durch die Richtung gemacht und die Rolligkeit wohl gut versteckt.
Ende vom Lied ist, dass Lucille absolut dürr und für eine MaineCoon recht klein ist und wohl auch bleibt. Sehr verspielt ist, oft lautstark ihren Kopf durchsetzen will und Maggie ein kleines dickes etwas ist, dass nur Fressen und Schlafen im Kopf hat. :-D
Allerdings muss ich dazu sagen, dass die Zwillingsschwester meiner Lucille bei meiner Züchterin als Zuchtkatze geblieben ist und trotz mehrmaliger Rolligkeit und einem Wurf Kitten auch nicht viel größer geworden ist.
Ich bin der Meinung, dass man sich zwar informieren sollte, welche Pros und Contras es zur Kastration vor oder nach einer Rolligkeit gibt, letzendlich aber für jede seiner Katzen individuell entscheiden muss, wann man sie kastrieren lässt.