Hallo zusammen!
Ich bin keine erfahrene Katzenhalterin und suche dringend Rat wegen meinem Kater:
ich habe mir vor 5 Wochen aus dem Tierheim 2 Kater geholt, 2 Jahre alt und sehr alt. Da ich den ganzen Tag arbeite sollten die beiden sich miteinander beschäftigen können. Im Tierheim versicherte man mir, beide Kater wären gesund und würden sich miteinander verstehen.
Der kleine hat sich auch sehr schnell eingelebt, der alte hat sich anfangs auch im Wohnzimmer aufgehalten und sich von mir streicheln lassen. Er hat jedoch ununterbrochen gegurrt und gemiaut. Das ist von Tag zu Tag schlimmer geworden, bis er gar nicht mehr unterm Bett raus gekommen ist. Das ging soweit, dass der kleine aus Langweile angefangen hat „Taube“ (wegen dem gurren) anzugreifen und auf dem Klo und beim Fressen zu belauern, so dass ich die beiden separieren musste. Nach 2 Wochen habe ich den Tierarzt zu mir nach Hause geholt, da das Verhalten von Taube immer seltsamer wurde. Der Kater ist vom Tierarzt mit Netz eingefangen worden, wobei er fürchterlich geschrien hat und oben auf meinem Küchenschrank vor lauter Panik Kot abgesetzt hat. Nach der Aktion war ich fast genauso traumatisiert wie der Kater.
Nach 3 Wochen, 700,- € und ziemlich viel Nerven haben wir einen Infekt auskuriert, 2 faule Zähne gezogen und einen Herzfehler mit Lungenödem diagnostiziert. Was genau er hat weiß ich leider nicht, aber er bekommt jetzt dauerhaft Prilium und Prednisolon. Der Tierarzt hat gemeint ich solle ihn wie ein rohes Ei behandeln und Stress vermeiden. Das gegurre hat nach der Aktion auch aufgehört. Schweren Herzens habe ich den Kleinen vor 2 Wochen wieder ins Tierheim gebracht, ich hoffe dass er schnell vermittelt wird weil er jung und gesund ist. Ich hab dabei Rotz und Wasser geheult, das hat das Tierheim überhaupt nicht interessiert. Die haben mir nicht mal ne Kostenbeteiligung für Taube angeboten. Taube hat auch 24 Std gebrauch um sich rauszutrauen aus dem versteck. Aber ich den er vermisst den kleinen auch.
Anfangs ging es auch ganz gut mit den Medis, aber seit ein paar Tagen verbringt er immer mehr Zeit unterm Bett. Er frisst weniger. Der Tierarzt hat gemeint, ich solle ihm so viel geben wie er will, weil er völlig abgemagert ist und die Niere außerdem auch hin ist. Also lasse ich das Futter jetzt immer stehen. Könnte das der Grund sein warum er weniger frisst? Er muss dringend fressen; wenn ich ihn streichle spüre ich immer noch die Rippen.
Er röchelt auch, in der Nase blubberst wenn er den Motor anschmeißt. Wenn er durch die Wohnung läuf, hört es sich an als würde er ein volles Glas Wasser mit sich rumschleppen. Und das Fell sieht wieder struppiger und ungepflegter aus. Außerdem hat er kahle Stellen im Halsbereich, die immer schlimmer werden. Er macht vor allem im Schlaf lauter seltsame Geräusche. Es könnte auch Stöhnen sein. Er sabbert auch; wenn er den Kopf schüttelt, dann fliegt der Sabber nur so umher. Und peitscht auch ständig mit dem Schwanz auch beim Streicheln. Außerdem wirkt er ängstlicher. Er ist sowieso ein Panikkater, aber das muss doch besser und nicht schlechter werden? Er gurrt auch manchmal wieder. Er hat vor einer Woche noch so ca. 10 min am Tag gespielt (immer alleine) und jede Nacht um 4 lauthals verkündet, dass er Hunger oder sonst irgendwas hat. Jetzt macht er das auch nicht mehr.
Ich denke es geht ihm nicht besonders. Ich weiß aber nicht wie schlimm es ist.
Ich hatte noch Veroflox also habe ich es ihm noch 1 Woche lang gegeben. Es ist aber eher schlimmer geworden. Mittlerweile krächzt er auch ab und zu. Der Tierarzt hat mir Beruhigungspillen für ihn gegeben, wenn ich ihn wieder bringen muss. Das Problem ist, das sie wohl auch das Herz angreifen. Und ohne Pillen steht er jedesmal vor einem Kollaps. Er kotet auch immer in die Box und schlägt um sich wie ein irrer. Untersuchungen gehen auch nur unter Narkose. Ich denke das wirkt sich nicht gerade förderlich auf die Lebenserwartung aus. Der Tierarzt hat mir diesbezüglich keinerlei Hoffnungen gemacht. Er meinte, dass wenn Taube Weihnachten noch bei uns ist, wäre das sehr gut. Es könne aber schon in einer Woche soweit sein.
Soll ich den Kater wieder betäuben? So eine Netzaktion wird er nicht nochmal mitmachen. Oder soll ich es laufen lassen? Bin mittlerweile mit meinem Latein ziemlich am Ende. Woher weiß man, wenn es genug ist? Sind diese Auffälligkeiten Nebenwirkungen, Symptome, oder könnte er noch irgendeine Krankheit haben? Kann ich ihm sonst irgendwie helfen? Der Behandelnde Tierarzt ist im Urlaub. Er hat eine Vertretung, die kenn aber meinen Kater nicht. Die ganze Situation ist ziemlich verfahren...
Manchmal miaut er völlig grundlos wenn er alleine in einem Raum ist. Könnte er Schmerzen haben? Er schläft auch viel.
Das Problem ist das ich nicht wirklich beurteilen kann welches von dem ganze Verhalten normal ist, weil ich ihn gesund nicht kenne.
Bin für jede Antwort dankbar.