Nee, nicht ganz. Die angegebenen Werte sind Bedarfswerte, die in verschiedenen Studien ermittelt wurden. Mittelwerte, Richtlinien.
Wichtiger als das Erreichen dieses Bedarfswertes ist das bestimmte Verhältnis von Magnesium und Phosphor, was idealerweise 0,06:1 betragen sollte (0,1:1 ist auch noch okay). Wenn ihr mehr Magnesium gebt, müsst ihr auch mehr Phosphor geben (Nieren!!!), damit mehr Calcium, mehr Vitamin D und all die Folgeprobleme - sprich Überdosierungen der anderen Nährstoffe, die Nieren kommen nicht mehr mit, und die Gefahr chronischer Nierenerkrankungen steigt.
Ach so, also, im Fleisch, in einzelnen Supplis und im Wasser ist schon Magnesium! Also Null kriegt ihr nie hin!
Ähnlich ist das auch mit den anderen Werten (bspw. Natrium und Kalium): Zuviel müssen die Nieren immer abbauen, das belastet.
Der Bedarf einer Katze ist ja nie genau gleich, Katzen unterscheiden sich voneinander. Und haben keinen genauen Wert an sich, sondern mehr oder weniger ein Spektrum, innerhalb dessen sie sich bewegen können, ohne dass man Mangelerscheinungen provoziert. Und Überdosierungen sind mitunter noch schlimmer als Mangel! Also Vorsicht bei der Interpretation der Werte.
Kleiner Tip: Methionin und Arginin sind übrigens auch sehr wichtig. Hier sind oft Defizite, die eben durch eine abwechslungsreiche Ernährung (unterschiedliche Fleischsorten) ausgeglichen werden können.