Aaalso..
Torik ist ja jetzt schon ein paar Tage bei uns. Es scheint, als habe er sich die Wohnung in Ruhe angeguckt, er frisst weiter und trinkt und geht zum Klo. Wenn wir nicht da sind, sitzt er gerne auf der Fensterbank und schaut nach draußen, das hat er bei dem Vater meines Freundes auch immer gemacht (Ich hab ihn erwischt, als ich draußen am Fenster vorbei gegangen bin :nana

Er hat einen Platz unter einem Sessel gefunden, wo er gemütlich auf einer Decke liegt und schläft. Über dem Sessel liegt auch eine Decke, die das so zu einem gemütlichen Versteck macht, wo man aber auch von vorne ein wenig reinschauen kann. An der Decke, die da drüber liegt, sieht man, dass er auch viel oben einfach drauf liegt im Sessel. Bisher hab ich ihn da aber noch nicht gesehen.
Mein Freund war vorgestern zuhause auf der Couch und hat berichtet, dass Torik durch die Wohnung gelaufen ist. Scheinbar ist der Kater bei ihm ein bisschen weniger angespannt (Er kennt ihn ja auch, seit der ein Kitten war).
Wir saßen gestern am Tisch in der Küche und Torik ist einfach durch den Flur spaziert. Nicht in unsere Nähe, aber er lief rum.
Scheinbar weiß er, dass er uns nicht loswird, er kann nicht immer warten, bis wir weg sind, um zu essen oder zum Klo zu gehen. Also tut er es einfach so. Ich bin so erleichtert, dass er sich selbst nicht einschränkt vor lauter Angst. Dass er trotzdem seine Bedürfnisse befriedigt.
Ich verhalte mich im Moment so: Ich rede mit ihm, begrüße ihn verbal, wenn ich reinkomme und erzähl ihm auch so immer allerhand Quatsch, ist ja egal was. Ich berühre ihn nicht, auch nicht als Beule unter dem Couchüberwurf. Mein einziges Vordringen in seine Richtung besteht daraus, ihn manchmal zu suchen und die Verstecke anzugucken, ob er da liegt. Dafür ziehe ich kein Tuch oder Laken oder irgendwas weg, in die Verstecke kann man so vorsichtig reingucken. Ich käme so oder so nicht dazu, ihn zu berühren (das geht tatsächlich nur, wenn er unter was liegt und mich nicht kommen sehen würde), er läuft weg, wenn man ihm zu nahe kommt.
Ich weiß von meinem Freund, dass Torik eigentlich nicht auf Leckerchen steht. Ich habe vorgestern mal ein Stück von einer Snack-Stange vor sein Versteck gelegt. Nur um irgendwann mal zu gucken, ob er das überhaupt isst.
Mein Freund sagte mir am nächsten Tag, der Kater hätte nachts damit gespielt, aber nichts gegessen. Das Stück war halbwegs auseinander gepflückt worden.
Schade drum, dass er es nicht gegessen hat.
Super dagegen, dass er spielt! Ich habe ihn noch nie spielen sehen und dachte schon, dass er den ganzen Tag am Liebsten rumliegt und ausm Fenster guckt. Aber scheinbar ist da doch noch Spieltrieb in ihm! Das gefällt mir sehr.
Zum Thema Schlafzimmer: Mein Freund möchte nicht, dass Torik ins Bett kommt, weil er Sorge hat, er würde vllt. da hin pinkeln. Deswegen ist die Tür da immer zu. Die Tür zum Bad ist auch immer zu, weil Torik sein KaKlo neben der Toilette in einem Gästebad in seinem vorherigen Zuhause hatte und mein Freund Sorge hat, er könnte auch dahin pinkeln.
Ich habe aber erzählt, dass mir der Tip gefallen hat, der Kater könnte uns gut anschauen und beschnuppern, wenn wir harmlos schlafen. Die letzten beiden Tage, wo ich geschlafen habe, war deswegen die Tür auf. Ich kann aber nicht sagen, ob er da war oder nicht.
Ich denke, für die nächsten zwei Wochen kann man da im Moment nichts machen, oder? Ich muss erst recht sicher sein, dass sein Verhalten nicht mehr von dem Umzug in eine neue Umgebung sein kann, sondern dass er sich in der vetraut gewordenen Umgebung immer noch so ängstlich verhält.
Ich habe noch eine Frage zum Futter. Oder zwei Fragen..
Torik ist bisher nur mit Trockenfutter versorgt worden. Er hat (soweit ich weiß, muss ich nochmal fragen) immer nur Trockenfutter bekommen. Nun ich weiß ich von der schlechten Auswirkung auf die Nieren und wie gut Nassfutter (wahrscheinlich wäre sogar barfen noch besser) als Alternative ist.
Wie, wann und ob überhaupt kann ich sein Futter umstellen? Wie nötig ist das?Und die zweite Frage: Wie fülle ich ihm am Besten seinen Napf auf? Ich hab so am Anfang überlegt, dass ich gerne mich als Person für ihn mit Futter verknüpfen möchte.
Da Torik in seinem alten Zuhause so etwas wie einen Futterspender hatte, konnte er einfach immer nehmen, wenn er wollte. Nun möchte ich gerne, dass er mitbekommt, wie mein Freund und ich das auffüllen, um dann eventuell positive Empfindungen damit zu verbinden.
Hier brauche ich aber Rat: wenn der Napf leer ist (er leert am Tag ein Apfel-großes Häufchen Futter aus dem Napf) muss ich ja theoretisch auffüllen. Bisher habe ich mit der Packung gerüttelt und dabei gerufen, um das Geräusch mit meiner Stimme zu verknüpfen. Nur ist Torik dann halt nie da, weil er sich ja verkriecht. Ist ja nicht so, dass er hungrig am Napf wartet.
Und warten, bis er hungrig ist und maunzt oder am Napf steht, kann ich ja auch nicht - der Kater braucht ja was zu Fressen. Wie meistere ich das am Besten?
Fazit:
Ich kann ihn im Moment nur ankommen lassen, ihm seine Verstecke lassen und viel mit ihm reden.
Das dunkelste Versteck unter dem Überwurf über der Couch haben wir etwas gelockert, indem wir eine Seite des Tuchs hochgeschlagen haben. Er sitzt da aber durchaus immer noch, das Versteck ist für ihn nicht gestorben und wir merken, dass er so mehr beobachten kann.
Er läuft mehr rum und guckt sich um.
Eine Zweitkatze wäre für mich kein Thema, für meinen Freund (so wie ich es bisher verstanden habe) schon.. Ich möchte damit gerne abwarten, wie sich Torik verhält. Taut er zunehmens auf und wird offener für unsere Annäherungsversuche, möchte ich glaube ich lieber weiter mit ihm "arbeiten" und ihm nicht den Stress machen, ein neues Tier in seinem Revier begrüßen zu müssen. Auf lange Sicht ist das natürlich keine Lösung. Aber wenn es zu Beginn auch ohne klappt, kann das Zweittier ja zur Komplettierung der Resozialisierung kommen. Oder bin ich da völlig aufm Holzweg?
Freue mich auf eure Antworten! Eure rege Anteilnahme tut richtig gut!
Celina