Also böse wird Dir sicher keiner sein, nur sind eben einige, darunter ich, anderer Meinung.
Was ich allerdings völlig danebenfinde, ist dieser völlig absurde Vergleich, ob man einem 10 jährigen Kind die Pille gibt, nur weils mit 16 vielleicht Sex haben wird.
Bei sowas könnte ich laut schreien so-pardon-dumm ist das.
Das im Tierschutzgesetz steht, das man einen Grund für eine OP mit Narkose braucht, widerspricht doch nicht einer Frühkastration.
Nötig ist die Kastration auf jeden Fall, so die Katze kein Zuchttier wird, WANN man das macht, obliegt dem Tierhalter.
Ich sehe da keinen Widerspruch.
Ein junges Tier ist selbstverständlich viel kleiner als ein Geschlechtsreifes und je weniger Gewicht, desto weniger Narkosemittel-logisch.
Daher klingt es für mich auch logisch, das ganz junge Katzen leichter damit fertig werden als ältere.
Es ist in der Natur eigentlich überall so, das jüngere Körper leichter mit Verletzungen fertig werden, als ältere.
Und sie werden ja mit 3 Monaten operiert, nicht mit 3 Wochen, sind also (auf Menschenalter übertragen) keine Säuglinge mehr, wo man sagen würde, sie sind ZU jung damit fertig zu werden.
Es hat auch niemand gesagt, das der Eingriff durch eine Fettschicht STARK erschwert wird.
Eine Kastration ist kein schwieriger Eingriff, schon gar nicht bei Katern.
Es wurde gesagt, es ist leichter, das ist zwar jetzt Haarspalterei, aber trotzdem.
Also eher ein Unterschied zwischen sehr leicht und leicht, nicht zwischen leicht und ziemlich schwierig, wenn Du verstehst, was ich sagen will.
Ich weiß zuwenig über die Anatomie einer Katze, um dazu viel zu sagen, ich hatte auch nur weitergegeben, was ich gelesen habe.
Ich kann mir aber gut vorstellen, das diese Fettschicht nicht so klein ist, immerhin ist der körperliche Unterschied zwischen einer 3 Monate alten Katze und einer 6 Monate alten sehr groß.
Das Sexualhormone etwas mit dem Gebiss zu tun haben sollen, klingt für mich nicht logisch.
Kiefer, Gebiss, Zahnstellung gehören doch eher in die Kategorie Knochenwachstum und das geht so oder so nach der Kastration weiter, es sei denn man lässt eine Katze erst mit über einem Jahr bzw bei z.B. Maine Coons erst mit 4 Jahren kastrieren.
Würden diese Hormone zwingend notwendig für das fertige Gebiss gebraucht werden, würde man keinen Tierarzt finden, der vor dem Zahnwechsel bzw mittendrin kastriert.
Findet man aber zuhauf, auch bei uns und grad hier (Kleinstadt) sollte man annehmen, das Tierärzte konservativer wären, könnte es irgendwelche Schäden hervorrufen.
Die Amis haben natürlich nicht in allen Recht- aber medizinisch sind sie um einiges weiter und besser ausgerüstet, das sollte man nicht so einfach in den Wind schiessen.
Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem deutschen (bzw. österreichischem, da leb ich) und einem amerikanischen Krankenhaus bzw Tierklinik würde ich auf jeden Fall auf das amerikanische setzen.
Für mich gibt es keine triftigen Gründe gegen eine Frühkastration und Tizian hats auch gut überstanden.
Er war grad mitten im Zahnwechsel, als wir ihn kastrieren liessen.
Seine Zähne sind übrigens vollkommen in Ordnung.