Hallo,
ich bin neu im Forum, weil ich ratlos bin.
Ich habe ein großes Problem mit unserem aggressiven Zweitkater, der jetzt 1 Jahr alt ist, er ist kastriert. Er wurde von meiner Freundin in Tunesien als verhungertes und krankes (schlimmer Katzenschnupfen) Baby von der Strasse gerettet. Da sie nach D zurückging und ihn nicht mitnehmen konnte, sich vor ort auch niemand kümmern wollte, hab eich ihn als 4monatiges Baby Anfang Oktober mitgenommen.
Aufgrund seines massiven Katzenschnupfens haben wir ihn als Baby nicht gleich zu unserem lieben ,aber inzwischen tauben Erstkater gelassen, den wir seit 11 Jahren haben (er angeblich 8 Jahre , als wir ihn aus dem Tierheim holten,also wohl 19). Er ist Freigänger, hat einen handelbaren chronischen Katzenschnupfen, lebt gut mit nierendiätfutter und hatte bisher die Nachbarkatzen im Griff, war ein fighting man. Jetzt wird er ruhig und baut etwas ab, d.h. v.a. er geht Streit eher aus dem Weg.
Als wir beide zusammenführten, hatte ich Angst um den Kleinen. Das war aber ein totaler Irrtum. Der Neue fällt umgekehrt den Alten an, wenn er kann hinterrücks und fies. Den Kleine n haben wir deshalb leicht an ein Geschirr und Leine gewöhnen können, er kann also trotz seiner Aggressinen kontrolliert in den großen Garten und hat auch einen eigenen Eingang in sein Zimmer im Souterrain, wo er auch bei meinem Mann schläft. Er ist weniger aggressiv geworden und z.T. sehr schmusig und lustig.
Der Alte war nicht erfreut, nahm abre alles vergleichsweise gelassen, da er ja Erstkater ist und sich auf mich als Beschützerin verläßt (er ist eher eine Mamakatze), das braucht er auch , weil er den Kleinen ja nicht hören kann und ich es unmöglich fände, unseren lieben alten Kater mobben zu lassen.
Nun dachte ich, durch diese weitgehende Getrennthaltung (sie sehen sich, der Alte hat seine Wege so angepaßt, daß er den Kleinen vermeidet) die Aggression des Kleinen gelegt habe, manchmal war es auch so, daß der Kleine nicht am Rad drehte, sondern ihn ignorierte.
Aber: heute ist er mir beim Entwirren der Leine entwischt und wie ein Blitz 30 Meter auf den Alten geschossen, der sich sonnte und nichts Böses ahnte, und hat sich auf ihn gestürzt. Ich ging dazwischen, bin sehr verkratzt, er hat seine Aggression nicht abgestellt, sondern gegen mich gerichtet hat. Jetzt ist er erstmal drin. Da bleibt er heute auch.
Es würde mir sehr leid tun, den Neuen abgeben zu müssen, da er eigentlich ein lustiger Kerl ist, wir haben ein Vermögen an den Tierarzt ausgegeben, um ihn durchzubringen und seine ungehobelte Grobmotorik ist auch viel besser geworden.Oft ist er entspannt und richtig nett, spielfreudig und zugewandt. Eigentlich ist er m.E. ängstlich, kompensiert das aber dadurch, daß er agressiv und hirnlos einfach mal vorsorglich drauflos schlägt.....
Eigentlich müßte er verstanden haben, daß der Alte ihm nichts tut, wenn er ihn nur in Ruhe läßt, daß er hier seinen Platz bei uns hat, aber nicht ohne den Alten...aber wohl doch nicht. Er will geliebt werden, riskiert aber die Abgabe ans Tierheim, denn dauerhaft kann das so nicht gehen, v.a. bei Abwesenheit wg. Reise können meine Eltern das nicht handhaben, zumindest dann müßte er vorübergehend ins Tierheim.
Ich habe mich gefragt, ob ihm ein paar Tage Tierheim gut täten, und er sich freuen würde, wenn wir ihn dann wieder abholen? Oder wird er dann noch aggressiver?
Bachblüten etc?. Das Felifriend (oder so), bewirkte im Winter drinnen, daß beide im Wohnzimmer auf einem Sessel sein konnten, der Neue aber angeleint.
Was tun??? Bin für jeden Hinweis dankbar! Ich möchte dem Kleinen das tierheim ersparenl werde aber nicht meinem Alten Lebensgefährten die letzten Lebensjahre ganz versauen. Er liegt jetzt ruhig bei mir und hat den Stress echt gut weggesteckt.
Gruß und Dank im Voraus
Edith