Moin,
"wenn es garnichtmehr passt" liest sich wieder so komisch, sorry, vll bin ich etwas picky.
Wenn du Katzen einziehen lassen möchtest, musst du dir darüber im Klaren sein, dass es auch sein kann, dass sich das Wesen verändern kann, sei es durch traumatische Erlebnisse, das Alter, dass sich deine Einstellung ändert (nochmal: Katzen können das wirklich fühlen, sie scheinen menschliche-Emotions-Antennen zu haben - ich tippe ja, dass es die Antennen überm Auge sind

).
Mit einer Katze kann man nicht "Schluß machen" oder ein klärendes Gespräch führen (Also.. doch schon, aber sollte sie dir überhaupt zuhören, wird es nicht besonders fruchtbar sein).
Man muss seine Katze immer so lieb haben, wie sie nunmal ist. Und wenn sie es witzig findet, dir hauptsächlich die Kehrseite zu zeigen, dann ist sie eben so.
Lemmy quasselt mich zB immer voll. Ich wußte garnicht, dass es Katzen gibt, die das machen. Aber ich finde das toll an ihm, da bin ich gleich animiert ihn auch vollzusabbeln und wir laufen nebeneinander quasselnd durch die Wohnung.
Dann hatte ich mir bei 2 Katzen die Idealvorstellung ausgemalt, wie sie zusammen Bällchen spielen oder schmusen. Nix, die sind wie Bud Spencer und Terrence Hill, immer voll auf die 12 - am Besten mit richtig Dampf dahinter. Das einzige Spiel ist nachts durch die Wohnung zu galoppieren oder die Katzenklotür als Sandsack zu benutzen.
Ich denke, du merkst an der Beschreibung, dass ich trotz "enttäuschter Erwartungen" wahnsinnig glücklich mit den beiden bin.

Wegen des Freilaufs musst du eben drauf achten, eine Katze zu adoptieren, die das nicht kennt. (Dazu zählt auch Balkon, zumindest Mike fordert seine Balkonzeit ein) Was die Katze nicht kennt, kann sie nicht vermissen.
Und wenn Hunde als Beispiel auch zählen: Ich hatte einen
Golden Retriever, Nele - superliebes Tierchen. Immer brav, der Nachbarsjunge konnte ihr an den Ohren ziehen ohne ein einziges Knurren gehört zu haben, sie hörte auf ganz leise Kommandos, schlief mit mir im Bett und beim Spazierengehen ist sie mir auch ohne Leine nie von der Seite gewichen.
Jetzt haben meine Eltern auch einen
Golden Retriever (weil ihnen Nele so gut gefiel), Luna. Oder auch Loony (englisch für bekloppt). Konstant auf 180, ausgeprägter Jagdtrieb, wurde schon auf Schwerhörigkeit getestet, da sie auf nix hört, wenn ich sie zu mir ins Bett lasse, trampelt sie minutenlang auf mir rum und lutscht mich dann ab, Schlaf - keine Chance. Sie knurrt wenn ihr irgendwas nicht passt und zerfetzt sogar die schwarzen Kongs innerhalb von Sekunden. (Gut, bei Hunden ist da auch ein Großteil Erziehung) Aber das ist eigtl ein sehr hübsches Beispiel, wie unterschiedlich Tiere der gleichen Rasse sein können - einmal kuschelige Trantüte und dann amüsant wahnsinniges Energiebündel.
Und wir lieben Loony trotzdem, auch wenn sie mal so überhaupt nicht so ist, wie wir uns das vorgestellt haben.
Wenn du es nicht mit dir vereinbaren könntest, ein Tier liebzuhaben egal wie sich sein wahrer Charakter entpuppt, solltest du das Risiko nicht eingehen. Wenn du voll dahinter stehst, dass Haustier&Mensch sich gegenseitig aussuchen müssen, besuch ein paar Pflegestellen oder Tierheime und warte auf die große Liebe auf den ersten, zweiten, dritten und zigsten Blick
*blabla Roman* Berichte mal weiter, was du denkst. Ich werde grade mit teuflischem "Hunger"-Blick von der Seite angestarrt.