Hallo,
bin ganz neu hier im Forum, und mir brennt ein Problem unter den Nägeln.... habe schon viel nachgegoogelt, aber so richtig wurde ich nicht fündig.
Aber mal von Anfang an....
Mein Freund und ich haben Anfang des Jahres einen Kater von ca. einem halben Jahr von einem Bauernhof "gerettet". Mein Bruder hat uns auf das Katerchen aufmerksam gemacht, und da wir beide schon seit unserer Kindheit von Tieren umgeben waren, und gern wieder einen tierischen Mitbewohner um uns haben wollten, haben wir uns mit der Bäuerin in Verbindung gesetzt und unseren Franzl zu uns geholt
Die anfänglichen Bedenken um die Eingewöhnung unseres kleinen Tigers waren vollkommen unbegründet. Obwohl er vorher noch nie im Haus war, hat er sich unwahrscheinlich schnell eingelebt. Er hat von Anfang an die Katzentoilette benutzt (auch sowas kannte er nicht), den Kratzbaum benutzt und im Grunde hatten wir das Gefühl als hätte er nie woanders gelebt. Also eine Traumeingewöhnung ;-)
Der Gedanke einer Zweitkatze war auch damals schon vorhanden, allerdings mussten wir Franzl erst einmal aufpäppeln. Er war zwar von Anfang an ein ziemlicher Draufgänger, war aber körperlich in einem sehr schlechten Zustand. Auf dem Hof war er einer von vielen Katzenkindern und es hat sich keiner wirklich um ihn gekümmert. Er hatte einen Schnupfen, tränende Augen, ein entzündetes Zahnfleisch, milben/flöhe und war ziemlich dünn.
Viele viele Tierarztbesuche haben wir hinter uns (natürlich wurde er auch kastriert), das uns auch sehr viel gekostet hat. Aber es hat sich gelohnt, heute liegt ein sehr gesunder Kater auf unserem sofa.
Wir konnten ihn dann auch ziemlich bald raus lassen und er kommt zuverlässig jeden Abend heim, oft auch am Tag:razz:
So, nun endlich konnten wir uns unseren Traum einer Zweitkatze erfüllen. Und wie ihr euch bestimmt denken könnt, beginnen nun auch unsere Probleme, die leider immer mehr wurden :-(
Wir holten uns aus privater Haltung einen wunderschönen einjährigen Kater Levis (ebenfalls bereits kastriert) der im alten Zuhause nicht mehr glücklich war, weil er einfach raus wollte und es dort keine Möglichkeit zum Freigang gab. Ja und nun haben wir wahrscheinlich den großen Fehler gemacht und haben sie einfach "aufeinander losgelassen" Mittlerweile weiß ich es besser :?
Jedenfalls hat unser Franzl sofort angefangen den neuen Mitbewohner zu jagen, wir haben sie dann immer wieder getrennt, sodas unser Levis sich eingewöhnen konnte, sich an uns gewöhnte und auch mit der Umgebung vertraut wurde. Wir haben uns dann auch so einen Stecker gekauft und es immer wieder mit den Beiden versucht, aber es lief immer aufs gleiche raus. Franzl sieht Levis und jagt ihm hinter her, der versteckt sich unter dem Bett und faucht, Franzl in einigem Abstand besingt den Neuzugang. Das "singen" hat irgendwann aufgehört, aber das war leider schon die einzige Veränderung. Wenn er ihn erwischt hat, hat Levis auch schon mal bisschen Fell verloren. Levis hat sich außer dem Fauchen nie wirklich gewehrt.
Wir haben Levis dann immer unter Aufsicht mit nach draußen genommen, damit er sich auch an die Umgebung draußen langsam gewöhnen konnte. Und dann kam der traurige Tag X, den wir so schnell nicht vergessen werden. Er war draußen allerdings immer noch sehr unbeholfen und erschreckte sich oft vor vielen Geräuschen. Er hat sich vor irgendwas erschreckt und war weg. Später kam er wieder mit einem hinkenden Bein

Er muss von irgendwo runter gestürtzt sein. Dann haben wir rumtelfoniert, denn es war Wochenende und wir mussten zum Notdienst. Die Diagnose war erschreckend.... das Bein muss operiert werden.
Natürlich ließen wir das in der Tierklinik machen aber es hat wieder ein rießen Loch in unseren Geldbeutel hinterlassen :neutral:
Das ganze ist jetzt eine Woche her, die Operation ist gut verlaufen, allerdings muss er noch mit einem Schirmchen umherlaufen und darf nirgends hinauf oder herunter springen. Aber er bekommt so langsam wieder alle seine Lebensgeister und kann auch wieder sehr gut laufen :-D
Jezt haben wir ihm den Gang und ein Zimmer eingerichtet, wo er nirgends hinauf kann, eine schöne Schlafstätte hat und sich gut erholen kann. Nun stehen wir aber mit der Zusammenführung wieder ganz am Anfang und ich habe wirklich Angst das das nichts mehr wird :-( Unser Franzl hat jetz sozusagen ein Erfolgserlebnis, weil der "Andere" ja für ihn nicht mehr da ist. Habt ihr Tipps für uns, wie wir sie hoffentlich doch noch erfolgreich zusammenführen können, sodass sie sich zumindest akzeptieren!?
Vielen Dank schon mal im Vorraus ;-)