Hallihallo!
Nachdem ich mich etwas im Internet und in Büchern umgeschaut hab würde ich gerne meine beisen Kleinen (ca. 4 Monate alt, Katze und Kater) relativ zeitnah kastrieren lassen. Das gestaltet sich aber schwieriger als gedacht:
Die drei Tierkliniken in und um Würzburg weigern sich, Katzen zu kastrieren bevor sie nicht ein halbes Jahr alt sind. Die übliche Argumentation: noch nicht vollständig entwickelt, tut der Katze nicht gut etc.
Die niedergelassenen Tierärzte haben ähnliche Meinungen, teilweise kam sogar noch die Aussage, dass man bei dem Mädchen unbedingt bis zur ersten Rolligkeit warten muss.
Nur eine Tierärztin in Würzburg (und ich habe wirklich fast alle angerufen) würde die Katzen schon jetzt (bzw. in einigen Wochen) kastrieren, und ich hab auch gleich einen Termin für die erste Augustwoche ausgemacht, da haben meine Freundin und ich am besten Zeit zum Gesundpflegen und auf die Wunde aufpassen.
Nun zur eigentlichen Frage: Warum gehen die Meinungen da so weit auseinander? Gibt es tatsächlich noch alte Lehrmeinungen, die immer noch anerkannt sind? Sind die Tierärzte einfach zu faul, sich weiterzubilden und bleiben so immer auf dem Wissensstand ihres Studiums? Was wird denn den Studenten im Studium vermittelt (vllt. ist ja ein Vetmed-Student anwesend...)?
Man kennt das ja auch aus der Humanmedizin: will man bei schweren Krankheiten (z.B. Krebs, Augenoperationen etc.) vernünftig behandelt werden, dann braucht man gar nicht erst ins Kreiskrankenhaus zu gehn, sondern eine Uniklinik ist hier die erste Wahl.
Das größte Problem an der ganzen Sache ist: Wenn man von Ärzten (egal ob Human- oder Vet.-Medizinern) mit Aussagen konfrontiert wird, die nachgewiesenermaßen veraltete Lehrmeinungen darstellen oder sogar schlicht falsch sind, fällt es mir wirklich schwer, Vertrauen zu diesen Personen aufzubauen. Und wenn man dann auch noch bei einem Nachfragen mit Verweis auf verschiedene Quellen (Internet, Katzenratgeber, Lehrbücher(!) etc.) belächelt und mit den üblichen Pauschalaussagen (Internet ist sowieso immer falsch, Einzelmeinung US-Amerikanischer Ärzte etc.) abgespeist wird macht es das nicht einfacher.
Natürlich habe ich weder Human- noch Vet.-Med. studiert. Trotzdem bilde ich mir ein, in der Lage zu sein mich korrekt und mit Hilfe verlässlicher Quellen über aktuelle Lehrmeinungen informieren zu können. Sowas lernt man in einem Studium halt einfach.
So, wieder etwas Frust von der Seele geredet. Was meint ihr dazu? Was meinen eure Tierärzte dazu? Ist vielleicht sogar ein (werdender) Tierarzt unter uns, der das mal kommentieren möchte?
Euch allen einen schönen Tag,
Liebe Grüße, der Max