Ja dann hab ich auch mal gleich ein Problem für euch. Ich weiss ehrlich gesagt nicht was ich da machen soll. Folgendes:
Haben uns vor zwei Wochen einen weissen Kater von mittlerweile 12 Wochen geholt. Er ist in einer Familie geboren worden, die zu den zwei erwachsenen Katzen noch einen Hund haben (glaube ein Jack Russel). Als wir die Familie besuchten, um Indy abzuholen, unterhielten wir uns natürlich erst ein wenig mit der Katzenmama. Schnell wurde klar, dass diese Frau die Katzen "züchtet" um Kohle zu machen. Ihr Mann hatte sein Herz an Indy gehängt und wollte ihn eigentlich nicht abgeben. Er war der letzte aus dem Wurf. Die Frau meinte "Ach gibt ja bald neue Junge." Mir tat das Muttertier Leid, wird zu Geldzwecken ausgebeutet. Um die Jungen kümmert sie sich nicht, sie werden nicht beachtet. Das merkte man, weil Indy sehr handscheu war und sich lange gar nicht streicheln lassen wollte. Er hatte auch Angst vor unseren Füssen und griff sie manchmal an. Das war SEHR schmerzhaft, denn er biss hinein, als kämpfe er um Leben und Tod. Auch mit den Händen tat er das so und sprang uns manchmal auch seitlich an, wenn wir auf der Couch sassen.
Indy wurde von dem Hund der Familie ununterbrochen durchgebissen. Indy schrie immer laut und fauchte. Doch weder die Frau noch der Mann taten was. Mit uns wollte der Hund zwischendurch auch "spielen". Er biss auch in unsere Hände und zwar ziemlich schmerzhaft. Auf meine Schmerzenskundgaben reagierte die Frau ebensowenig. Man wurde den Hund gar nicht los. Nur wenn Indy aus seinem Versteck kam, stürzte sich der Hund wieder auf den armen kleinen Kerl. Um den kleinen Racker zu erlösen von diesem Dasein, beeilten wir uns zu bezahlen und zogen von dannen. Es brauchte dann zwei Wochen, um ihn daran zu gewöhnen, dass wir ihm nichts böses wollen, wenn wir ihn anfassen. Mittlerweile können wir ihn streicheln. Manchmal. Meist ist das einfach eine Spielaufforderung (oder Kampfaufforderung?) für ihn und er beisst wieder. Er ist wirklich ein hübsches Tier und wenn er satt und müde ist, sehr verschmust und dann kann er sogar schnurren. Er apportiert wie ein Hund und knurrt, wenn man ihm was wegnimmt (z.B. Fressnapf um ihn zu füllen).
Indy ist ununterbrochen in Fahrt. Er rennt und springt, bis sein kleines Herzchen hämmert wie ein Orchester. Nun haben wir Sisko, gleichaltrig, dazugeholt, damit er einen Kumpel hat mit dem er gemeinsam die Wohnung unsicher machen kann. Leider haben wir hier das gleiche Problem. Indy beisst Sisko so durch beim Spielen, dass Sisko nur noch faucht und sich versteckt. Mittlerweile ist auch Sisko so verunsichert, dass er Angst hat, wenn wir ihn streicheln wollen. Er wird handscheu. Jetzt bin ich ganz verzweifelt. Sisko war so sanft anfangs und nun will auch er nur feste beissen, wenn wir ihn anfassen. Ich finde Indys Verhalten nicht normal. Gibt es auch hyperaktive Katzen?
Was kann man machen, um Indy zu "zähmen", damit er wieder denkt und handelt wie eine Katze? Wir haben schon so viele Katzen gehabt, das Spielen und Tollen kennen und lieben wir. Aber das hier, das habe ich echt noch nicht erlebt. Wie ein kleines Katerchen so brutal sein kann. Er hatte sich gestern an Sisko derart festgebissen, dass ich ihn kaum losbekam. Und das auch noch an seinem Auge. Das hat sich Sisko anschliessend wild geputzt, während er immer kopflos durch die Gegend rannte. Es muss weh getan haben. Er blinzelte lange und liess sich nicht anfassen. Heute scheint alles normal zu sein. Sein Näschen hat auch schon ordentlich blutende Schrammen abgekommen. Das tut mir alles so Leid und ich weiss im Moment nicht was ich tun kann. So einen Fall hatte ich noch nicht.