Mein Bengalen-Problem

Diskutiere Mein Bengalen-Problem im Kurzhaar Forum im Bereich Katzenrassen; Hallo Celina, hab nicht viel Zeit, wollte nur mal gerade anmerken, dass ich es ganz toll finde, dass du dir so viel Mühe mit dem armen Kater...
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #21
Hallo Celina,

hab nicht viel Zeit, wollte nur mal gerade anmerken, dass ich es ganz toll finde, dass du dir so viel Mühe mit dem armen Kater gibst.

Rein gefühsmäßig würde ich sagen, dass ich das Futter jetzt nicht umstellen würde. Noch ein Stressfaktor muss doch wirklich nicht sein.
Stell doch einfach mal eine Schüssel mit hochwertigem Nassfutter als Alternative auf, nimm ihm aber sein gewohntes Futter nicht.

Und zu deinem Freund:
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann war es doch seine Idee Torik bei euch eine zweite Chance zu geben. Wie wäre es denn mal mit einem kleinen Vertrauensvorschuss für den Kater, sollte das wirklich schief gehen, kann man das Bettzeug immernoch waschen ;-).

So jetzt muss ich weitermachen...

Alles Gute - ihr schafft das, da bin ich mir ganz sicher!
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #22
Hallöchen!

Tut mir Leid, dass es immer eine Weile dauert, bis ich schreibe. Aber ich will ja auch ein bisschen was zu erzählen haben und ich möchte mir gerne genug Zeit nehmen, um soviel wie nötig zu schreiben.

Aaaalso.. Ich habe mich nochmal mit meinem Freund unterhalten und er hat mir erzählt, dass man Torik durchaus in der Vergangenheit Nassfutter zum Fressen gegeben hat. Doch der Kater hat mit ziemlich heftiger Verstopfung und Magenschmerzen reagiert, der Tierazt wusste nicht mehr weiter und wollte sogar ein CT machen lassen. Es wurden immens viele verschiedene Nassfutter Sorten ausprobiert und irgendwann blieb es dann bei Trockenfutter, das er immer gut verträgt. Er bekommt Royal Canin Indoor..
In der Zwischenzeit habe ich Leckerli gefunden, die ihm total schmecken.
Ich habe angefangen, mich in genug Abstand vor sein offenes Versteck zu setzen und ihm die stückchenweise hinzuwerfen. Er guckt mich immer mit großen Augen an aber er steht auf und kommt sogar ein Stückchen raus, um sich die zu holen.
Das habe ich bisher beinahe täglich mit ihm gemacht und ihn gelobt, wenn er sich die Leckerchen geholt hat. Die, die ihm zu weit waren und die er nicht genommen hat, hab ich immer wieder eingesammelt und zurückgetan.

In der Zwischenzeit spaziert er immer sicherer durch die Wohnung und geht auch an meinem Schreibtisch und mir vorbei, um aufs Klo zu gehen und läuft dann durch die Wohnung.
Kommt man ihm zu Nahe, läuft er immer noch wieder zurück in sein Versteck oder zumindest in die Nähe, aber er wirkt nicht so geduckt, er geht beinahe aufrecht.

Und dann... GESTERN. Der Tag der Tage. Das muss ich euch erzählen.
Ich habe mich in meinem üblichen Abstand von seinem Versteck aus auf den Boden gesetzt und Leckerchen geworfen. Er hat eher so schläfrig da gelegen, den Kopf leicht nach oben gedreht, entspannt und hatte keine große Lust auf Leckerchen.
Ich habe mich parallel mit meinem Freund unterhalten, der am PC saß und bin ganz langsam immer stückchenweise an seinen Platz rangerutscht. Er hat die Augen beinahe zu gehabt und wenn ich mich bewegt habe, hat er geguckt. Aber ich hab dann immer gewartet, bis er sich wieder entspannt und bin näher gerückt.
Irgendwann war ich so nah dran, dass es nicht mehr ging! Und er hat gechillt. Da hab ich meine Hand stückchenweise zu ihm bewegt....

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Haha.. Neinein. Ehe ich ihn berühren konnte, drehte er den Kopf zu mir, beschnupperte mich und drückte seinen Kopf so heftig in meine Hand und wollte total gekrault werden!!
Ich hab ihn bestimmt beinahe 10 Minuten total gestreichelt am Kopf und Hals und er hat kaum genug bekommen. Hat an meinen Fingern geschleckt und seinen Kopf gedreht und sich dann über den Rücken gerollt und die Beinchen in die Luft gehalten! Ich bin garnicht mehr klargekommen, um ehrlich zu sein. Er hat dann von mir Leckerchen aus der Hand genommen, ich hab ihn gelobt und gestreichelt und ganz weiche Knie bekommen :oops:
Ich habe dann damit aufgehört, eher er anfing, die Lust zu verlieren. Er hat mich noch angeguckt ganz vorwurfsvoll, aber ich dachte, es sei das Beste. :?:
Das war sooooo toll...!!!

Heute früh ist er beinahe so wie immer, kommt zum Napf, während wir am Frühstückstisch sitzen, läuft aber weg, wenn man ihm zu Nahe kommt. Das wird ganz sicher!
Mein Freund hat gesagt, Torik hat sich häufiger streicheln lassen, wenn er schläft oder ruhig daliegt und keine Lust hat, wegzurennen. Aber so mit Rumrollen und Kopf in die Hand drücken hat er nur ganz selten gemacht - er würde mich mögen :-D

Wir haben jetzt keine zusätzlichen Verstecke gebaut, er hat zwei sichere Verstecke, zwei Plätze zum Liegen die etwas offener sind und den Rest der Wohnung mit Plätzen zum Liegen ohne Ende.
Das Schlafzimmer ist nachts offen, wenn wir da liegen und einmal ist er auch schon reingeschlüpft, als wir drin waren :cool:

Eine Frage hab ich da noch: Der Kater hatte in seinem alten Zuhause gelegentlich Freigang. Wir haben geplant, eine Katzenklappe nach Außen einzusetzen in die Wand, die zu unserer Terasse führt. Wann ist dafür der richtige Zeitpunkt?
Ich habe ihn gerade beobachtet, wie er auf der Fensterbank sitzen seine Nase durch ein gekipptes Fenster gesteckt hat. Ich lasse keine Fenster auf Kipp, wenn ich nicht da bin. Er wirkte auf mich, als würde er gerne raus.
Wie sicher ist es und wann ist es sicher, dass er wieder hierhin kommt?

Liebe Grüße an Alle!!

Celina
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #23
Schööööööööööön, oh ist das süß! Freut mich total, dass er etwas Vertrauen gefasst hat.
Siehste das wird! :)

Es sind die kleinen Momente die manchmal so bedeutsam sind! Ich hatte auch fast Tränen in den Augen, als Nala das erste Mal zu mir auf die Couch kam und sich in meinen Arm gelegt hat :d078:

Bleib dran, das wird sicher!

Ich glaube solange er momentan noch so ängstlich ist, würde ich ihn noch nicht rauslassen. Denke er sollte schon so 2 Monate bei dir sein, bis er sich richtig heimisch fühlt. Möchtest du ihn in gesicherten oder ungesicherten Freigang rauslassen?
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #24
Jaa, ich freue mich auch total!

Die Gegend hinter dem Haus ist eine Wohngegend mit vielen Gärten, es wäre unbegrenzter Freigang.

Grüße! :)
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #25
Das ist natürlich deine Entscheidung. Klar ist ein Freigang schön für ne Katze, aber *seufz*...einen hübschen Bengalen rauslassen. Ich hätte Angst, dass ihn jmd klaut :?...

Aber warte doch noch ein bisschen und versorge uns währenddessen mit ein paar Bilderchen ;-)
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #26
Boah super! Du machst das genau richtig! Zeigen, daß du ungefährlich bist und abwarten, daß er dir Zeichen gibt und den Rest ihn machen lassen... step by step - super!

Ich würde auch noch warten mit dem rauslassen. Noch ist zu früh. Wenn ihr eure Bindung so gefestigt habt, daß er auf zuruf kommt um seine Leckerchen zu holen, dann ist der richtige Zeitpunkt, denn ansonsten hast du keine Kontrollmöglichkeit ihn wieder rein zu holen, wenn draußen was wäre.
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #27
Hallo Celina,

Wie schön, dass du dich mal wieder meldest :).

Das hört sich wirklich alles ganz super an.

So wie du das gemacht hast ist es genau richtig. Ihm die Hand zwar anbieten, aber ihn selbst entscheiden lassen.
Fürs warten wird man ja dann auch so schön belohnt. Kann mir schon vorstellen, wie glücklich du in dem Moment warst;-).
Ach, dass du von selbst aufgehört hast, finde ich genau richtig.

Das ist wirklich ein toller Erfolg!

Zum Thema Freigang:
Jetzt würde ich ihn auf keinen Fall rauslassen. Frühestens, wenn er euch voll vertraut und sich zu Hause fühlt.

Aber ganz ehrlich, ich würde mir dass wirklich gut überlegen.
Entscheiden müsst das natürlich ihr, aber du solltest dich mit der Möglichkeit auseinandersetzen, dass er nicht nur überfahren werden, oder weglaufen kann, sondern eben auch geklaut wird.
Unterschätze diese Gefahr bitte nicht. Bengalen sind schon wirklich sehr auffällige Katzen. Also mir wäre das eine Gefahr zuviel. Aber wie gesagt, dass bleibt ja jedem selbst überlassen.

Mach auf jeden Fall weiter so. Ihr habt ja schon einen rießen Schritt gemacht!


LG
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #28
Hallo,
da du geschrieben hast, dein Katerchen nimmt keine Leckerlies. Probiere es doch mal mit abgekochten Hühnchen. Meine fahren total drauf ab und tun alles dafür. Wenn er auch so verrückt danach ist, kannst du es ihm mit der zeit aus der Hand anbieten.

Meine freundin hat 2 Katzen von Ihrer Oma geerbt. Die eine wahr so scheu, dass diese Wochen lang nur unter der Couch saß. Mit dem Hühnchen, hat sie die Katze unter der Couch vorholen können und das ganz freiwillig. :lol:
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #29
Es wird immer besser!

Heute hat er mit der Spielangel gespielt und hatte sichtlich Spaß :)

Nach zwei Stunden Pause bin ich wie gewohnt mit Leckerli zu ihm zum Schmusen gekommen, habe ihn über eine halbe Stunde lang gekrault und gestreichelt. Es war wunderbar!
Ich lade gerade ein paar Beweise hoch, werde sie euch in einer kurzen Weile präsentieren!

Zum Freigang: Torik ist wohl früher viel draußen gewesen, habe ich jetzt gehört. Er ist auch weiter weg gewesen in anderen Gärten usw. Einmal ist er 3 Tage lang nicht wiedergekommen und als er wieder da war, ist er nicht mehr weiter als seinen eigenen Garten gegangen. Irgendwas ist da passiert, keiner weiß es..
Mein Freund teilt meine und eure Einschätzung zum Diebstahl und den Gefahren, die draußen lauern.
Er wird sowieso eine ganze Weile noch drinnen bleiben müssen, danach sehen wir weiter. Lieber wäre er uns aber natürlich immer hier drin... Solange wir gewährleisten können, dass er beschäftigt genug ist.

Ich freue mich schon, euch gleich Bilder und Videos zu zeigen!

Bis dann,

Celina
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #30
Oh ist das toll Celina, freut mich sehr, dass er auftaut!
Mit viel Geduld und Liebe ist das bestimmt zu schaffen.

Freu mich schon auf Fotos und Videos!
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #31
Könnt ihr den Garten vielleicht einnetzen bzw. den Terrassenbereich? Dann hat er wenigstens noch etwas Frischluft.
Und dann sollte er auf jeden Fall einen Kumpel kriegen, falls er nicht mehr raus soll, damit die fehlenden Sozialkontakte ausgeglichen werden können und er sich nicht langweilt.
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #33
Na, da kann man ja nur noch sagen:

Herzlichen Glückwunsch :lol:

Toll, dass das so schnell geklappt hat mit der Eingewöhnung!

Ich würde sagen, alles was jetzt noch kommt sind Zugaben ;-).


Ganz liebe Grüße

Finny
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #34
Was bei unseren Zuanfang-Angst-Katzen sehr gut geholfen hat, war das "indirekte angucken". Wenn ich sie angeguckt habe und sie das gemerkt haben und mich angeguckt haben, habe ich die Augen zugemacht und zur Seite geguckt. Oder ich habe in ihrer Gegenwart sehr lange geblinzelt (Augen für 3-4 Sek zugemacht). Das signalisiert den Katzen zum einen "Hier ist alles Sicher!" und auch "Ich will nichts Schlimmes von Dir!".

Und ich habe den Kleinen auch vorgelesen, damit sie meine Stimme kennenlernen. Natürlich kann man ihnen auch einfach was erzählen, aber das fand ich irgendwie seltsamer als ihnen Harry Potter vorzulesen.

Ich habe die Kleinen auch nur dann gefüttert oder Leckerlis für sie versteckt, wenn sie mich aus ihrem Versteck beobachten konnten, damit sie merken, dass das Leckere von mir (oder meinem Mann) kommt.

Auch haben wir die Schlafzimmertür immer aufgelassen, nach ca. 2 Wochen. Dadurch konnten die beiden uns im Schlaf erkunden und uns für harmlos einstufen.

Nach diesen Maßnahmen und ca. 3 Monaten Zeit durften wir die beiden auch das erstemal kurz streilen, ohne eine gelangt zu kriegen.

Viel Geduld und Liebe sind natürlich auch unerlässlich, aber das hatt Eure Plüschnase ja schon! :lol:
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #35
Hallo liebe Katzenfreunde!

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich dringend den Rat von erfahreren Katzenhaltern zu einem Bengalen-Problem benötige. Ich freue mich sehr über Ratschläge und Hinweise :)

Mein Name ist Celina, ich bin 23 und vor Kurzem bei meiner Mutter aus- und zu meinem Freund in dessen Wohnung gezogen. Meine Mutter und wir Töchter hatten bisher in unserer Wohnung einen Kater, der uns zugelaufen war und der unseren Katzenwahn lostrat. Finn lebte ungefähr ein Jahr bei uns, bis er so krank durch Katzen-HIV wurde, dass wir ihn sanft haben gehen lassen. Er war gemütlich, schon etwas älter, und ruhig. Er zeigte uns, wie das Leben mit einer Katze so ist und wir lernten viel. Bisher hatten wir nur Hamster, Wellensittiche, Wüstenspringmäuse und jede Menge Meerschweinchen gehabt, nie aber eine Katze.
Finns Tod sorgte dafür, dass wir alle merkten, dass ohne Katze nicht mehr geht. Meine Mutter entschied sich, zwei Kitten in unsere Familie einzuschleusen und vom ersten Tag an sind die beiden so wundervoll liebenswürdig und süß, dass wir garnicht mehr ohne können. Wir sind einfach alle total die Tier- und vor Allem Katzenliebhaber!

Nun bin ich jedoch ausgezogen, kommt halt immer irgendwann der Tag.. ;)
Und so langsam nähert sich das Problem. Der Vater meines Freundes besitzt einen Bengalen. Er ist 5 Jahre alt und lebte bisher in einer großen Wohnung mit Garten (in den er aber nie wirklich ging, dazu gleich mehr) zusammen mit einer Yorkshire-Terrier-Hündin, die nun schon bestimmt 14 Jahre alt ist. Die beiden mögen sich eigentlich, spielen gelegentlich miteinander.
Tornado (oder eher Torik, wie er meistens genannt wird) ist als Kitten zu meinem Schwiegervater-in-spe gekommen, von einer wohl seriösen Züchterin. War wohl auch echt teuer.. Direkt zu Beginn war er sehr krank und musste viel gespritzt werden, was ihn bis zum heutigen Tage (meiner Einschätzung nach) geschädigt hat. Angeblich war die Züchterin verschwunden, als man den Kontakt zu ihr gesucht hat.
Torik ist absolut nicht korrekt sozialisiert worden. Er lässt sich nicht heben, er lässt sich nicht anfassen, er geht am liebsten weg, wenn man ihm zu Nahe kommt. Liegt er irgendwo und schläft, kann man ihn streicheln. Das wars. Er isst, er trinkt, er geht zur Toilette, aber er mag den Menschen nicht besonders. Ihm wird immer wieder der Freigang angeboten, aber er wirkt, als habe er Angst. Er geht nicht weit weg, will aber zu schwierigen Zeiten (mitten in der Nacht) wieder reingelassen werden und ruft dann laut. Dieser Kater ist eindeutig nicht glücklich. Er neigt dazu, an Tapeten und Gardinen zu gehen (ob das spielerisch oder aus Zerstörungswut passiert, muss ich nochmal genauer eruieren).
Nun Folgendes: Mein Schwiegervater-in-spe hat einen 1-jährigen Sohn. Aus Gründen, die mir jetzt nicht so ganz vertraut sind, ist das Zusammenleben mit dem doch recht schwierigen Kater so schwierig geworden, dass er abgegeben werden soll. Es gibt Vermittlungen, die sich auf Bengalen spezialisiert habe, weil es doch keine unkomplizierte Rasse ist. Aber mein Freund, der Torik natürlich dennoch lieb hat, hat mich gefragt, ob er und ich es mit ihm versuchen wollen. Wir wohnen in einer 100-Quadratmeter-Erdgeschosswohnung mit Garten und einer Wohngegend hinter dem Haus, wo theoretisch eine Katze auch laufen kann (nach vorne hin ist eine größere Straße). Ich bringe Erfahrung mit sozialisierten Katzen mit, mein Freund hat lange mit Torik zusammengelebt.
Nun ist es so: Der Kater ist seit gestern bei uns. Er hat ganz traurig gerufen in seinem Transportkorb und ist auch nur rausgekommen, als wir ein Stündchen außer Haus waren. Ich habe mich informiert und informiert, in Katzenratgebern, im Internet usw. Über Bengalen im Speziellen und Katzen mit chronischen Angststörungen im Allgemeinen.
Ich weiß: wenn dieser Kater nun hier wohnt, dann möchte ich alles tun, damit es ihm besser geht. Es tut mir so weh, dass dieses Tier weder vom Züchter, noch vom Käufer (so ungern ich das auch sage) mit Enthusiasmus und Freude an der Katze sozialisiert wurde. Das Tier hat beinahe ständig Angst, guckt aus seinen wundervollen großen Augen aus einer Ecke zu einem rüber, hält aber immer Abstand.

Ich weiß, dass das Single-Halten keine gute Idee ist. Das ist mir völlig klar, habe ich doch bei meiner Mutter zuhause zwei Mädchen, die so herzlich süß und verliebt in sich gegenseitig und auch in uns Frauchen sind, dass sie immer zum schmusen und spielen kommen. Ich habe die große, große Hoffnung in mir, dass man bei Torik noch was tun kann. Dass auch bei einem 5-jährigen Kater nicht alles verloren sein muss.
Er ist aber bisher der einzige Kater im Haus gewesen, wie günstig ist da eine zweite Katze? Und wenn ja, welche, welches Geschlecht, Alter, Rasse?
Als die ersten Schritte würde ich natürlich solche bevorzugen, die noch keine zweite Katze beinhalten. Ich habe da von Gegenkonditionierungsmaßnahmen, teilweise mit medikamentöser Therapie in Form von leichten Anxiolytika (also Beruhigungsmittel) gelesen, von viel Geduld, Leckerchen, Geduld und Geduld. Dort wird aber meist nur von Kitten oder jungen Katzen gesprochen.
Was mache ich, wenn ich eine ausgewachsene Katze "retten" will? Eine, die ganz eindeutig in ihrem Wesen, ihrer Art, ihrer Sozialisation verhunzt wurde? Die jetzt leidet, und wer weiß schon wie lange. Ich bin erst seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen und kenne Torik erst so lange. Ich möchte helfen. Möchte Torik bei uns behalten können und ihn angstfrei sehen.

Seit er gestern gekommen ist, hat er nirgendswo hingepinkelt, er war direkt auf dem Katzenklo. Er hat definitv nachts gefressen (scheinbar hatte er echt Hunger..), getrunken wahrscheinlich auch. Sein Platzkörbchen lag auch nicht mehr genau so, wie ich es hingelegt hatte. Als wir nach der Stunde gestern wieder reinkamen, lag da ein Hubbel unter dem Tuch, das über der Couch liegt. Er hatte sich da versteckt. Beim Anheben duckte er sich weg, versteckte sich unter der Couch.
Seit dem Aufstehen heute morgen ist er unter der Couch. Ich bin nun im selben Raum mit ihm am Computer, er lässt sich nicht blicken. Er weiß ja, dass jemand da ist.. Ohmann, ich wünschte ich könnte was tun.

Gebt mir Tips! Ich habe schon nach Katzenpsychologen gegoogelt..

Liebe Grüße, Celina

Also , hab mir mal alles durchgelesen ich bin ganz neu hier und antworte mal....
Bengalen sind nicht Komplitziert , recht einfach zu Halten wenn man sich mit der Rasse befasst.

Ich denke diese Katze ist einfach total gelangweilt allein und braucht einen Kumpel.

Rede damit aus erfahrung.

Wir haben 2 Bengalen, aus meiner Sicht würde ich ihm es nicht antun allein zu Leben.

Wenn einen Kater dazu , in seinem alter oder vll auch jünger aber kein Kitten mehr.
Dazu ist er wahrscheinlich schon zu verstört .
Will dir nicht zu nahe treten aber dein Schwiegervater wusst wohl nicht was er sich da ins Haus holt, ein Bengale ist wirklich unkomplitziert wenn man 2 Katzen hat, aber wenn man ihn alle mit nem Mini Hund Leben lässt , ist es wirklich nicht verantwortungsvoll.

Wenn er schon an die Gardinen und was auch immer geht , ist er frustiert er braucht einfach gesellschaft ,ich würde einen 2ten Bengalen oder eben eine Rasse oder normale Katze nehmen mit einem Starken Charakter bei den Bengis kanns beim Spielen heiss her gehen.
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #36
Hallo!

Ohje das klingt ja gar nicht nach Bengalen die wir so kennengelernt haben, hoffe die Situation ist jetzt besser.

Wir wollen uns ja auch welche anschaffen, das erste was uns der Züchter sagte war, die dürfen sie nie allein halten!

Egal welche Rasse aber eine zweite muss her! Und sie brauchem Beschäftigung, Spiele usw mit den Katzen machen!

Alles liebe
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #37
Oh, ich hatte richtig Tränchen in den Augen beim Lesen. Ist das schön! Toll, dass du dir das zugetraut und durchgezogen hast. Manchmal stimmt vielleicht auch einfach die Katze-Mensch-Kombi nicht und bei dir hat er ein passenderes Puzzleteil gefunden. :f040: Bravo!
 
  • Mein Bengalen-Problem Beitrag #38
Ich finde es auch toll wie du dich um euren Kater bemühst. Und schön zu sehen wie wohl er sich mittlerweile fühlt :cool:


Eine kleine Anmerkung zur Pflanze auf diesem Foto. Es handelt sich um eine Monstera deliciosa, ein ausgesprochen schönes Exemplar sogar, nur leider giftig. Sie kann die Schleimhäute reizen. Bei höheren Dosen kann sie Hypokalzämie verursachen und die Niere kann geschädigt werden!
 
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