Hallo, liebe Leute!
Ich habe gestern sehr schweren Herzens meinen Kater an den (lt. TSV) "Vertragspartner" (privat) zurückgeben müssen. Er war ca. 5 Wochen hier und er verstand sich zunehmend nicht mehr mit meiner Katze (übrigens beide sind kastriert). Der Kater, den ich aufgenommen hatte, war ein Fundtier, der (lt. Vertragspartner) irgendwo auf der Straße halbverhungert gefunden worden ist. Er ist ca. 1,5 Jahre alt und ein wirklich schönes Tier. Ich habe ihn hier bei mir aufgepeppelt und es schien ihm zunehmend besser zu gehen. Auch der Tierarzt sagte, er sei völlig gesund, bis auf sein Gewicht.
Je mehr er jedoch an Gewicht zunahm, desto mehr zog er sich aber zurück. Anfangs hatte ich dem gar keine Bedeutung zugemessen, denn Katzen schlafen ja viel... Seit ca. 10 Tagen jedoch lag er nur noch(!) unter dem Sofa, unter dem Bett, irgendwo versteckt, wo es dunkel war. Er rollte sich nur noch zusammen und lag regungslos da. Wenn ich ihn auf den Arm nahm, begann er zu knurren (er biss oder kratzte jedoch nicht) und kotete und urinierte (das Ganze drei mal!!!)... Ich tat dem Kater überhaupt keinen Gefallen mehr, wenn ich ihn weiter bei mir hätte wohnen lassen, weil er sich sichtlich nicht mehr wohlfühlte.
Ich habe alles versucht, musste gestern dann doch feststellen, dass irgendwie nix mehr möglich war! Es war echt ein Trauerspiel. Auch mit meiner Katze funktionierte es gar nicht mehr. Sie hatten zwar ein sooo inniges Verhältnis nie gehabt, aber sie gingen sich seit ein paar Tagen völlig aus dem Weg und knurrten sich an... Ich war gestern so verzweifelt, dass ich beschloss, den Vertragspartner zu informieren und mit ihm zu überlegen, was nun passieren sollte (lt. TSV musste ich das schließlich machen). Auf seinen Rat bin ich erneut zu Tierarzt; der meinte jedoch er sei körperlich völlig gesund und die beiden Katzen könnten es wohl nicht miteinander und sollten besser getrennt werden. Ich bot dem Vertragspartner (lt. TSV) daraufhin an, dass entweder ich dafür Sorge trage, ihn in ein gutes neues Zuhause zu vermitteln, oder, wenn er darauf besteht, den Kater an ihn zurückgebe. Er wollte den Kater auf jeden Fall zurück bekommen.
Dann ging das Theater los: Ich hatte bei der Übernahme damals eine Schutzgebühr entrichtet. Der Vertragspartner gab mir bei der Übergabe vor 5 Wochen an, dies seien seine persönlichen Tierarzt-Kosten. Ich erbat nun diese Kosten zurück, weil ich auf seinen (ich möchte schon fast sagen) "Befehl" nach der Übergabe insgesamt zweimal zum Tierarzt geschickt worden bin - der Tierarzt mir aber immer sagte, dass das Tier gesund sei... Er hatte mich damals mit Anrufen fast schon terrorisiert und mich stets an den TSV und die Einhaltung der Vertragspunkte erinnert. Nach einigem hin und her ließ er sich darauf ein die Schutzgebühr zurückzugeben.
Ich fuhr dann gestern Abend zum Vertragspartner hin um ihm den Kater zu übergeben. Anwesend dabei war auch die "Dame" (wie ich sie mal hier nennen möchte), die laut eigener Aussage in einer Tierschutzorganisation tätig sei. Die Transportbox wurde geöffnet und der Kater lag (wie ich es schon am Telefon beschrieben hatte) völlig überfordert da und guckte mit großen Augen und verschwandt dann direkt unter dem Sofa. Vom Öffnen der Box bis hin zum Verschwinden unter dem Sofa hat es ungefähr 15 Sekunden gedauert!
Daraufhin begann die "Dame" direkt mir schwere Vorwürfe zu machen, dass ich mich nicht um Kater gekümmert hätte. Sie hätten mir ein gesundes Tier übergeben und bekämen es nun völlig verstört und verhaltensgestört zurück. So etwas hätte sie noch nie erlebt. Das Tier sei keine Ware, sondern ein Lebewesen, das man nicht mal eben abgeben könne. Ferner sei es nun schwierig das Tier noch einmal weiter zu vermitteln. Sie wollte mir dann noch ein schlechtes Gewissen machen, dass ich die Schutzgebühr wieder angenommen hatte.
Also kurzum: es war furchtbar! Nicht nur, dass ich den Kater zurückgeben musste! Es ist ein echt doofes Gefühl, dass ich gescheitert bin ihn hier bei mir zu integrieren. Das Theater am Übergabeort war ein echter Hammer! Ich finde es ungerechtfertigt , weil ich (nach meinem Empfinden) zum Wohle des Tieres und im Sinne des TSV agiert habe und sogar angeboten habe, das Tier selbst weiterzuvermitteln. Dass mir genau das zum Vorwurf gemacht wird, belastet mich auch nachhaltig enorm! Der Vertragspartner will nun nochmal zum Tierarzt gehen und das Tier komplett untersuchen lassen (sogar mit Blutuntersuchung etc.)
Daher nun meine Frage: Kann der Vertagspartner (obwohl ich zweimal den Tierarzt aufgesucht hatte) mich nun noch im Nachhinein zur Kasse bitten, oder mir gar nachsagen ich hätte das Tier nicht ordnungsgemäß gehalten, oder gar gequält (was ja nun definitiv nicht stimmt)??? Ich habe irgendwie die Sorge, dass die ganze Sache noch in die "Nachspielzeit" geht und noch längst nicht ausgestanden ist.
Habe ich denn jetzt so falsch agiert?
Könnt Ihr mir helfen und mir Tipps geben?
Danke und liebe Grüße!